Montag, 24. Dezember 2007

Frohe Weihnachten

An alle Leser dieser Seite, Freitagskicker und Sportfreunde ein wunderschönes Weihnachtsfest. Möge der gute Weihnachtsmann viele Geschenke aus dem Bereich Sport für Euch abgeben.

Samstag, 22. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Last Christmas gab es noch Glühwein

Eine Weihnachtsfeier ohne Glühwein ist für viele, wie ein Fußballspiel ohne Tore; ernüchternd. Diese Problemlage erschütterte gestern die Freitagskicker. Nicht das unser, über einige Strecken durchaus ansehnliches Spiel, torarm gewesen wäre (ganz im Gegenteil), es mangelte aber der traditionellen Weihnachtsfeier an Teilnehmern und vor allem an Glühwein. Aber kommen wir zunächst einmal zum eigentlich wichtigen Teil, dem gestrigen Spiel. Es sollte das Torreichste der letzen Wochen werden, gleichzeitig wurde es auch durch einen Spielertausch ein durchaus Spannendes. Es begann mit folgenden Mannschaften:

Bunt: Stephan- Dirk- Jens- Nick- Sebastian- Robert – Stefan

Orange: Otto- Sascha – Anton – Tommer – Mathias – Roland

Damit waren beide Partien zufrieden, wobei insbesondere Stephan auf die Stärke seines eigenen Teams hingewiesen hatte. Und er sollte Recht behalten. Bunt begann schwungvoll und nutzte die qualitative Überlegenheit gut aus. Schnelle Gegenstöße und gute Kombinationen führten zur 2:0 Führung, die von Otto mit einem fulminanten Distanzschuss wieder verkürzt wurde. Trotzdem blieb Bunt etwas besser, wenngleich Anton mit seinem überragenden Einsatz und einem feinen Kopfballtreffer nach Vorlage von Sascha und Otto mit seiner Erfahrung gut dagegenhielten. Als Bunt zum 6:2 erhöhte, wurden aber Konsequenzen gezogen und ein Spielertausch vorgenommen. Dirk kam zu Orange und Sascha wechselte dafür zu Bunt. Sofort wendete sich das Blatt, Bunt zog sich zu weit zurück und Orange konnte nadelstichartig immer wieder empfindlich die Defensive der Bunten reizen. Das führt auch recht schnell zu Toren. Roland blies zur Aufholjagd durch einen sehr sehenswerten Kopfballtreffer. Alles schien darauf hinauszulaufen, das Orange mit der Achse Dirk – Otto doch noch gewinnen kann, denn es stand schon 7:6. Doch Stephan als energischer Antreiber und Verteidiger bewahrte die Bunten vor Schlimmeren. Die Orange Dominanz wurde weiter verlangsamt, als man nacheinander Dirk und Otto ins Tor stellte und noch viel zu offensiv agierte. Schnell kassierte man vier Gegentore und Bunt schien uneinholbar. Die Schlussoffensive von Orange brachte zwar noch einige gute Spielzüge, doch Mängel im Abschluss und eine solide Defensive bei Bunt ließen keinen Sieg für Oranje mehr zu. Am Ende gewann Bunt nicht unverdient mit 11:9.

Herausragende Spieler waren einmal mehr Dirk, der in beiden Teams vollkommen überzeugen konnte und seine Klasse immer wieder unter Beweis stellte. Auch Otto wusste durch sehr solide Abwehrarbeit und gefährlichen Tempovorstößen zu gefallen. Stephan war sicherlich der stärkste Mann bei Bunt, aber auch Jens muss erwähnt werden, wie auch Nick.

Die anschließende Weihnachtsfeier sollte nicht in der Auszeit abgehalten werden, sondern auf neutralem Boden. Dirks Vorschlag für das CM konnte sich letztendlich doch nicht durchsetzen. Nach intensiver Beratung einigte man sich auf den Bärenzwinger. Doch nahmen den Weg dorthin leider nicht alle Freitagskicker auf. Die restlichen 7 Teilnehmer mussten auch noch den bedauernswerten Schicksalsschlag erleben, dass der Glühwein im ehemals besten Dresdner Studentenclub ausgetrunken war und man auf Bier umsteigen musste, während Roland den Bionade Konsum ankurbelte. Das Rahmenprogramm wurde allerdings hervorragend gewürzt durch Saschas anschaulichen Report, der beinhaltete wie er die Politelite aus Sachsen und Tschechien ausbuhte. Er bekommt daher an dieser Stelle auch das Privileg sich als weihnachtlichster Spieler des Jahres 2007 zu bezeichnen, war er doch auch der Einzige, der warmen Glühwein in der Thermoskanne mit sich führte (die allerdings im Auto vergaß).

