Montag, 24. Dezember 2007

Frohe Weihnachten

An alle Leser dieser Seite, Freitagskicker und Sportfreunde ein wunderschönes Weihnachtsfest. Möge der gute Weihnachtsmann viele Geschenke aus dem Bereich Sport für Euch abgeben.

Samstag, 22. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Last Christmas gab es noch Glühwein

Eine Weihnachtsfeier ohne Glühwein ist für viele, wie ein Fußballspiel ohne Tore; ernüchternd. Diese Problemlage erschütterte gestern die Freitagskicker. Nicht das unser, über einige Strecken durchaus ansehnliches Spiel, torarm gewesen wäre (ganz im Gegenteil), es mangelte aber der traditionellen Weihnachtsfeier an Teilnehmern und vor allem an Glühwein. Aber kommen wir zunächst einmal zum eigentlich wichtigen Teil, dem gestrigen Spiel. Es sollte das Torreichste der letzen Wochen werden, gleichzeitig wurde es auch durch einen Spielertausch ein durchaus Spannendes. Es begann mit folgenden Mannschaften:

Bunt: Stephan- Dirk- Jens- Nick- Sebastian- Robert – Stefan

Orange: Otto- Sascha – Anton – Tommer – Mathias – Roland

Damit waren beide Partien zufrieden, wobei insbesondere Stephan auf die Stärke seines eigenen Teams hingewiesen hatte. Und er sollte Recht behalten. Bunt begann schwungvoll und nutzte die qualitative Überlegenheit gut aus. Schnelle Gegenstöße und gute Kombinationen führten zur 2:0 Führung, die von Otto mit einem fulminanten Distanzschuss wieder verkürzt wurde. Trotzdem blieb Bunt etwas besser, wenngleich Anton mit seinem überragenden Einsatz und einem feinen Kopfballtreffer nach Vorlage von Sascha und Otto mit seiner Erfahrung gut dagegenhielten. Als Bunt zum 6:2 erhöhte, wurden aber Konsequenzen gezogen und ein Spielertausch vorgenommen. Dirk kam zu Orange und Sascha wechselte dafür zu Bunt. Sofort wendete sich das Blatt, Bunt zog sich zu weit zurück und Orange konnte nadelstichartig immer wieder empfindlich die Defensive der Bunten reizen. Das führt auch recht schnell zu Toren. Roland blies zur Aufholjagd durch einen sehr sehenswerten Kopfballtreffer. Alles schien darauf hinauszulaufen, das Orange mit der Achse Dirk – Otto doch noch gewinnen kann, denn es stand schon 7:6. Doch Stephan als energischer Antreiber und Verteidiger bewahrte die Bunten vor Schlimmeren. Die Orange Dominanz wurde weiter verlangsamt, als man nacheinander Dirk und Otto ins Tor stellte und noch viel zu offensiv agierte. Schnell kassierte man vier Gegentore und Bunt schien uneinholbar. Die Schlussoffensive von Orange brachte zwar noch einige gute Spielzüge, doch Mängel im Abschluss und eine solide Defensive bei Bunt ließen keinen Sieg für Oranje mehr zu. Am Ende gewann Bunt nicht unverdient mit 11:9.

Herausragende Spieler waren einmal mehr Dirk, der in beiden Teams vollkommen überzeugen konnte und seine Klasse immer wieder unter Beweis stellte. Auch Otto wusste durch sehr solide Abwehrarbeit und gefährlichen Tempovorstößen zu gefallen. Stephan war sicherlich der stärkste Mann bei Bunt, aber auch Jens muss erwähnt werden, wie auch Nick.

Die anschließende Weihnachtsfeier sollte nicht in der Auszeit abgehalten werden, sondern auf neutralem Boden. Dirks Vorschlag für das CM konnte sich letztendlich doch nicht durchsetzen. Nach intensiver Beratung einigte man sich auf den Bärenzwinger. Doch nahmen den Weg dorthin leider nicht alle Freitagskicker auf. Die restlichen 7 Teilnehmer mussten auch noch den bedauernswerten Schicksalsschlag erleben, dass der Glühwein im ehemals besten Dresdner Studentenclub ausgetrunken war und man auf Bier umsteigen musste, während Roland den Bionade Konsum ankurbelte. Das Rahmenprogramm wurde allerdings hervorragend gewürzt durch Saschas anschaulichen Report, der beinhaltete wie er die Politelite aus Sachsen und Tschechien ausbuhte. Er bekommt daher an dieser Stelle auch das Privileg sich als weihnachtlichster Spieler des Jahres 2007 zu bezeichnen, war er doch auch der Einzige, der warmen Glühwein in der Thermoskanne mit sich führte (die allerdings im Auto vergaß).

Als letztes sei daran erinnert, das eine Hallenbenutzung auch in der kommenden Woche möglich ist, allerdings müssen sich noch Mitspieler finden. Abschließend sei noch allen Freitagskickern ein wunderschönes Weihnachtsfest gewünscht.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Freitagskicker letztmalig dieses Jahr

Am Freitag ist es soweit, der Jahreshöhepunkt kommt, das letzte Spiel vor Weihnachten! Wie immer, werden wir versuchen auf technisch hohem Niveau zu spielen, um anschließend, dass Glühweinlevel anpassen zu können. Dafür fehlen noch Vorschläge für geeignete Locations. Bitte macht Euch ein paar Gedanken, den leider können wir ja nicht mehr die Halle als Austragungsort benutzen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Hallenfußball Regional: Relativierung der schönen neuen Zeiten und Aufruf zur Pünktlichkeit hat teilweise gefruchtet

Schöne neue Zeiten mit Leibchen? Nun gut das klare Ergebnis mit 6 oder 7:1 im ersten Spiel relativiert diese Aussage. Aber andererseits war das 2. Spiel mit gleicher Besetzung relativ ausgeglichen, verstehe wer will. Na ja nicht umsonst begreift die Relativitätstheorie kaum ein Schwein.

Bevor ich zum Spielbericht komme noch ein paar Worte zur Pünktlichkeit die zu Recht und erfreulicherweise auch mit Erfolg von Schlikkes angemahnt wurde. Punkt 21:30 Uhr standen immerhin 12 Spieler auf dem Platz. Einige Spieler haben sich diesen Aufruf so zu Herzen genommen, dass diese bereits weit vor 21:15 Uhr in den Kabinen waren und sehnsüchtig auf den Anpfiff warteten. Aber negativ dabei aufgefallen sind 2 Spieler, die trotzt des patriotischen Appells zur Pünktlichkeit 15 min. zu spät kamen und den Spielfluss- und Laune besonders bei Orange je unterbrachen. Ich hoffe dies wird eine Ausnahme bleiben!

Zum Spiel: Es traten an: Bunt gegen Orange:

Bunt: Mike, Sebastian, Otto, Jan, Stefan (glaube ich), Daniel (glaube ich), Burkhard (ab 15. min.)

Orange: Dirk, Sascha, Schlikkes, Fried, Matze, Falk (glaube ich), (Torsten (ab 15. min.)

Ich bitte um Berichtigung, wenn die Namen falsch sein sollten!

