Montag, 28. Januar 2008

Hallenfußball regional: Tag des Grauens

Der geneigte Leser unserer kleinen Seite wird es schon bemerkt haben, der allwöchentliche Spielbericht kommt diese Woche mit einiger Verspätung. Der Grund für diese ungewöhnliche Verzögerung besteht in der Frustration des Autors. Nach zweiwöchiger Pause freute ich mich auf einen netten Fußballabend, der aber durch die eigene – ich würde schon fast sagen – diabolische Leistung gefühlsmäßig eingeschränkt wurde. Ich kann mich nur für die Performance entschuldigen. Das war die Konstellation:

Mehr: Stephan – Sascha – Nick – Matthias – Jan – Marco

Weniger: Dirk – Torsten – Schlikkes – Stefan – Tommer

Viel gibt es zum Spiel nicht zu sagen, außer das Mehr eine fast totale Dominanz aufbaute und Weniger es nur in den besten Phasen schaffte überhaupt mitzuhalten. Weniger mangelte es einfach an genügend Kreativkräften. Weiterhin musste die Mannschaft mich als Totalausfall verkraften, was bei einem Mann weniger doppelt ins Gewicht fällt. Ich möchte dazu eigentlich auch nicht viel mehr Worte verlieren und nur darauf hinweisen, dass jeder die Chance hat, im Kommentarfeld seine Meinung Kund zu tun.

Der Aprés Kick fiel dann auch ins Wasser, da die Auszeit schon geschlossen hatte. Eine kleine Restgruppe verlief sich noch ins „Rackwitz“, um dort auf Sebastian zu stoßen. Es wurde dann noch sehr entspannt über gute und schlechte Ärzte debattiert, sowie über die Frage was man bei bremsenden Fahrern auf dem Beschleunigungsstreifen am besten tun sollte.

Samstag, 19. Januar 2008

Hallenfußball regional: Mehr und Weniger Weltklasse

Der heutige Spielbericht vom gestrigen Hallenfußballschlager Mehr gegen Weniger bleibt in gewisser Weise unvollständig, da Ihr verehrter Berichterstatter leider nur die letzten 30 min dieser hochklassigen Partie miterleben konnte. Wie gerade erwähnt spielte Mehr mit 6 Spielern gegen Weniger mit 5 Mann.

Mehr: Dirk – Sascha – Jan – Clemens – Mike – Schichti

Weniger: Stephan – S.Schilk – Schlikkes – Nick - Torsten

Der nun folgende Spielbericht kann daher leider nur die letzten 30 min wiedergeben. Ihr ergebener Beobachter betrat den Ort des Geschehens beim Stand von 3:2 für Mehr. Recht schnell wurde die Taktik beider Teams klar. Mehr machte das Spiel, Weniger versuchte zu Kontern. Doch Weniger überzeugte durch gute Abwehrarbeit, sehr gute Torwartleistungen und ein schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff. Doch auch Mehr wusste zu gefallen, der freie Raum wurde immer wieder gut genutzt, der Ball lief flott durch die eigenen Reihen und außer Saschis obligatorischen, kritischen Bemerkungen konnte man nicht meckern. Dem unbeteiligten Zuschauer zeigte sich ein schnelles und passgenaues Spiel, wie wir es lange nicht mehr gesehen hatten. Alle Spieler schienen durch das hohe Niveau angestachelt, noch mehr aus ihren Körpern herauszuholen. Allerdings musste man mit zunehmender Spielzeit feststellen, dass Weniger mit dem Defizit im Bereich Humankapital zu kämpfen hatte. Mehr und mehr drängte Mehr und nach einigen vergebenen Chancen sollte es dann bald klingeln. Der Vorsprung konnte ausgebaut werden auf 5:2. Doch Weniger steckte nicht auf. Der pfeilschnelle Stephan lieferte sich fantastische Duelle mit der Abwehr von Mehr. Zumeist überspurtete er einen Gegenspieler, um dann aus 10, manchmal auch aus 15 Metern mit seinem furiosen linken Fuß abzuziehen. Leider fehlte im dabei ein bisschen das Schussglück. Er traf allein zweimal den Pfosten. Auf der anderen Seite spielte Mehr immer wieder Powerplay. Besonders bei Mike, Clemens und dem sehr guten Dirk liefen die Bälle flott. Clemens tat sich allerdings sehr schwer, auch 1000% Chancen zu verwerten. So schob er am fast leeren Tor die Kugel lang vorbei. Nur einige Minuten machte er es aber besser und spielte den Torwart aus um dann genüsslich einzunetzen. Das Tor des Tages erzielte aber Schichti, der sich an der Mittellinie den Ball schnappte, allein auf den herauseilenden Stephan zu rannte, und dann den Ball über ihn ins Tor lupfte. Bei diesem Tor kamen mir fast die Tränen. Am Ende siegte Mehr mit 8:4, sicherlich verdient, wobei beiden Mannschaften Respekt für diese Leistung gebührt.