Als letztes sei daran erinnert, das eine Hallenbenutzung auch in der kommenden Woche möglich ist, allerdings müssen sich noch Mitspieler finden. Abschließend sei noch allen Freitagskickern ein wunderschönes Weihnachtsfest gewünscht.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Freitagskicker letztmalig dieses Jahr

Am Freitag ist es soweit, der Jahreshöhepunkt kommt, das letzte Spiel vor Weihnachten! Wie immer, werden wir versuchen auf technisch hohem Niveau zu spielen, um anschließend, dass Glühweinlevel anpassen zu können. Dafür fehlen noch Vorschläge für geeignete Locations. Bitte macht Euch ein paar Gedanken, den leider können wir ja nicht mehr die Halle als Austragungsort benutzen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Hallenfußball Regional: Relativierung der schönen neuen Zeiten und Aufruf zur Pünktlichkeit hat teilweise gefruchtet

Schöne neue Zeiten mit Leibchen? Nun gut das klare Ergebnis mit 6 oder 7:1 im ersten Spiel relativiert diese Aussage. Aber andererseits war das 2. Spiel mit gleicher Besetzung relativ ausgeglichen, verstehe wer will. Na ja nicht umsonst begreift die Relativitätstheorie kaum ein Schwein.

Bevor ich zum Spielbericht komme noch ein paar Worte zur Pünktlichkeit die zu Recht und erfreulicherweise auch mit Erfolg von Schlikkes angemahnt wurde. Punkt 21:30 Uhr standen immerhin 12 Spieler auf dem Platz. Einige Spieler haben sich diesen Aufruf so zu Herzen genommen, dass diese bereits weit vor 21:15 Uhr in den Kabinen waren und sehnsüchtig auf den Anpfiff warteten. Aber negativ dabei aufgefallen sind 2 Spieler, die trotzt des patriotischen Appells zur Pünktlichkeit 15 min. zu spät kamen und den Spielfluss- und Laune besonders bei Orange je unterbrachen. Ich hoffe dies wird eine Ausnahme bleiben!

Zum Spiel: Es traten an: Bunt gegen Orange:

Bunt: Mike, Sebastian, Otto, Jan, Stefan (glaube ich), Daniel (glaube ich), Burkhard (ab 15. min.)

Orange: Dirk, Sascha, Schlikkes, Fried, Matze, Falk (glaube ich), (Torsten (ab 15. min.)

Ich bitte um Berichtigung, wenn die Namen falsch sein sollten!

Die ersten 15 Minuten waren relativ ausgeglichen mit leichten Vorteilen bei Bunt, die sich mit einem Spieler aus der Landesliga (Otto) verstärken konnten, dessen Ballsicherheit und Abwehrstärke, also dessen Präsenz (Aura) doch deutlich für den Gegner zu spüren war. Nichtsdestotrotz stand es bis zur 15. Minute, bis eben die bereits angesprochenen Nachzügler kamen, noch 0:0. Burkhard ging zu Bunt und Torsten zu Orange. Von diesem Zeitpunkt an drehte plötzlich Bunt auf und Orange lies vor allem in der Abwehr ebenso stark nach. Nach einigen unerklärlichen und unfassbaren Abwehrfehlern konnte Bunt schnell in Führung gehen. Orange versuchte immer wieder auf das gegnerische Tor mit aller Gewalt anzurennen und verlor dabei all zu oft den Ball und lief ins offene Messer, das vor allem Otto hieß und der immer wieder schnelle Konter einleitete, der den Rückstand für Orange immer unerträglicher gestaltete. Hinzu kamen wie bereits angesprochen dillethantische Abwehrfehler, die den Gegner regelrecht einluden Tore zu schießen. Nach dem 6 oder 7:1 (ich weiß nicht mehr das Ergebnis und will mich eigentlich auch nicht mehr daran erinnern) war Orange äußerst demotiviert und so kam es in der ca. 55. Minute zum Spielabbruch mit dem Ergebnis, dass die Seiten getauscht wurden und mit 0:0 wieder neu begonnen wurde. Auf eine endgültige Demütigung, die Teams neu zu mischen, ließ sich Orange aber nicht ein. Der Stolz von Orange war trotz der hohen Niederlage nicht gebrochen.