Die ersten 15 Minuten waren relativ ausgeglichen mit leichten Vorteilen bei Bunt, die sich mit einem Spieler aus der Landesliga (Otto) verstärken konnten, dessen Ballsicherheit und Abwehrstärke, also dessen Präsenz (Aura) doch deutlich für den Gegner zu spüren war. Nichtsdestotrotz stand es bis zur 15. Minute, bis eben die bereits angesprochenen Nachzügler kamen, noch 0:0. Burkhard ging zu Bunt und Torsten zu Orange. Von diesem Zeitpunkt an drehte plötzlich Bunt auf und Orange lies vor allem in der Abwehr ebenso stark nach. Nach einigen unerklärlichen und unfassbaren Abwehrfehlern konnte Bunt schnell in Führung gehen. Orange versuchte immer wieder auf das gegnerische Tor mit aller Gewalt anzurennen und verlor dabei all zu oft den Ball und lief ins offene Messer, das vor allem Otto hieß und der immer wieder schnelle Konter einleitete, der den Rückstand für Orange immer unerträglicher gestaltete. Hinzu kamen wie bereits angesprochen dillethantische Abwehrfehler, die den Gegner regelrecht einluden Tore zu schießen. Nach dem 6 oder 7:1 (ich weiß nicht mehr das Ergebnis und will mich eigentlich auch nicht mehr daran erinnern) war Orange äußerst demotiviert und so kam es in der ca. 55. Minute zum Spielabbruch mit dem Ergebnis, dass die Seiten getauscht wurden und mit 0:0 wieder neu begonnen wurde. Auf eine endgültige Demütigung, die Teams neu zu mischen, ließ sich Orange aber nicht ein. Der Stolz von Orange war trotz der hohen Niederlage nicht gebrochen.

Mit nun umso größerer Motivation und stolz geschwellter Brust nahm Orange die Herausforderung an und wollte Bunt nun zeigen welches Fußballerherz wirklich in ihnen steckt. Mit neuer Taktik, das Spiel aus einer sicher stehenden Abwehr heraus ohne Hurrafußball gestalten, begann Orange … trotzdem nicht all zu gut. Man ging relativ schnell wieder mit 2:0 in Rückstand und jeder glaubte es geht so weiter wie zuvor, aber da hat Bunt falsch gedacht. Mit ausgesprochen kämpferischer Leistung und mit dem unbändigen Willen zum Sieg ausgestattet gab Orange Alles und drehte das Spiel noch zu ihren Gunsten. Nach dem Anschlusstreffer von Sascha drehte Dirk wie von der Tarantel gestochen (oder waren das sogar Amphetamine?) auf und schoss durch 2 wunderbare Alleingänge 2 Tore zur 3:2 Führung. Dem folgten wie zu erwarten war wütende Angriffe der Bunten, die dich aber an der nun immer sicherer stehenden Abwehr von Orange die Zähne ausbissen. Orange gelangen somit ein ums andere Mal gute Konter, die aber am Ende keine so rechte Durchschlagskraft entfalteten, so scheiterte vor allem der am Ende etwas unglücklich agierende Torsten aber auch Sascha am eigenen Unvermögen beim Torabschluss, so wurde die Schlussphase nur unnötig spannend gehalten. Aber durch eine wahre Abwehrschlacht und einer guten kämpferischen Leistung konnte Orange das 3:2 um die Runden bringen und das 2. Spiel des Tages für sich entscheiden. Man möge mir verzeihen, dass ich nicht mehr weiß wer im einzelnen die Tore geschossen hat, vor allem bei Bunt. Wer es noch weiß kann diese Information noch in unser Forum herein tragen.

Der Apres Kick verlief wie gewöhnlich sehr unspektakulär und brachte nur ein erwähnenswertes Ereignis hervor. Aufgrund einiger unqualifizierter Kommentare gegenüber der netten Kellnerin fiel Fried leider negativ auf. Aber die Situation konnte von einigen erfahrenen Apres Kick Teilnehmern noch gerade so gerettet werden. Eine Eskalation konnte abgewendet und somit ein Lokalverbot vermieden werden.

Achtung! Nächste Woche am 20.12. ist eine kleine Apres Kick Weihnachtsfeier angedacht, in einer Kneipe unserer Wahl, wo wir bei einem Bier besinnlich noch einmal das Fußballjahr 2007 Revue passieren lassen können.

Samstag, 15. Dezember 2007

Spielbericht gesucht

Liebe Lesergemeinschaft. Leider wurde ich gestern auf dem Flughafen in Tegel aufgehalten, weshalb ich nicht der Bürgerpflicht des freitäglichen Fußballhalali nachkommen konnte. Deshalb kann es von mir diesmal keinen Spielbericht geben (ich war ja einfach nicht da). Vielleicht erbarmt sich ja ein Teilnehmender.

Montag, 10. Dezember 2007

Spielbericht zu Real Madrid – Santander und Barça – Espanyol in einer portugiesischen Bar in Madrid

Madrid bietet viel: Kultur, Musik, Szene, das spanische Leben im Allgemeinen und natürlich Sport. Es ist immerhin eine der wenigen Städte die ich kenne, die drei Mannschaften in europäischen Wettbewerben vertreten hat: Real in der Champions League, Atletico und Getafe (ich wage mir, den Vorort mit dazu zu zählen) im UEFA Cup. Eigentlich wollte ich mir ja diesen Madrid Aufenthalt einen Ausflug zu Atletico gönnen und die rot-weißen Recken um Sergio Agüero gegen die schottischen Rotbuchen aus Aberdeen ansehen, aber leider bekam ich Fieber und konnte mir die 25 Euro sparen.
Einige Tage später ging es mir aber - pünktlich kurz vor meiner Heimreise - wieder besser und ich hatte die große Freude an meinem letzten Abend in Madrid, noch mal was Feines zu essen. Dafür ging es zum Portugiesen Nino Ferreira in Chamberí, einem wie ich finde ausgezeichneten Laden (Adresse kann bei mir gern nachgefragt werden). Dort wurde ich trotz 2-jähriger Abwesenheit und vollkommener Unkenntnisse der Muttersprache des Wirts mit Handschlag begrüßt und richtigerweise als Deutscher identifiziert. Bei Nino war es schon ordentlich voll, wie immer am Samstagabend um diese Zeit. Die Hälfte der mehrheitlich männlichen Barbesucher starrte unter reger verbaler Kommunikation auf den Fernseher der zu meiner persönlichen Freunde gerade Fußball übertrug. Es lief Real Madrid gegen Santander und Real führte zur Freude der Gäste 2:0.

Da kein Tisch frei war und Nino erst anfangen musste, irgendwie Platz zu schaffen (er versprach in 15 Minuten könnten wir sitzen), nutzte ich die Gelegenheit ein Bier zu bestellen und es denn anderen Spaniern gleichzutun. Was man sehen konnte war ein recht abgeklärtes Madrid, halbwegs erholt von der Pleite gegen Bremen. Raul hatte dann auch einen Freistoß in fast zentraler Position, vielleicht 20 Meter vom Tor entfernt. Er schoss und traf. 3:0, der Reporter im Fernsehen überschlug sich stimmlich vor Freude. Dabei war das Tor zu 50% Santanders Torwart anzukreiden der seine Mauer die Eckfahne decken ließ und dann vergeblich versuchte den halbhohen Ball, der noch nicht mal im Winkel war, sondern einfach an der Mauer vorbeischwebte, zu fangen. Na ja gut, was soll man machen. Nino bekundete sofort sein Missfallen. Er ist Atletico Fan und bezeugt dies eindrucksvoll durch einen Ring an seiner rechten Hand. Der überwiegenden Mehrheit der Besucher war dies egal und freute sich mehr oder weniger laut. Kurz danach feine Stafette von Santander, die Real Verteidiger laufen hinterher und 3:1. Und jetzt begriff ich warum meine Freundin Real so hasst. Der Kommentator im Fernsehen erfror fast stimmlich, ein weitaus ansehnlicherer Treffer und er bemerkte das, was eh jeder gesehen hatte; „Goal“. Ich hätte nicht gedacht, dass man so parteilich eine im ganzen Lande ausgestrahlte Partie kommentieren kann. Meine Freundin bemerkte das wäre hier typisch, die Barbesucher blieben still wie der Fernseher und Nino freute sich. Das Spiel endete 3:1 ohne mich wirklich weiter mitzureißen.