In der Kabine musste ich aber erfahren, dass vor meinem Eintreffen das Spiel weniger hochklassig gewesen sein soll, doch das können wir hier nicht weiter bewerten. Eigentlich könnte somit jeder zum Spieler des Tages nominiert werden und weil das Spiel soviel Spaß machte wird es auch so geschehen. Jedoch einige Tipps für den Wähler sollen hier gegeben werden. Überragend waren Stephans fantastische Sololäufe bei Weniger, Dirks Auge bei Mehr und Schichtis Tor. Aber auch alle anderen Spieler wussten zu gefallen. Daher haben sie heute, geneigter Leser, die Qual der Wahl.

Der Apres-Kick, mal wieder in der Auszeit wurde genutzt, um den spannenden Geschichten unserer Australien Abenteurer, Jan und Schlikkes, zu lauschen, die allerlei nützliche Informationen Preis gaben, so beispielsweise; welcher Biermarke kann ich Down Under vertrauen, wie verhalte ich mich im Monsun und warum man das Dummquatschen in deutscher Sprache nicht übertreiben sollte.

Samstag, 12. Januar 2008

Hallenfußball regional: Einbahnstrassenfußball aus dem Lehrbuch

Das neue Jahr ist da. Und damit auch schon das zweite Spiel 2008! Ja, richtig gehört, schon Spiel Nummer 2. Letzte Woche muss es wohl so schlecht gewesen sein, dass sich niemand dazu bereit erklärte, auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Nun gut akzeptieren wir das und schauen, was sich gestern zutrug.

Zu Beginn die gute Nachricht: viele Teilnehmer, 16 an der Zahl, was dann auch gleich zu Diskussionen über einen ordentlichen Ablauf des Spieles führte. Stichwort: 2 oder 3 Mannschaften. Das erinnerte an das Interview mit Atli Edvaldsson, den isländischen Bundesligaspieler der 80er Jahre, der in seiner Jugend auch immer große Probleme hatte in der Halle zu spielen. Das lag daran, dass es in Island nicht viele Hallen gab und über das Wetter im Winter dort oben muss man kein Wort verlieren. Also spielten 60 Mann in der Halle, in jeweils 4:1 Mannschaften. Da war es schon ein Hochgenuss überhaupt gegen den Ball zu treten, so Etvaldsson (das ganze Interview findet sich recht unter den Links). Aber solche Verhältnisse herrschen bei den Freitagskickern noch lange nicht. Man einigte sich auf die wohl angenehmste Lösung: zwei Teams zu acht Mann, die jeweils einen Auswechsler stellen, bei fliegenden Wechsel. Folgende Aufstellungen wurden getroffen:

Bunt: Torsten – Oerdie – Sebastian – Sascha – Stephan – Tommer – Nick – Anton

Orange: Dirk – Burkhart – Mike – Marco – Jan – Robert – Robert (FdStephan) – Falk

Damit kommen wir zum Spiel: Gäbe es ein Fußballlehrbuch, das eine Beispiel - DVD beinhalten würde und gäbe es dabei das Kapitel Einbahnstrassenfußball, so könnten viele Szenen des gestrigen Spiels aufgenommen werden. Der geneigte Leser bemerkt: hier muss ein einseitiges Spiel vorgelegen haben, und so war es auch. Bunt dominierte nach belieben. Nicht während des gesamten Spiels, aber doch zu sehr großen Teilen. Das Endergebnis lautete 14:4, was den Spielverlauf auch fast widerspiegelt. Bei Bunt klappte sehr viel und Orange hatte auch ein bisschen Pech. Den besseren Start hatte Bunt und konnte durch einen überragenden Anton, der die ersten drei Tore markierte schnell führen, so stand es nach ca. einer halben Stunde schon 5:0. Das Spiel beruhigte sich dann ein bisschen. Durch die vielen Mitspieler kam es auch nicht zu zahlenmäßig vielen Chancen, wenn aber welche vorhanden waren, dann zumeist bei Bunt. Die wenigen Möglichkeiten von Orange blieben zumindest in der ersten Spielhälfte ungenutzt. Erst ein schwerer Fehler im Mittelfeld führte zum ersten Treffer für die Oranje, bei dem Torhüter Tommer nichts machen konnte, als Burkhart nur noch einschieben musste. Doch das drehte das Spiel nicht.