Mit nun umso größerer Motivation und stolz geschwellter Brust nahm Orange die Herausforderung an und wollte Bunt nun zeigen welches Fußballerherz wirklich in ihnen steckt. Mit neuer Taktik, das Spiel aus einer sicher stehenden Abwehr heraus ohne Hurrafußball gestalten, begann Orange … trotzdem nicht all zu gut. Man ging relativ schnell wieder mit 2:0 in Rückstand und jeder glaubte es geht so weiter wie zuvor, aber da hat Bunt falsch gedacht. Mit ausgesprochen kämpferischer Leistung und mit dem unbändigen Willen zum Sieg ausgestattet gab Orange Alles und drehte das Spiel noch zu ihren Gunsten. Nach dem Anschlusstreffer von Sascha drehte Dirk wie von der Tarantel gestochen (oder waren das sogar Amphetamine?) auf und schoss durch 2 wunderbare Alleingänge 2 Tore zur 3:2 Führung. Dem folgten wie zu erwarten war wütende Angriffe der Bunten, die dich aber an der nun immer sicherer stehenden Abwehr von Orange die Zähne ausbissen. Orange gelangen somit ein ums andere Mal gute Konter, die aber am Ende keine so rechte Durchschlagskraft entfalteten, so scheiterte vor allem der am Ende etwas unglücklich agierende Torsten aber auch Sascha am eigenen Unvermögen beim Torabschluss, so wurde die Schlussphase nur unnötig spannend gehalten. Aber durch eine wahre Abwehrschlacht und einer guten kämpferischen Leistung konnte Orange das 3:2 um die Runden bringen und das 2. Spiel des Tages für sich entscheiden. Man möge mir verzeihen, dass ich nicht mehr weiß wer im einzelnen die Tore geschossen hat, vor allem bei Bunt. Wer es noch weiß kann diese Information noch in unser Forum herein tragen.

Der Apres Kick verlief wie gewöhnlich sehr unspektakulär und brachte nur ein erwähnenswertes Ereignis hervor. Aufgrund einiger unqualifizierter Kommentare gegenüber der netten Kellnerin fiel Fried leider negativ auf. Aber die Situation konnte von einigen erfahrenen Apres Kick Teilnehmern noch gerade so gerettet werden. Eine Eskalation konnte abgewendet und somit ein Lokalverbot vermieden werden.

Achtung! Nächste Woche am 20.12. ist eine kleine Apres Kick Weihnachtsfeier angedacht, in einer Kneipe unserer Wahl, wo wir bei einem Bier besinnlich noch einmal das Fußballjahr 2007 Revue passieren lassen können.

Samstag, 15. Dezember 2007

Spielbericht gesucht

Liebe Lesergemeinschaft. Leider wurde ich gestern auf dem Flughafen in Tegel aufgehalten, weshalb ich nicht der Bürgerpflicht des freitäglichen Fußballhalali nachkommen konnte. Deshalb kann es von mir diesmal keinen Spielbericht geben (ich war ja einfach nicht da). Vielleicht erbarmt sich ja ein Teilnehmender.

Montag, 10. Dezember 2007

Spielbericht zu Real Madrid – Santander und Barça – Espanyol in einer portugiesischen Bar in Madrid

Madrid bietet viel: Kultur, Musik, Szene, das spanische Leben im Allgemeinen und natürlich Sport. Es ist immerhin eine der wenigen Städte die ich kenne, die drei Mannschaften in europäischen Wettbewerben vertreten hat: Real in der Champions League, Atletico und Getafe (ich wage mir, den Vorort mit dazu zu zählen) im UEFA Cup. Eigentlich wollte ich mir ja diesen Madrid Aufenthalt einen Ausflug zu Atletico gönnen und die rot-weißen Recken um Sergio Agüero gegen die schottischen Rotbuchen aus Aberdeen ansehen, aber leider bekam ich Fieber und konnte mir die 25 Euro sparen.
Einige Tage später ging es mir aber - pünktlich kurz vor meiner Heimreise - wieder besser und ich hatte die große Freude an meinem letzten Abend in Madrid, noch mal was Feines zu essen. Dafür ging es zum Portugiesen Nino Ferreira in Chamberí, einem wie ich finde ausgezeichneten Laden (Adresse kann bei mir gern nachgefragt werden). Dort wurde ich trotz 2-jähriger Abwesenheit und vollkommener Unkenntnisse der Muttersprache des Wirts mit Handschlag begrüßt und richtigerweise als Deutscher identifiziert. Bei Nino war es schon ordentlich voll, wie immer am Samstagabend um diese Zeit. Die Hälfte der mehrheitlich männlichen Barbesucher starrte unter reger verbaler Kommunikation auf den Fernseher der zu meiner persönlichen Freunde gerade Fußball übertrug. Es lief Real Madrid gegen Santander und Real führte zur Freude der Gäste 2:0.