Wir bekamen Sitzplätze und ich konnte mich strategisch günstig Richtung Fernseher setzen. Als Nino mir mein zweites Bier und die ersten Tapas brachte, begann dann auch der Höhepunkt des Abends; die Übertragung von Espanyol gegen Barça. Die Real Fans hatten inzwischen den Laden verlassen und wurden von anderen Barbesuchern ersetzt, die weniger interessiert in die Ferne sahen. Der Kommentator im TV war Andrés Montes, ein in Spanien höchst umstrittener Mensch, da er - sagen wir mal - eher unorthodox seine Spiele begleitet. So wurde er während der WM in Deutschland berühmt, da er in den Spielen zu erklären begann, welche deutsche Delikatesse er gestern zum Abendbrot hatte und immer wieder „Salinas“ rief, den ehemaligen Nationalspieler Spaniens, der aber nur wenige Zentimeter neben ihm saß, da er sein Co-Kommentator war. Nun, ich kann nur soviel sagen, wenn der Mann spricht ist eine Bildstörung nicht so schlimm, der kommentiert jeden Pass im Mittelfeld als würde gleich das Elfmeterschießen beginnen.

Zurück zum Spiel: Barça begann stark und sehr druckvoll. Schon nach wenigen Minuten war es passiert; Messi nimmt an der Mittellinie den Ball, überspurtet 2 bis 3 Espanyol Spieler, geht in den Strafraum und dann dort bis zur Grundlinie und spielt quer durch die Zone den Ball auf Inesta, der ihn nur noch rein schieben braucht. Ich muss Andre wirklich Recht geben, Messi ist einfach Klasse, kein Wunder das Ronaldinho wieder nur auf der Bank saß. Den Rest der Halbzeit dominierte Barça das Stadtderby nach belieben, ohne aber Tore zu erzielen und man merkte die dachten da konnte nicht mehr viel passieren.

In der Halbzeit kam dann mein drittes Bier und Nino machte sich an den Videotext, um zu erforschen wie seine andere Lieblingsmannschaft spielte; Benfica. Leider haben sie 0:1 gegen Porto verloren und einige Bekannte des Barbesitzers konnten ihre Schadenfreude nicht verbergen; so sind sie die Madrilenen. Die 2. Hälfte brachte dann weiter überlegene aber langsam arrogante und ein bisschen müde wirkende Barça Kicker, die sich zunehmend dem Druck des Rivalen ausgesetzt sahen, darauf aber nicht so recht reagierten. Uns so passierte was passieren musste; das 1:1. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie es sich ereignete. Ich weiß nur Ronaldinho war seit einer Minute auf dem Feld. Barça musste jetzt noch mal aufwachen. Aber all ihre Bemühungen blieben vergeblich und Espanyol hatte durch eine taktisch clevere und kämpferisch gute Leistung einen Punkt gewonnen und ich hatte einen schönen Abend bei Nino Ferreira.

Daher mein Tipp, wenn ihr mal Samstag Abend in Madrid seit; in eine nette Bar setzen; Tapas essen und Fußball anschauen, was kann es schöneres geben…

Samstag, 8. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Premiere. Ergebnis wiederholt sich

Die schönen neuen Zeiten. Sie bringen spannende Spiele hervor und das nun schon wöchentlich. Die Einführung der orangen Leibchen zeigt, wenn dieser Vergleich erlaubt ist, Früchte. Auch gestern standen sich wieder zwei mehr oder weniger gleichwertige Teams gegenüber, jeweils sieben Mann, bei denen der Autor mal wieder den namentlichen Überblick verloren hat (ein weiteres Mal möchte ich mich hier demütig entschuldigen). Daher hier die Aufstellung, so gut es geht:

Orange: Torsten (CdM) – Stephan – Sascha – Mike – Anton (aka Mathias) – Robert - Tommer

Bunt: S. Schilk – Schlikkes – Dirk – Sebastian – Daniel – Nick – Mir unbekannter Freund des Mike (MuFdM)

Leider konnte die Partie nicht rechtzeitig angepfiffen werden, was mehrere Gründe hat. Zum ersten schleicht sich langsam eine gewisse Unpünktlichkeit bei einigen Spielern ein, zum anderen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Toraufstellungskommando der Halle etwas an Enthusiasmus verloren hat. So begann das Spiel gegen 21:45 Uhr und sofort machte Bunt Druck. Zwar hatte Orange den höheren Anteil am Ballbesitz, Bunt verlagerte sich jedoch schnell auf Konter, gut vorgetragen von Dirk, Nick und MuFdM. Rasch führten solche Konter auch zu Toren. Insbesondere das 0:2 bleibt mir als Torwart in Erinnerung, nutzte doch Dirk ein Loch in der Verteidigung aus und kam gemeinsam mit Nick in Höhe Strafraum. Dieser haute dort mit grandioser Schusstechnik den Ball in den Winkel. Selbst ein Teufelsreflex hätte hier nichts mehr ausgerichtet. Nach den zwei schnellen Toren beruhigte sich das Spiel wieder ein wenig, Orange stand sicherer in der Abwehr und Bunt tat es ihnen gleich. Orange im Bemühen das Spiel zu machen, scheiterte immer wieder an der von S. Schilk gut organisierten Abwehr oder am endlosen Quell an neuen guten Torhütern der Mannschaft. Aber auch eigenes Versagen gesellte sich dazu. Erst nach einer Stunde sollte der Anschlusstreffer zum 1:2 fallen, geschossen vom mit großem Engagement auftretenden Anton. Immer wieder versuchte Orange nun gefährliche Aktionen aufzuziehen, wobei sich insbesondere Torsten als Spielgestalter und Organisator hervor tat. Dabei kam es aber immer wieder zu sehr gefährlichen Kontern von Bunt, die aber ebenso vergeben wurden. Erst eine Ecke führte zum nächsten Tor. Diese wurde von Orange geklärt, führte aber zu einem sehr gefährlichen Nachschuss, den Robert, als Torwart, nur prallen lassen konnte. Dirk konnte Tommer enteilen (der geistig wohl schon in der Auszeit war) und erzielte das 1:3. Doch Orange steckte nicht auf und konnte diesen Rückstand eine Viertelstunde vor Schluss innerhalb weniger Minuten ausgleichen. Stephans Schuss zum 3:3 war ein weiteres Highlight der Partie, wohl auch weil er ihm abgerutscht ist. Die letzten Minuten wurden noch mal durch zwei rüde Fouls bemerkenswert, die jeweils mit Kopfschütteln und Freistoß geahndet wurden, Diskussionen blieben dazu jedoch glücklicherweise aus.

Insgesamt konnten wir einem spannenden Spiel beiwohnen, das zwar einiges Klein Klein beinhaltete, aber auch schöne Stafetten. Während Orange vielleicht etwas mehr Chancen hatte, konnte Bunt sicherlich die größeren Chancen auf ihrem Konto verbuchen. Das 3:3 geht in Ordnung.

Der Apres Kick wurde diesmal zügig durchgezogen, da sich große Teile der Teilnehmer nach einem Sturzbier verabschiedeten und die Gruppe somit aufgelöst wurde. Thematisch wurden noch die Gruppenausgaben des letzten Jahres besprochen, wobei Chefkoordinator Mike und Schatzmeister Sascha die Reglung dieser Aufgaben in traditionell souveräner Art und Weise bearbeiteten. Auch besprochen wurden Irritationen mit der Hallenverwaltung, welche davon ausgeht das unsere Spielzeit schon um 22:45 Uhr endet. Hoffen wir, dass es sich dabei nur um ein Missverständnis handelt.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sportzeitschriften im Test: Heute das FIFA Magazin

In einer neuen losen Folge wollen wir den schier unergründlichen Markt an Sportzeitschriften einmal näher unter die Lupe nehmen. Was lohnt sich zu lesen und was ist nur Bravo Sport.
Unser erster Test widmet sich dem Zentralorgan eines der bedeutendsten Sportverbände der Welt, der FIFA. Doch bevor wir lesen, erst ein paar technische Details:

Name

FIFA magazine.