Entscheidend für den Verlauf des Spiels, war die sehr gute mannschaftliche Geschlossenheit bei Bunt. Keine Schwachstellen waren da zu bemerken. Die Abwehr funktionierte über weite Strecken vorbildhaft, zumeist glänzend dirigiert von Oerdie, der trotz Verletzung noch mit gutem Stellungsspiel zu überzeugen wusste. So war es auch möglich, Oranjes gefährlichste Waffe, Dirk unwirksam werden zu lassen. Im Spielaufbau bei Bunt konnten Sebastian und Torsten Akzente setzen und im Sturm krönte Anton seine herausragende Leistung mit 5 oder 6 Toren, wobei auch Nick durch seine schnellen Vorstöße zu gefallen wusste. Bei Orange kamen sicherlich einige Komponenten zusammen, die eine solche Niederlage begründen, wichtig war wohl, das in der Halle, durch die hohe Anzahl von Spielern nur wenig Raum vorhanden war und so ein ungenaues Zuspiel zumeist schon den Angriff zunichte machte.

Als Spieler des Tages sollen hier Anton, Oerdie, Nick, Torsten und Sebastian vorgeschlagen werden, bei Orange konnte noch am meisten Robert (FdS) überzeugen.

Der Apres Kick fand diesmal im Bärenzwinger statt, der eine gute Alternative zur Auszeit bot, da an jener Stelle die Eislöwen Fans ihren Heimsieg gegen Leipzig feierten. Bei Feldi und Weißbier wurden wieder allerlei Themen besprochen und Jürgen Klinsmann für untauglich als Bayern Trainer gehalten.

Montag, 7. Januar 2008

Hallenfußball regional: Torreich ist nicht gleich hochklassig!

Der letzte Kicktermin des alten Jahres (28.12.) war mit nur neun anwesenden Freitagskickern gleichzeitig der am spärlichsten besuchte seit dem Umzug in die neue Halle. Hervorgehoben werden soll an dieser Stelle deshalb der mannhafte und vorbildliche Einsatz von Maik, Burkhard und Anton, die trotz einer direkt im Anschluss ans Kicken durchzuführenden Autofahrt in die französischen Alpen noch am Spiel teilnahmen (und damit den Termin überhaupt erst retteten).

Orange: Sebastian, Burkhard, Anton, André
Bunt: Stephan, Maik, Sascha, Daniel, Clemens

Spielanalyse: Orange begann forsch und konnte gegen die noch völlig unorganisierte Abwehr von Bunt durch 3 sehenswerte Treffer von Anton eine schnelle 3:0 Führung herausschießen. Danach sammelte sich Bunt und nutzte die Überzahl und die aufgrund der geringen Spieleranzahl vorhandenen Räume gut aus und erzielte geduldig Treffer um Treffer. Bis etwa zur 35. Minute konnte Orange das Spiel recht offen gestalten (4:4), danach setzte sich Bunt ein ums andere Mal eiskalt durch und gewann schließlich mit dem rekordverdächtigen Ergebnis von 18:10 (oder so…).
Bunt kam dabei entgegen, dass bei Orange Moral und Wille zu einer zünftigen Abwehrschlacht fehlten, stattdessen verfolgte die Mannschaft während des gesamten Spielverlaufs ein offensives taktisches Konzept, allerdings ohne Netz und doppelten Boden. Bunt antwortete mit einer klugen Kontertaktik, die letztlich gut aufging und eigentlich nie wirklich Spannung aufkommen ließ, auch wenn sich Orange bis zuletzt nicht aufgab.
Insgesamt war das Spiel etwas fad, es fehlte insgesamt an Klasse, Spannung und vor allem an mehr Spielern. Trotz der vielen Tore war die Chancenauswertung grottenschlecht, beinahe jeder Spieler (Ausnahme: Anton) versäbelte mindestens einmal allein vorm leeren Tor.

Hervorheben kann man bei Bunt Stephan, bei Orange Anton, bei beiden Mannschaften den Chancentod.

Wie immer gab es einen Apres-Kick in der Auszeit. Dieser war Klein aber Fein und wurde nur von Sascha und André bestritten. Als Neuerung gab es dafür diesmal einen Pre-Kick, ebenfalls in der Auszeit, wobei aufgrund eines Missverständnisses zwei Spieler von Orange je 2 Freiberger „Sturzbier“ zu sich nahmen. Wohl bekomm´s und Guten Rutsch!