Da kein Tisch frei war und Nino erst anfangen musste, irgendwie Platz zu schaffen (er versprach in 15 Minuten könnten wir sitzen), nutzte ich die Gelegenheit ein Bier zu bestellen und es denn anderen Spaniern gleichzutun. Was man sehen konnte war ein recht abgeklärtes Madrid, halbwegs erholt von der Pleite gegen Bremen. Raul hatte dann auch einen Freistoß in fast zentraler Position, vielleicht 20 Meter vom Tor entfernt. Er schoss und traf. 3:0, der Reporter im Fernsehen überschlug sich stimmlich vor Freude. Dabei war das Tor zu 50% Santanders Torwart anzukreiden der seine Mauer die Eckfahne decken ließ und dann vergeblich versuchte den halbhohen Ball, der noch nicht mal im Winkel war, sondern einfach an der Mauer vorbeischwebte, zu fangen. Na ja gut, was soll man machen. Nino bekundete sofort sein Missfallen. Er ist Atletico Fan und bezeugt dies eindrucksvoll durch einen Ring an seiner rechten Hand. Der überwiegenden Mehrheit der Besucher war dies egal und freute sich mehr oder weniger laut. Kurz danach feine Stafette von Santander, die Real Verteidiger laufen hinterher und 3:1. Und jetzt begriff ich warum meine Freundin Real so hasst. Der Kommentator im Fernsehen erfror fast stimmlich, ein weitaus ansehnlicherer Treffer und er bemerkte das, was eh jeder gesehen hatte; „Goal“. Ich hätte nicht gedacht, dass man so parteilich eine im ganzen Lande ausgestrahlte Partie kommentieren kann. Meine Freundin bemerkte das wäre hier typisch, die Barbesucher blieben still wie der Fernseher und Nino freute sich. Das Spiel endete 3:1 ohne mich wirklich weiter mitzureißen.

Wir bekamen Sitzplätze und ich konnte mich strategisch günstig Richtung Fernseher setzen. Als Nino mir mein zweites Bier und die ersten Tapas brachte, begann dann auch der Höhepunkt des Abends; die Übertragung von Espanyol gegen Barça. Die Real Fans hatten inzwischen den Laden verlassen und wurden von anderen Barbesuchern ersetzt, die weniger interessiert in die Ferne sahen. Der Kommentator im TV war Andrés Montes, ein in Spanien höchst umstrittener Mensch, da er - sagen wir mal - eher unorthodox seine Spiele begleitet. So wurde er während der WM in Deutschland berühmt, da er in den Spielen zu erklären begann, welche deutsche Delikatesse er gestern zum Abendbrot hatte und immer wieder „Salinas“ rief, den ehemaligen Nationalspieler Spaniens, der aber nur wenige Zentimeter neben ihm saß, da er sein Co-Kommentator war. Nun, ich kann nur soviel sagen, wenn der Mann spricht ist eine Bildstörung nicht so schlimm, der kommentiert jeden Pass im Mittelfeld als würde gleich das Elfmeterschießen beginnen.

Zurück zum Spiel: Barça begann stark und sehr druckvoll. Schon nach wenigen Minuten war es passiert; Messi nimmt an der Mittellinie den Ball, überspurtet 2 bis 3 Espanyol Spieler, geht in den Strafraum und dann dort bis zur Grundlinie und spielt quer durch die Zone den Ball auf Inesta, der ihn nur noch rein schieben braucht. Ich muss Andre wirklich Recht geben, Messi ist einfach Klasse, kein Wunder das Ronaldinho wieder nur auf der Bank saß. Den Rest der Halbzeit dominierte Barça das Stadtderby nach belieben, ohne aber Tore zu erzielen und man merkte die dachten da konnte nicht mehr viel passieren.

In der Halbzeit kam dann mein drittes Bier und Nino machte sich an den Videotext, um zu erforschen wie seine andere Lieblingsmannschaft spielte; Benfica. Leider haben sie 0:1 gegen Porto verloren und einige Bekannte des Barbesitzers konnten ihre Schadenfreude nicht verbergen; so sind sie die Madrilenen. Die 2. Hälfte brachte dann weiter überlegene aber langsam arrogante und ein bisschen müde wirkende Barça Kicker, die sich zunehmend dem Druck des Rivalen ausgesetzt sahen, darauf aber nicht so recht reagierten. Uns so passierte was passieren musste; das 1:1. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie es sich ereignete. Ich weiß nur Ronaldinho war seit einer Minute auf dem Feld. Barça musste jetzt noch mal aufwachen. Aber all ihre Bemühungen blieben vergeblich und Espanyol hatte durch eine taktisch clevere und kämpferisch gute Leistung einen Punkt gewonnen und ich hatte einen schönen Abend bei Nino Ferreira.