Getestete Ausgabe

Dezember 2007

Seiten

82

Preis

€ 3,95

Das FIFA Magazin kommt in seiner Dezember Ausgabe mit großem Bild des jubelnden Chelsea Kapitäns John Terry auf der Titelseite daher (mit diesem Team gibt es ja auch für ihn noch Grund zur Freude). Schlagen wir das Hochglanzmagazin auf, so ist das erste was wir sehen können; der Blatter Sepp. Der Chef höchstselbst schreibt hier das Editorial. Das Beeindruckt erstmal, aber auch nur bis man die Zeilen gelesen hat. Da schreibt er unter dem Thema „Gleichgewicht“, was sich die FIFA so drunter vorstellt und man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass es sich hier um ein klares politisches Statement der Organisation handelt, der den geneigten Leser die richtige Position aufzeigen soll. Dem folgt das Inhaltsverzeichnis und man findet gleich die vier Schwerpunktthemen: Porträt von Terry, eine Geschichte zu den Boca Juniors, ein Bericht zur Frauen WM und unter der Rubrik „damals und heute“ ein weiteres Porträt – von Lajos Detari. Das klingt alles einigermaßen viel versprechend, zumal noch andere weniger augenscheinliche Artikel warten.

Was schon auf den ersten Seiten auffällt ist der löbliche Mangel an Werbung. Die dann doch noch auffindbaren Anzeigen sind exklusiv auch von den Hauptsponsoren des Verbandes.
Los geht es mit John Terry. Wie im weiteren Verlauf des Heftes folgend, wird jeder Artikel mit zahlreichen großformatigen Fotos begleitet, was optisch einen hübschen Eindruck macht, aber heute wohl als Standart zu bezeichnen ist. Die Fotos über Terry sind dann auch ganz nett, der Bericht okay, ein Starporträt halt. Dem folgt, aus Anlass der FIFA Klub Weltmeisterschaft ein Bericht zum "Mythos Boca Juniors". Die kurze Darstellung ist sehr interessant und wird unterstützt von zwei Sonderspalten zu den Themen Spieler- bzw. Trainerlegenden, alles was so ein Mythos halt braucht. Danach folgen noch Berichte zur Frauen WM (großer Erfolg für alle), zum Fußballwandervogel Mido (der ägyptischen Version von Ansgar Brinkmann), sowie zu Jozy Altidore, einen der jungen Nachwuchsstars der MLS (einer wie man zugeben muss in Europa vernachlässigter Liga). Nicht zu vergessen in der Rubrik „damals und heute“ Lajos Detari. Ihm kann man nach dem Studium der über seine Person verfassten Zeilen auch gern den Lothar Matthäus Ungarns nennen, so viele Klubs wie der Mann schon erfolglos trainiert hat.

Besonders ansprechend scheint ein weiterer Artikel zur spanischen Nationalmannschaft zu sein. Er stellt die Frage, warum die Iberer ständig Nachwuchstitel sammeln, aber bei großen Turnieren im Seniorenbereich regelmäßig versagen. Das scheint bisher die spannendste Angelegenheit. Jedoch sind die vorgestellten Begründungen nicht sehr erhellend. Ein Hauptargument ist der sehr hohe Anteil ausländischer Fußballer in der Primera Division, ein wenigstens zu denken gebendes Argument, jedoch führt hier jegliche Beweisführung ins Leere, da man sich gar nicht erst bemüht die aufgestellte Behauptung in irgendeinen Zusammenhang zu stellen. Man könnte ja annehmen, es würden ein paar Statistiken folgen, wie viele Ausländer in Spanien spielen, im Vergleich beispielsweise zu Frankreich oder Italien (zweifellos erfolgreicher als Spanien), aber man bleibt so schlau wie zuvor. Ein weiteres Argument wird im nicht vorhandenen Nationalbewusstsein - der in zahlreiche Regionen aufgesplitterten spanischen Nation - gesehen, aber auch das überzeugt doch nicht wirklich, insbesondere die Argumentation, dass fehlendes Nationalbewusstsein zu fehlender Leistung führt (dann würde Spanien ja auch nicht dauernd im Futsal gewinnen). Da müssen die deutschen Titel ja sehr verwundern, so sind wir ja auch nicht mit einem enormen Nationalbewusstsein gesegnet (höchstens unter der Hand), haben aber doch immerhin drei Weltmeisterschaften und ebenso viele Europameisterschaften ergrätscht. In einem Punkt kann man aber dem Autor folgen. Junge Spanier spielen auf einem erstaunlich hohem technischen Niveau, was sich im Jugendalter stärker ausspielen lässt, da man später mit größeren physischen Mitteln dagegen halten kann. Doch trotz dieses richtigen Ansatzes bleibt eine wirkliche Idee warum Spanien regelmäßig versagt aus, vielleicht kann man ja aber auch nach der nächsten EM die Sache einfach vergessen. Alles in allen; eine wirklich spannende Frage aus der man viel zu wenig gemacht hat, außer ein bisschen die gängigen Klischees zu schaukeln.

Auch lässt dies den Verdacht aufkommen, man will hier indirekt Werbung für das neue 6+5 Projekt (eine einheitliche Ausländerbeschränkung für alle Klubs) der FIFA machen. Diesen Makel wird das ganze Magazin nicht wirklich los. Immer wieder drängt sich das Gefühl auf, der Blatter Sepp und sein Politbüro haben alles selbst geschrieben. Am besten zeigt sich dies vielleicht in der Kategorie „Magazine Inside“. Hier kann man kurz zusammengefasst erfahren, wo es den Präsidenten in den letzten Wochen so alles hinverschlagen hat (u.a. auf Briefmarken, nach Asien oder zum Geburtstag des finnischen Verbandes).

Diese Perspektive hat aber auch ihre interessanten Seiten, so wenn beispielsweise der Report über die ersten Qualifikationsspielen für die WM 2010 berichtet, wie sich zutiefst unprofessionelle Nationen auf den Weg nach Südafrika machen (das Ziel aber nie erreichen werden). Das hat durchaus noch verträumte Züge des einfachen Fußballs in den Kinderschuhen. So ist das Mannschaftsfoto von Amerikanisch-Samoa eigentlich der wahre Knüller der ganzen Ausgabe. Dort tummeln sich beleibte Oldies mit ihren blutjungen Mitspielern, unter anderem einem 17-jährigen Torwartschlacks. Diese Mannschaft hält übrigens auch einen FIFA Rekord, nämlich den, der höchsten jemals erfassten Niederlage auf Länderspielniveau. Beim betrachten des Fotos kann man sich vorstellen, wie es zum 0:31 gegen Australien gekommen war.