Daher mein Tipp, wenn ihr mal Samstag Abend in Madrid seit; in eine nette Bar setzen; Tapas essen und Fußball anschauen, was kann es schöneres geben…

Samstag, 8. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Premiere. Ergebnis wiederholt sich

Die schönen neuen Zeiten. Sie bringen spannende Spiele hervor und das nun schon wöchentlich. Die Einführung der orangen Leibchen zeigt, wenn dieser Vergleich erlaubt ist, Früchte. Auch gestern standen sich wieder zwei mehr oder weniger gleichwertige Teams gegenüber, jeweils sieben Mann, bei denen der Autor mal wieder den namentlichen Überblick verloren hat (ein weiteres Mal möchte ich mich hier demütig entschuldigen). Daher hier die Aufstellung, so gut es geht:

Orange: Torsten (CdM) – Stephan – Sascha – Mike – Anton (aka Mathias) – Robert - Tommer

Bunt: S. Schilk – Schlikkes – Dirk – Sebastian – Daniel – Nick – Mir unbekannter Freund des Mike (MuFdM)

Leider konnte die Partie nicht rechtzeitig angepfiffen werden, was mehrere Gründe hat. Zum ersten schleicht sich langsam eine gewisse Unpünktlichkeit bei einigen Spielern ein, zum anderen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Toraufstellungskommando der Halle etwas an Enthusiasmus verloren hat. So begann das Spiel gegen 21:45 Uhr und sofort machte Bunt Druck. Zwar hatte Orange den höheren Anteil am Ballbesitz, Bunt verlagerte sich jedoch schnell auf Konter, gut vorgetragen von Dirk, Nick und MuFdM. Rasch führten solche Konter auch zu Toren. Insbesondere das 0:2 bleibt mir als Torwart in Erinnerung, nutzte doch Dirk ein Loch in der Verteidigung aus und kam gemeinsam mit Nick in Höhe Strafraum. Dieser haute dort mit grandioser Schusstechnik den Ball in den Winkel. Selbst ein Teufelsreflex hätte hier nichts mehr ausgerichtet. Nach den zwei schnellen Toren beruhigte sich das Spiel wieder ein wenig, Orange stand sicherer in der Abwehr und Bunt tat es ihnen gleich. Orange im Bemühen das Spiel zu machen, scheiterte immer wieder an der von S. Schilk gut organisierten Abwehr oder am endlosen Quell an neuen guten Torhütern der Mannschaft. Aber auch eigenes Versagen gesellte sich dazu. Erst nach einer Stunde sollte der Anschlusstreffer zum 1:2 fallen, geschossen vom mit großem Engagement auftretenden Anton. Immer wieder versuchte Orange nun gefährliche Aktionen aufzuziehen, wobei sich insbesondere Torsten als Spielgestalter und Organisator hervor tat. Dabei kam es aber immer wieder zu sehr gefährlichen Kontern von Bunt, die aber ebenso vergeben wurden. Erst eine Ecke führte zum nächsten Tor. Diese wurde von Orange geklärt, führte aber zu einem sehr gefährlichen Nachschuss, den Robert, als Torwart, nur prallen lassen konnte. Dirk konnte Tommer enteilen (der geistig wohl schon in der Auszeit war) und erzielte das 1:3. Doch Orange steckte nicht auf und konnte diesen Rückstand eine Viertelstunde vor Schluss innerhalb weniger Minuten ausgleichen. Stephans Schuss zum 3:3 war ein weiteres Highlight der Partie, wohl auch weil er ihm abgerutscht ist. Die letzten Minuten wurden noch mal durch zwei rüde Fouls bemerkenswert, die jeweils mit Kopfschütteln und Freistoß geahndet wurden, Diskussionen blieben dazu jedoch glücklicherweise aus.

Insgesamt konnten wir einem spannenden Spiel beiwohnen, das zwar einiges Klein Klein beinhaltete, aber auch schöne Stafetten. Während Orange vielleicht etwas mehr Chancen hatte, konnte Bunt sicherlich die größeren Chancen auf ihrem Konto verbuchen. Das 3:3 geht in Ordnung.

Der Apres Kick wurde diesmal zügig durchgezogen, da sich große Teile der Teilnehmer nach einem Sturzbier verabschiedeten und die Gruppe somit aufgelöst wurde. Thematisch wurden noch die Gruppenausgaben des letzten Jahres besprochen, wobei Chefkoordinator Mike und Schatzmeister Sascha die Reglung dieser Aufgaben in traditionell souveräner Art und Weise bearbeiteten. Auch besprochen wurden Irritationen mit der Hallenverwaltung, welche davon ausgeht das unsere Spielzeit schon um 22:45 Uhr endet. Hoffen wir, dass es sich dabei nur um ein Missverständnis handelt.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sportzeitschriften im Test: Heute das FIFA Magazin

In einer neuen losen Folge wollen wir den schier unergründlichen Markt an Sportzeitschriften einmal näher unter die Lupe nehmen. Was lohnt sich zu lesen und was ist nur Bravo Sport.
Unser erster Test widmet sich dem Zentralorgan eines der bedeutendsten Sportverbände der Welt, der FIFA. Doch bevor wir lesen, erst ein paar technische Details:

Name

FIFA magazine.

Getestete Ausgabe

Dezember 2007

Seiten

82

Preis

€ 3,95

Das FIFA Magazin kommt in seiner Dezember Ausgabe mit großem Bild des jubelnden Chelsea Kapitäns John Terry auf der Titelseite daher (mit diesem Team gibt es ja auch für ihn noch Grund zur Freude). Schlagen wir das Hochglanzmagazin auf, so ist das erste was wir sehen können; der Blatter Sepp. Der Chef höchstselbst schreibt hier das Editorial. Das Beeindruckt erstmal, aber auch nur bis man die Zeilen gelesen hat. Da schreibt er unter dem Thema „Gleichgewicht“, was sich die FIFA so drunter vorstellt und man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass es sich hier um ein klares politisches Statement der Organisation handelt, der den geneigten Leser die richtige Position aufzeigen soll. Dem folgt das Inhaltsverzeichnis und man findet gleich die vier Schwerpunktthemen: Porträt von Terry, eine Geschichte zu den Boca Juniors, ein Bericht zur Frauen WM und unter der Rubrik „damals und heute“ ein weiteres Porträt – von Lajos Detari. Das klingt alles einigermaßen viel versprechend, zumal noch andere weniger augenscheinliche Artikel warten.

Was schon auf den ersten Seiten auffällt ist der löbliche Mangel an Werbung. Die dann doch noch auffindbaren Anzeigen sind exklusiv auch von den Hauptsponsoren des Verbandes.
Los geht es mit John Terry. Wie im weiteren Verlauf des Heftes folgend, wird jeder Artikel mit zahlreichen großformatigen Fotos begleitet, was optisch einen hübschen Eindruck macht, aber heute wohl als Standart zu bezeichnen ist. Die Fotos über Terry sind dann auch ganz nett, der Bericht okay, ein Starporträt halt. Dem folgt, aus Anlass der FIFA Klub Weltmeisterschaft ein Bericht zum "Mythos Boca Juniors". Die kurze Darstellung ist sehr interessant und wird unterstützt von zwei Sonderspalten zu den Themen Spieler- bzw. Trainerlegenden, alles was so ein Mythos halt braucht. Danach folgen noch Berichte zur Frauen WM (großer Erfolg für alle), zum Fußballwandervogel Mido (der ägyptischen Version von Ansgar Brinkmann), sowie zu Jozy Altidore, einen der jungen Nachwuchsstars der MLS (einer wie man zugeben muss in Europa vernachlässigter Liga). Nicht zu vergessen in der Rubrik „damals und heute“ Lajos Detari. Ihm kann man nach dem Studium der über seine Person verfassten Zeilen auch gern den Lothar Matthäus Ungarns nennen, so viele Klubs wie der Mann schon erfolglos trainiert hat.