Sehr gut ist auch die Kategorie Stadien, in denen ebensolche vorgestellt werden (in dieser Ausgabe: San Siro und Yokohama, dass man nicht gleich die Gelegenheit genutzt hat die „Bombonera“ von Boca vorzustellen finde ich aber schade). Wenngleich so etwas auch schon in anderen Fußballzeitschriften zu finden ist. Auch mit großem Interesse ließt sich das Interview mit Roberto Fontanarrosa, einem argentinischen Schriftsteller und Fußballkenner, der leider vor kurzem starb und dem Magazin eines seiner letzten Interviews gab. Für den Fan des Sammelns von Gegenständen, die man eigentlich nicht braucht, gibt es auch noch ein besonderes extra: zwei Schiedsrichterkarten, in den bekannten Farben gelb und rot. Genau das Richtige für den Hobby Referee.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass das FIFA Magazin eine wohltuend werbefreie Monatszeitung zum Thema Fußball ist, die mit ihrer recht einseitigen FIFA Perspektive sowohl anregende als auch enttäuschende Beiträge liefert. Dieser teilweise andere und etwas befremdlich wirkende Blick kann durchaus anregend wirken, da man was anderes als Standart geboten bekommt, wird aber sehr schnell abstoßend wenn man das Gefühl hat, nur offizielle FIFA Ideologie serviert zu bekommen.

Montag, 3. Dezember 2007

Weltfußballerwahl beendet: Kaka gewinnt

Unsere Alternativwahl zum besten Fußballer der Welt endete - wie beim Fachpublikum dieser Seite nicht anders zu erwarten war - mit einem Sieg des weltweit anerkannten Brasilianers Kaka vom AC Milan. Er gewann knapp vor dem von André hochgelobten Messi und unserer deutschen Kanone Klose. Für ihn sprach vielleicht der Heimvorteil.
Und so sieht der Endstand in Zahlen aus: Kaka 8 (32%), Messi 7 (28%), Klose 5 (20%), Drogba 3 (12%) sowie Cech, Lahm und van Nistelrooy je 1 Stimme (4%).
In unserer nächsten längerfristigen Umfrage wollen wir uns mit den unsymphatischsten Fußballern der Welt auseinandersetzen. Da fallen einem sofort einige italienische Namen ein. Für weitere Vorschläge steht Euch die Kommentar-Spalte offen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Hallenfußball regional: Umkämpftes Unentschieden

Wie jede Woche gaben sich auch an diesem Freitag die Freitagskicker in ihrer neuen Heimstatt „Freiberger Arena“ die Ehre. Dank der Multifunktionalität und Mehrgeschossigkeit der Arena konnte parallel zu unserem Match das Eishockeyspiel der Eislöwen gegen Weiden ausgetragen werden, welches die Dresdner Cracks mit 6:1 gewannen. Für die Freitagskicker gab es wieder eine kleine Premiere in der neuen Halle, zum ersten Mal seit dem Umzug endete eine Partie unentschieden, nämlich 3:3.

Orange: Sascha – Jan –Robert (Freund des Lehmi) – Anton – André – Sebastian
Bunt: Stephan – Stefan – Nick – Maik – Torsten E. – Schlikkes – Torsten (CdM, ab 20.)

Spielanalyse: Orange fand in den Anfangsminuten schneller ins Spiel und ging nicht unverdient durch eine gelungene Kombination mit 1:0 in Führung, im übrigen Andrés erstes Tor seit April! Doch Bunt zeigte sich vom frühen Rückstand nicht geschockt und konnte das Spiel in den Folgeminuten offen gestalten.

Nach etwa 20 Minuten wurde der Vorteil der Oranjes, in Jan und André mit zwei massiv glühweingedopten Spielern angetreten zu sein, durch die Hinzufügung des verspäteten Torsten (CdM) ins bunte Team ausgeglichen. Das Spiel blieb allerdings weiterhin recht zerfahren und umkämpft, beide Manschaften machten die Räume eng, das spielerische Niveau war nicht das allerhöchste. So gelang das etwas überraschende 2:0 von Orange durch Sascha nach einer Standardsituation auch erst nach gut 45 Minuten. Dieses Tor weckte nun doch die spielerischen Lebensgeister bei Bunt, die sich in der Folgezeit eine Vielzahl von Torszenen erarbeiteten, zunächst aber immer wieder am glänzend reagierenden Jan im Tor scheiterten.

Mit zunehmender Spielzeit fanden die Bunten immer häufiger die Lücken in der dicht gestaffelten und gut organisierten Verteidigung von Orange und konnten dies schließlich auch durch 2 Treffer (Schützen habe ich leider vergessen) zum zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich nutzen. Postwendend nutzte Sebastian einen der zunehmend seltenen Entlastungsangriffe von Orange und erzielte durch eine überlegte Einzelaktion mit Abschluss von knapp nach der Mittellinie die erneute Führung für seine Mannschaft.
In den letzten 20 Minuten spielte dann praktisch nur noch eine Mannschaft: Bunt. Mehr als der Ausgleichstreffer sprang in der spannenden Schlussphase allerdings nicht mehr heraus. Orange verteidigte erfolgreich mit hohem Einsatz und den letzten Kräften das Unentschieden gegen die bunten Kicker.

Auf Seiten von Orange stachen Sebastian, der immer wieder den Spielaufbau ankurbelte; der abgeklärt und mit sehr niedriger Fehlerquote spielende Sascha sowie der schon erwähnte Jan durch seine starken Reflexe im Kasten, heraus. In der subjektiv etwas enttäuschenden bunten Mannschaft gefiel Schlikkes durch seine wie gewohnt elegante Spielweise sowie Maik, der einige Male nur durch unfairen Einsatz vom Ball getrennt werden konnte und so etliche Freistöße für sein Team erkämpfte.

Der Apres Kick in der gut gefüllten Auszeit sah 2 Lager: Die Hälfte unserer Truppe orderte Weißbier, welches gut mundete. Die andere Hälfte hatte sich für das Bier des hallennamensgebenden Unternehmens entschieden, wobei offenbar der zuständige Braumeister nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Nebenbei konnten Regina Halmich, die noch immer perfekte Fönfrisur von Wolfgang Feiersinger sowie die fußballgöttliche Grätsche von Jürgen Kohler gegen Eric Cantona im CL-Halbfinale 1997 im TV bewundert werden.

Samstag, 24. November 2007

Hallenfussball regional: Schöne neue Welt

Nach den deutlichen Endergebnissen und meist einseitig geführten Partien der Vorwochen sollte dieses Mal nun Alles anders werden. Die neuen Leibchen eröffneten endlich eine Aufstellung, welche sich nicht halbautomatisch durch die eigens gewählte Trikotfarbe ergab und beendeten somit das Zeitalter des vorzeitigen Taktierens in der Kabine.

Orange: Burkhard – Jan – Stephan – Maik – KdM – Falk
Bunt: Nick – Stefan – Sebastian – Schlikkes – Sascha – Torsten – Dirk

Dem Team in den leuchtenden Leibchen war von Beginn an anzumerken, dass sie sich für diese Partie viel vorgenommen hatten. Engagiert und fest entschlossen spielten die Jungs um die Achse Burkhard, Stephan und Maik nach vorne doch scheiterten immer wieder am eigenen Unvermögen, dem Pfosten oder den überragenden Torhütern des Gegners. Die Katze Torsten und vor allem Sebastian standen souverän zwischen Pfosten und eiferten Ihrem Vorbild Sascha als ehemaligem Welttorhüter des Plauener Gymnasiums erfolgreich nach.
Völlig unverständlich in dieser Phase das Spiels war, das der technisch überaus versierte Burkhard mehrmals versuchte den soliden bunten Spielfluss durch Torschüsse, welche auf den Zuschauerrängen landeten, auseinander brechen zu wollen. „Das Runde muss ins Eckige“ war somit eine altbekannte Weisheit, welche in den ersten 45 Minuten nur von einem Team beherzigt wurde. Wenn im Ballbesitz, konterte Bunt meist schnell und genau bis in das gegnerische Tor und lag bald 6:1 in Führung. Viele wunderbare Doppelpässe und Ballstafetten waren Dank des kämpferischen Einsatzes aller Bunten, der leichten Überzahl und der mannschaftlicheren Geschlossenheit in dieser Phase spielentscheidend.
Das orange Team mokierte sich zwar immer wieder über den einen oder anderen Dusel der Gegner im Abschluss, doch glich sich dieser Faktor durch die beiden bunten Eigentore in der Schlussphase wieder aus. An ein „Aufstecken“ der „Oranjes“ war allerdings nicht zu denken. Sie gingen aggressiv (und fair) in die Zweikämpfe und versuchten die engen Räume in der gegnerischen Hälfte durch ihr Kombinationsspiel zu überbrücken. Letztendlich liefen sie dem Rückstand allerdings meist glücklos hinterher.

Für neue Zuversicht im Lager der Leibchenträger sorgte der spontane Transfer von Sascha nach knapp 60 Minuten, welcher im Vorfeld durch seine besonnene und engagierte Spielweise positiv aufgefallen war. Eine gute halbe Stunde war somit noch zu spielen - eigentlich genug Zeit, um die neugewonnene Überzahl auszunutzen.
Vom Endergebnis mit 9:5 (?) kann man allerdings ablesen, dass die guten Vorsätze nur bedingt umgesetzt werden konnten. Das bunte Team ließ sich zwar nun weit in die eigene Hälfte drängen doch ging sehr beherzt zu Werke, um möglichst viele der abgegeben Torschüsse abzublocken. Die eigenen Konter wurden zum Ende hin seltener doch reichten die wenigen Tore der Schlussphase um den Gegner ergebnistechnisch auf Distanz zu halten.

Aufgrund der mannschaftlich geschlossenen Leistung würde eigentlich das gesamte bunte Team die Nominierung zur MVP Wahl verdienen. Da dies nicht möglich ist – hier die Favoriten: der Pfosten & Sebastian. Bei den „Oranjes“ stach prinzipiell niemand offensiv spielerisch heraus. Falk als grundsolider Rückhalt sorgte dafür, dass sein Team den Anschluss nicht komplett verlor und steht somit ebenfalls zur Wahl.

Während des Apres Kicks in kleiner Runde wurde dank Premiere an vergangene Glanzzeiten des FC Bayerns erinnert, wobei die einfache Mehrheit allerdings zugeben musste sich nicht mehr genau erinnern zu können, dass der Olli im CL Finale von 2001 gegen Valencia drei Elfmeter gehalten hatte. Nun denn – das Bierchen hat trotzdem geschmeckt und verlieh allen Konsumenten eine angenehme Bettschwere.

Samstag, 17. November 2007

Hallenfußball regional: Wieder ein klarer Sieg

Immer wieder freitags. So auch diese Woche. Diesmal konnte der Start der Veranstaltung ordnungsgemäß durchgeführt werden, allerdings auch mit ganz leichter Verzögerung, da (ein Detail ist immer nicht in Ordnung) die Hallenuhr ausgefallen war. Ich kann mich nicht erinnern, dass so etwas je in unserer alten Halle passierte. Fluch der Technik.

Leider gab es auch keine gute Kunde von Steffen, der sich ja in einer unserer ersten Veranstaltungen so schwer verletzte. Er wird operiert werden müssen und wir alle hoffen, dass es ihm bald wieder besser geht, vielleicht wird es, in ferner Zukunft, mal wieder was mit Fußball.

Dann sollten die Spiele auch schon beginnen. Wie immer zwei Mannschaften, wie immer nach farblichen Muster, etwas heller gegen etwas dunkler. Das erste Spiel ging dann auch nur geschätzte 15 Minuten (nur Schätzung – Uhr funktionierte ja nicht), wobei Hell absolut überlegen war und sich eine 6:1 Führung herausschoss (das Gegentor resultierte nach Katastrophenrückpass von Sascha, den sich Jan noch katastrophaler ins eigene Netz legte). Allerdings muss noch erwähnt werden, dass Robert bei diesem Kurzspiel zwei sehr schöne Tore erzielte und im Sturm zu überzeugen wusste. Dann aber Abbruch, weil keiner eine so einseitige Partie wie letzte Woche wollte. Daher gab es leichte Veränderungen in der Aufstellung, die sich wie folgt ausdrückte:

Dunkel: Burkhard – Schichti – Stephan – Tommer – Sebastian – Marco - Schlikkes

Hell: Torsten – Dirk – Sascha – Jan – Robert – Daniel – Mitspieler, dessen Name ich leider vergessen habe (Sorry!)

Aber auch hier waren die Fronten relativ schnell geklärt. Torsten und Dirk rissen das Spiel an sich und konnten dadurch immer wieder ihre Mitspieler gekonnt in Szene setzen. Auf der anderen Seite hatte Dunkel dem nichts entgegenzusetzen, war zumeist einen Schritt zu spät oder versuchte immer genau die Aktion, die nicht so recht passen wollte. Das Endresultat von 6:2 für Hell ist vielleicht ein bisschen zu eindeutig, aber der Sieg geht vollkommen in Ordnung. Die verfinsterten Gesichter von Dunkel konnten mit ihrer Leistung einfach nicht zufrieden sein. Ganz klare Favoriten für die Wahl zum Mann des Tages sind Dirk und Torsten, ebenfalls zur Wahl stehen Robert, der zwei Tore schoss und eins vorbereitete und Burkhard der noch am besten in einer schlechten dunklen Mannschaft aussah.

Für nächste Woche soll dieses Farbschema endgültig durchbrochen werden, da Dirk neue Leibchen erworben hat. Diese sollen in Zukunft immer von einer wechselnden zentralen Person mitgenommen und gewaschen werden und somit nicht in die unerklärlichen Weiten der Sporttaschen verschwinden, wie es ihren Vorgängern passierte.

Zum Apres Kick kann man diese Woche nur sagen, dass das gemütliche Beisammensein danach, ein schlechtes Spiel schnell vergessen macht und neuen Mut für nächste Woche gibt.

Donnerstag, 15. November 2007

Uli Hoeneß und die Rolle der Fans

Der letzte Montag brachte einige interessante Statements hervor. Es war die Jahreshauptversammlung beim FC Bayern München angesagt. Wie fast jedes Jahr konnten wieder neue Rekordzahlen bekannt gegeben werden und das bayrische Selbstbewusstsein wurde, eventuell auch durch die ganz leicht unzufriedene sportliche Momentaufnahme, umso energischer gepflegt. Doch all das soll hier weniger interessieren. Ich möchte vielmehr auf eine kleine Wutrede von Uli Hoeneß eingehen, die den derzeitigen Konflikt im Profifußball recht gut wiedergibt. Wie kam es dazu?

Einige Fans bzw. Mitglieder monierten, dass die Stimmung in der neuen Allianzarena nicht mehr so gut sei, wie im alten Olympiastadion. Ob dies so ist, kann ich hier wirklich nicht beurteilen denn ich habe die Bayern weder dort noch da gesehen (eine Frage des Prinzips, als auch des Wohnorts). Ob die Stimmung aber in einem Multifunktionsstadion wirklich besser ist, als in einem reinen Fußballstadion kann ich nicht wirklich glauben. Aber darum geht es wohl nicht.

Ich glaube der Einspruch der Fans richtete sich eher gegen die vielen Business Seats des neuen Stadions, oder allgemeiner: gegen die zunehmende Kommerzialisierung ihres Sports, ihres heiligen Samstagnachmittagsrituals (das manchmal auch Freitag oder Sonntag stattfindet); dem Besuch im Stadion. Das Hoeneß auf diesen immer mal wieder gemachten Statement so emotional reagierte finde ich gar nicht mal so bedenklich, wie es teilweise danach dargestellt wurde. Beim Fußball wird es halt auch mal laut. Aber genau hier kommen wir doch zur entscheidenden Frage, wo ist Fußball noch Fußball, und wo verliert er sich im reinen Geschäft.