Besonders ansprechend scheint ein weiterer Artikel zur spanischen Nationalmannschaft zu sein. Er stellt die Frage, warum die Iberer ständig Nachwuchstitel sammeln, aber bei großen Turnieren im Seniorenbereich regelmäßig versagen. Das scheint bisher die spannendste Angelegenheit. Jedoch sind die vorgestellten Begründungen nicht sehr erhellend. Ein Hauptargument ist der sehr hohe Anteil ausländischer Fußballer in der Primera Division, ein wenigstens zu denken gebendes Argument, jedoch führt hier jegliche Beweisführung ins Leere, da man sich gar nicht erst bemüht die aufgestellte Behauptung in irgendeinen Zusammenhang zu stellen. Man könnte ja annehmen, es würden ein paar Statistiken folgen, wie viele Ausländer in Spanien spielen, im Vergleich beispielsweise zu Frankreich oder Italien (zweifellos erfolgreicher als Spanien), aber man bleibt so schlau wie zuvor. Ein weiteres Argument wird im nicht vorhandenen Nationalbewusstsein - der in zahlreiche Regionen aufgesplitterten spanischen Nation - gesehen, aber auch das überzeugt doch nicht wirklich, insbesondere die Argumentation, dass fehlendes Nationalbewusstsein zu fehlender Leistung führt (dann würde Spanien ja auch nicht dauernd im Futsal gewinnen). Da müssen die deutschen Titel ja sehr verwundern, so sind wir ja auch nicht mit einem enormen Nationalbewusstsein gesegnet (höchstens unter der Hand), haben aber doch immerhin drei Weltmeisterschaften und ebenso viele Europameisterschaften ergrätscht. In einem Punkt kann man aber dem Autor folgen. Junge Spanier spielen auf einem erstaunlich hohem technischen Niveau, was sich im Jugendalter stärker ausspielen lässt, da man später mit größeren physischen Mitteln dagegen halten kann. Doch trotz dieses richtigen Ansatzes bleibt eine wirkliche Idee warum Spanien regelmäßig versagt aus, vielleicht kann man ja aber auch nach der nächsten EM die Sache einfach vergessen. Alles in allen; eine wirklich spannende Frage aus der man viel zu wenig gemacht hat, außer ein bisschen die gängigen Klischees zu schaukeln.

Auch lässt dies den Verdacht aufkommen, man will hier indirekt Werbung für das neue 6+5 Projekt (eine einheitliche Ausländerbeschränkung für alle Klubs) der FIFA machen. Diesen Makel wird das ganze Magazin nicht wirklich los. Immer wieder drängt sich das Gefühl auf, der Blatter Sepp und sein Politbüro haben alles selbst geschrieben. Am besten zeigt sich dies vielleicht in der Kategorie „Magazine Inside“. Hier kann man kurz zusammengefasst erfahren, wo es den Präsidenten in den letzten Wochen so alles hinverschlagen hat (u.a. auf Briefmarken, nach Asien oder zum Geburtstag des finnischen Verbandes).

Diese Perspektive hat aber auch ihre interessanten Seiten, so wenn beispielsweise der Report über die ersten Qualifikationsspielen für die WM 2010 berichtet, wie sich zutiefst unprofessionelle Nationen auf den Weg nach Südafrika machen (das Ziel aber nie erreichen werden). Das hat durchaus noch verträumte Züge des einfachen Fußballs in den Kinderschuhen. So ist das Mannschaftsfoto von Amerikanisch-Samoa eigentlich der wahre Knüller der ganzen Ausgabe. Dort tummeln sich beleibte Oldies mit ihren blutjungen Mitspielern, unter anderem einem 17-jährigen Torwartschlacks. Diese Mannschaft hält übrigens auch einen FIFA Rekord, nämlich den, der höchsten jemals erfassten Niederlage auf Länderspielniveau. Beim betrachten des Fotos kann man sich vorstellen, wie es zum 0:31 gegen Australien gekommen war.

Sehr gut ist auch die Kategorie Stadien, in denen ebensolche vorgestellt werden (in dieser Ausgabe: San Siro und Yokohama, dass man nicht gleich die Gelegenheit genutzt hat die „Bombonera“ von Boca vorzustellen finde ich aber schade). Wenngleich so etwas auch schon in anderen Fußballzeitschriften zu finden ist. Auch mit großem Interesse ließt sich das Interview mit Roberto Fontanarrosa, einem argentinischen Schriftsteller und Fußballkenner, der leider vor kurzem starb und dem Magazin eines seiner letzten Interviews gab. Für den Fan des Sammelns von Gegenständen, die man eigentlich nicht braucht, gibt es auch noch ein besonderes extra: zwei Schiedsrichterkarten, in den bekannten Farben gelb und rot. Genau das Richtige für den Hobby Referee.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass das FIFA Magazin eine wohltuend werbefreie Monatszeitung zum Thema Fußball ist, die mit ihrer recht einseitigen FIFA Perspektive sowohl anregende als auch enttäuschende Beiträge liefert. Dieser teilweise andere und etwas befremdlich wirkende Blick kann durchaus anregend wirken, da man was anderes als Standart geboten bekommt, wird aber sehr schnell abstoßend wenn man das Gefühl hat, nur offizielle FIFA Ideologie serviert zu bekommen.

Montag, 3. Dezember 2007

Weltfußballerwahl beendet: Kaka gewinnt

Unsere Alternativwahl zum besten Fußballer der Welt endete - wie beim Fachpublikum dieser Seite nicht anders zu erwarten war - mit einem Sieg des weltweit anerkannten Brasilianers Kaka vom AC Milan. Er gewann knapp vor dem von André hochgelobten Messi und unserer deutschen Kanone Klose. Für ihn sprach vielleicht der Heimvorteil.
Und so sieht der Endstand in Zahlen aus: Kaka 8 (32%), Messi 7 (28%), Klose 5 (20%), Drogba 3 (12%) sowie Cech, Lahm und van Nistelrooy je 1 Stimme (4%).
In unserer nächsten längerfristigen Umfrage wollen wir uns mit den unsymphatischsten Fußballern der Welt auseinandersetzen. Da fallen einem sofort einige italienische Namen ein. Für weitere Vorschläge steht Euch die Kommentar-Spalte offen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Umkämpftes Unentschieden

Wie jede Woche gaben sich auch an diesem Freitag die Freitagskicker in ihrer neuen Heimstatt „Freiberger Arena“ die Ehre. Dank der Multifunktionalität und Mehrgeschossigkeit der Arena konnte parallel zu unserem Match das Eishockeyspiel der Eislöwen gegen Weiden ausgetragen werden, welches die Dresdner Cracks mit 6:1 gewannen. Für die Freitagskicker gab es wieder eine kleine Premiere in der neuen Halle, zum ersten Mal seit dem Umzug endete eine Partie unentschieden, nämlich 3:3.

Orange: Sascha – Jan –Robert (Freund des Lehmi) – Anton – André – Sebastian
Bunt: Stephan – Stefan – Nick – Maik – Torsten E. – Schlikkes – Torsten (CdM, ab 20.)

Spielanalyse: Orange fand in den Anfangsminuten schneller ins Spiel und ging nicht unverdient durch eine gelungene Kombination mit 1:0 in Führung, im übrigen Andrés erstes Tor seit April! Doch Bunt zeigte sich vom frühen Rückstand nicht geschockt und konnte das Spiel in den Folgeminuten offen gestalten.

Nach etwa 20 Minuten wurde der Vorteil der Oranjes, in Jan und André mit zwei massiv glühweingedopten Spielern angetreten zu sein, durch die Hinzufügung des verspäteten Torsten (CdM) ins bunte Team ausgeglichen. Das Spiel blieb allerdings weiterhin recht zerfahren und umkämpft, beide Manschaften machten die Räume eng, das spielerische Niveau war nicht das allerhöchste. So gelang das etwas überraschende 2:0 von Orange durch Sascha nach einer Standardsituation auch erst nach gut 45 Minuten. Dieses Tor weckte nun doch die spielerischen Lebensgeister bei Bunt, die sich in der Folgezeit eine Vielzahl von Torszenen erarbeiteten, zunächst aber immer wieder am glänzend reagierenden Jan im Tor scheiterten.

Mit zunehmender Spielzeit fanden die Bunten immer häufiger die Lücken in der dicht gestaffelten und gut organisierten Verteidigung von Orange und konnten dies schließlich auch durch 2 Treffer (Schützen habe ich leider vergessen) zum zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich nutzen. Postwendend nutzte Sebastian einen der zunehmend seltenen Entlastungsangriffe von Orange und erzielte durch eine überlegte Einzelaktion mit Abschluss von knapp nach der Mittellinie die erneute Führung für seine Mannschaft.
In den letzten 20 Minuten spielte dann praktisch nur noch eine Mannschaft: Bunt. Mehr als der Ausgleichstreffer sprang in der spannenden Schlussphase allerdings nicht mehr heraus. Orange verteidigte erfolgreich mit hohem Einsatz und den letzten Kräften das Unentschieden gegen die bunten Kicker.

Auf Seiten von Orange stachen Sebastian, der immer wieder den Spielaufbau ankurbelte; der abgeklärt und mit sehr niedriger Fehlerquote spielende Sascha sowie der schon erwähnte Jan durch seine starken Reflexe im Kasten, heraus. In der subjektiv etwas enttäuschenden bunten Mannschaft gefiel Schlikkes durch seine wie gewohnt elegante Spielweise sowie Maik, der einige Male nur durch unfairen Einsatz vom Ball getrennt werden konnte und so etliche Freistöße für sein Team erkämpfte.

Der Apres Kick in der gut gefüllten Auszeit sah 2 Lager: Die Hälfte unserer Truppe orderte Weißbier, welches gut mundete. Die andere Hälfte hatte sich für das Bier des hallennamensgebenden Unternehmens entschieden, wobei offenbar der zuständige Braumeister nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Nebenbei konnten Regina Halmich, die noch immer perfekte Fönfrisur von Wolfgang Feiersinger sowie die fußballgöttliche Grätsche von Jürgen Kohler gegen Eric Cantona im CL-Halbfinale 1997 im TV bewundert werden.