Der FC Bayern ist der, mit weitem Abstand, geschäftlich erfolgreichste Verein des Landes, und man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass sich das so schnell nicht ändern wird. Was viele Fans heute aber bedauern, so glaube ich zumindest feststellen zu können, ist die Veränderung des Spiels, oder genauer der Beobachtung und Zelebrierung des Spiels. Die zunehmende Diversifizierung des Zuschaueranteils (also die vielen neuen Kategorien von Zuschauerplätzen mit ihren großen finanziellen Unterschieden in den neuen Arenen) bringen einen scheinbaren Verlierer mit sich, den alten Stehplatzfan. In den 80er Jahren trug er Kutten, einige seiner Freunde kloppten sich als Hooligans und später wurde man zum Ultra. Sie sind die Leidtragenden der Umgestaltung vom „ganz normalen Verein“ (den es natürlich auch nicht in den 80ern gab) zum mittelständischen Unternehmen. Mit ihrer schwindenden finanziellen Bedeutung schwindet auch ihr Einfluss. Es ist allerdings dabei auch zu fragen, inwiefern dieser Verlust von einige Gruppen nur als Verlust wahrgenommen wird, oder ob er eigentlich gar nicht so existiert(e). Die Frage ist, ob man in den 80er Jahren mehr Einfluss auf den Verein hatte als heute. Klar waren die Zuschauer finanziell viel bedeutender, aber wo gab es denn mal einen Fanboykott der einen Verein in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht hätte. Zumal hier die Frage erlaubt ist, ob es denn wirklich ein Fan über das Herz bringen würde, dadurch seinem Team zu schaden.

Uli Hoeneß ist in den letzten Tagen wieder zurückgerudert. Zu katastrophal war die Imagewirkung seiner „Wutrede“. Denn am Ende werden auch die Bayern nicht mehr existieren, wenn keiner mehr zuschaut. Aus alledem kommen wir zu folgenden Problembereich: es stellt sich heute eine - scheinbar früher so nicht existierende - Frage; was bedeuten Fans für einen Verein? Dabei ist noch nicht mal wirklich klar wer als Fan bezeichnet werden kann und wer nicht. Die Entwicklungen und Umgestaltungen die sich in den letzten Jahren zuerst im Fußball, aber auch in anderen Sportarten getan haben sind äußerst rasant. Letztendlich wird man sich auch fragen müssen, wie der Fußball oder besser der Sport insgesamt in 20 Jahren ausschaut. Gibt es dann nur noch Extrempole; stille Business-Seat-Zuschauer bei den Champions League (oder Europaliga-) Klubs und prügelnde Hools auf regionalem Niveau?

All das sind Fragen, die uns in nächster Zeit weiter beschäftigen werden. Es wird dabei immer mal wieder Links auf der rechten Seite geben. Natürlich auch sehr willkommen sind Eure Anregungen oder Kommentare zum Thema.

Sonntag, 11. November 2007

Ein Fußballwochenende in Barcelona und Valencia – Gastbericht von André
Teil 2: Der schönste Fußball der Welt!? - Barca-Atletico Madrid 3:0


Am nächsten Morgen ging es dann wieder zum Bahnhof und nach etwas chaotischem check-in in den Zug und retour nach Barcelona. Dort war wiederum alles hektisch, bis wir endlich eine halbe Stunde vor Anpfiff unsere bereits vorgebuchten Karten für Barca vs. Atletico Madrid in der Hand hielten. Da sich im Camp Nou das Anheizen und Entertainen der Massen vor dem Spiel ausschließlich auf das Abspielen der (allerdings dann inbrünstig mitgesungenen) Vereinshymne von Barca direkt vor dem Einlaufen der Mannschaften sowie die Ansage der Spielernachnamen beschränkt, war das allemal genug Zeit, um sich noch in Ruhe das Stadion anzuschauen.
Das Camp Nou wirkt, obwohl mit knapp 99.000 Plätzen Europas größtes Stadion, von außen nicht besonders beeindruckend. Liegt wohl daran, dass das Spielfeld extrem abgesenkt ist (der gesamte untere und Teile des zweiten Ranges liegen unter der Umgebungshöhe) und die Tribünenhöhe insgesamt niedriger wirkt als beispielsweise am Vortag in Valencia. Von innen ist es allerdings ob seiner schieren Größe schon beeindruckend und dennoch recht kompakt, viel weniger „Schüssel“ als das Berliner Olympiastadion oder das neue Wembley. Ebenso wie in Valencia genießt man ob des fehlenden Daches von ganz oben einen feinen Blick über Teile der Stadt und einige umgebende Hügel. Wiederum Schade, dass auch dieses Stadion demnächst arenentechnisch aufgestylt wird, mit Dach und verbessertem Klo- und Catering-Angebot und so.
Vor 90.000 Zuschauern, davon gefühlte 15000 Touristen aus allen Teilen Europas, begann das Spiel, mit beiden Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Barca spielte in der „Abteilung Attacke“ Traumhafterweise mit Henry, Ronaldinho und Messi, dahinter als Spielgestalter Deco. Was für Namen, was für Spieler!!! Es endete 3:0, aber bei dieser Show erscheint das pure Ergebnis am Ende nicht mehr wichtig. Es war kein überragendes Spiel, Atletico hatte an diesem Nachmittag keinen guten Torwart und nach dem 0:1 keine wirklich Gegenwehr mehr parat, aber auch Barca machte bei 25 Grad im Schatten etliche Kunstpausen.
Dennoch war das Spiel Unterhaltung pur, in jeder Halbzeit gab es etwa 15 Schüsse aufs Tor. Wenn man kritisch sein will, liegt das sicher nicht nur am vorhandenen Können der Angreifer, sondern auch am eben nicht vorhandenen der Verteidiger. Aber man muss nicht kritisch sein, beide Mannschaften spielten offensiv nach vorn, und das sah einfach schön aus.
Der Fußball von Barca´s Stars war stellenweise so genial, dass es einem förmlich aus dem Sitz riss und ich mich mit meinem Bruder einige Male ungläubig angeschaut habe, dass solche Aktionen von echten Spielern wirklich möglich sind. So wie das 2:0 von Barca nach 20 Minuten: schöner Pass aus dem Mittelfeld von Deco auf Henry links außen, der verzögert, vernascht seinen Gegner, passt in den Strafraum auf den heranstürmenden Messi, der den Ball sofort zu Ronaldinho rüberlegt um ihn von diesem (im Strafraum!) postwendend per Doppelpass zurückzubekommen. Messi dribbelt noch zwei Schritte, schiebt den Ball am Torwart vorbei von halblinks ins lange Eck und holt sich die Huldigung des Publikums ab. Wunderschön, eine glatte Eins für den Unterhaltungswert des Spiels.
Obwohl Deco an diesem Nachmittag mit seinen klugen Pässen sicher der beste Spieler auf dem Platz war, muss ich an dieser Stelle (auch angesichts der bloginternen Wahl des Weltfußballers 2007) ein Plädoyer für den kleinen Argentinier Lionel Messi halten: Ein wirklich feinfüßiger und wieselflinker Dribbler, durchsetzungsstark, immer ein Auge für den Mitspieler, den Doppelpass, arbeitet nach hinten, ist vorn ein sicherer Vollstrecker. (Nicht nur) Für mich mit seinen 20 Jahren auf dem Weg, ein neuer Maradona zu werden, vielleicht bereits jetzt der beste Spieler wo gibt überhaupt.
Der Besuch des Spiels war aus fußballästhetischer Sicht ein wahrer Leckerbissen. Glücklicher Barca, mit solchen Fußball-Künstlern, gesund und in guter Form, für mich der vielleicht schönste Fußball der Welt! Ob des heißen Wetters und hohen Unterhaltungswertes kann die Stimmung im Stadion als positiv-entspannt und überwiegend träge gekennzeichnet werden. Nach dem Spiel sind wir noch mal an den nächtlichen Strand zum obligatorischen Baden, danach zum Hostel mit diesmal 16 Betten im Raum. Am Montagmorgen ging es dann bei herrlich blauem Himmel – wie sollte es anders sein – an den Strand zum Baden und langsam alles sacken lassen. Für einen Montag zur Mittagszeit im Oktober war da richtig viel los, pausenlos wurden Bier, Wasser, Haschisch und Massagen von Thai-Mädels angeboten und von uns dankend abgelehnt. Am späten Abend trafen wir dann gut gelaunt, von der Oktobersonne gebräunt und ziemlich müde wieder in Düsseldorf ein.

Samstag, 10. November 2007

Ein Fußballwochenende in Barcelona und Valencia – Gastbericht von André
Teil 1: Eine laue Fußballnacht in Valencia: Valencia CF-Espanyol Barcelona 1:2


Gemeinsam mit meinem Bruder wollte ich ein verlängertes Wochenende Anfang Oktober nutzen, um noch etwas südliche Sonne zu tanken und ein bisschen spanische Fußballluft zu schnuppern. Nach der Ankunft in Barcelona am Freitagabend haben wir uns gleich noch zu mitternächtlicher Stunde bei 21 Grad Außen- und Wassertemperatur am Stadtstrand von Barcelona in die Fluten gestürzt. Bis genug Bier getrunken und der Weg zurück zum Hostel in unser kuscheliges 8-Betten-Zimmer gefunden war, war es dann auch schon halb 4 morgens. Entsprechend verkatert und müde nahmen wir am nächsten Morgen die 350km Zugfahrt in Richtung Süden nach Valencia in Angriff. Die Stadt Valencia selbst erschien uns dann irgendwie so wie die kleinere Schwester des hektischen Barcelona. Alles etwas ruhiger, gelassener aber dabei nicht minder schön. Viel Zeit die Stadt zu erkunden hatten wir nicht, aber es reichte für eine Besichtigung der Innenstadt, eine Paella valenciana und einen Besuch am städtischen Strand inklusive dem Bad im kühlen Nass. Gegen 20 Uhr, 2 Stunden vor Anpfiff, sind wir dann zum Stadion. Das Mestalla liegt in recht zentraler städtischer Lage, umgeben von Wohn- und Industriegebäuden. Die Höhe der Tribünen wirkt von außen absolut eindrucksvoll, was wohl vor allem daran liegt, dass das Spielfeld gegenüber der Umgebungshöhe nicht abgesenkt ist. Ohne Probleme bekamen wir am Ticketschalter für 22 Euro Karten für den 3. Rang der Gegentribüne. Insgesamt waren dann ca. 38.000 Zuschauer im 53.000 fassenden Stadion, das auf mich aber deutlich größer wirkte. Von ziemlich weit oben verfolgten wir nun zu später Stunde kurzbehost und doch nicht frierend das Spiel von Valencia CF gegen Espanyol Barcelona. Wenn es stellenweise mal etwas langweiliger auf dem Spielfeld wurde, konnte man den Blick über die absolut steilen Ränge, das Dach der gegenüber liegenden Haupttribüne (die nur etwa halb so hoch wie die anderen Tribünen ist) und, dank der ansonsten fehlenden Bedachung auch frei über die das Stadion umgebenden Gebäude schweifen lassen.
Stadiontechnisch ist das Mestalla ein wirkliches Kleinod. Schade, dass Valencia CF wohl in spätestens 2 Jahren in eine neue, Allianz-arena-like gestylte Arena umzieht und das Mestalla dann abgerissen wird, um einem Wohnkomplex Platz zu machen.
Das Spiel selbst war trotz der Konstellation Tabellen-Dritter gegen -Sechster der Primera División in meinen Augen kein wirkliches Spitzenbild, fand aber mit Espanyol einen nicht unverdienten Sieger. Valencia begann stark, ging durch einen schönen Kopfball von Baraja bereits nach 5 Minuten in Führung und hatte auch danach weitere gute Chancen. Mit der verletzungsbedingten Auswechslung ihres Sturmführers Marco Villa nach 20 Minuten brach der Spielfluss bei Valencia allerdings völlig zusammen, was sich leider während des gesamten Spiels nicht mehr ändern sollte. Die Schwächen im Spielaufbau und insbesondere in der Verteidigung der Valencianer nutzte Espanyol durch eine Mischung aus klug vorgetragenen Angriffen und spontanen Einzelaktionen eiskalt aus. Dem 1:1 kurz vor der Halbzeitpause ließen sie 8 Minuten vor Schluss den 1:2-Siegtreffer folgen.
Etwas überraschend stellt sich Espanyol als eine Mannschaft dar, die einen richtig feinen Fußball spielen und wohl auch davon profitieren, als Barceloneser Team im Schatten des großen FC Barcelona von den anderen Mannschaften der Liga unterschätzt zu werden. Valencia dagegen enttäuschte trotz zahlreicher bekannter Namen im Team vor allem, weil ohne Starstürmer Villa kein wirkliches Spielkonzept mehr zu erkennen war.
Was den Fansupport betraf, hatte ich nicht viel erwartet und wurde auch nicht positiv überrascht. Man harrt, wie in Spanien wohl üblich, weitgehend (und für Südeuropäer doch überraschend) emotionslos dem Spielgeschehen. Stetige Unterstützung gab es nur von Seiten zweier kleiner Häuflein von vielleicht 200 Valencia-Ultras und etwa 38 mitgereisten Gästefans, die unbehelligt in einem Eckchen im 3. Rang zwischen den anderen Zuschauern standen. Insgesamt war es für dieses große Stadion recht ruhig, was mich aber in dieser lauen Samstagnacht auch nicht groß gestört hat.
Nach dem Spiel ging es dann, gestärkt durch einen sogar ganz passablen Döner, fast gleich in die Heia. Diesmal hatte unsere Absteige 12 Betten im Zimmer und einen Ventilator an der Decke, der alle anderen Geräusche im Raum mit seinem monotonen Rotationsgeräusch übertönte. Erinnerte vor allem meinen Bruder, der kein Bett an der Wand erwischte, stark an ein Lazarett. Wie es dann in Barcelona weiterging, folgt im 2 Teil des Berichts.

Hallenfußball regional: Helle Dominanz zertrümmert Dunkel

Was soll man zum gestrigen Spiel sagen, vielleicht erst einmal; schön das gespielt wurde. Denn der Abend begann mit Verzögerungen. Unfreundliche Mitarbeiter der Freiberger Arena wiesen unseren Schlüssel-Abgesandten Robert nach längerer Wartezeit darauf hin, dass heute kein Spiel stattfinden könne, da eine Sonderveranstaltung im Haus sei. Wie sich später herausstellte war dies eine VW Präsentation. Sogleich wurde uns aber auch mitgeteilt, dass weitere Diskussionen vollkommen unnötig sein, wir könnten nicht spielen und das sei ja sowieso unserem Verein mitgeteilt wurden. Davon wusste nur leider keiner und der Einzige der es hätte eventuell wissen können kam nicht. Unmut machte sich breit, wie es in solchen Situationen nicht anders zu erwarten war, aber anders als Dynamo Fans haben wir die Halle nicht in Schutt und Asche zerlegt, sondern zivilisiert beraten, wie wir unseren Abzug organisatorisch hochwertig planen können. Doch da besann sich ein (vielleicht auch mehrere) Mitarbeiter uns doch gnädigerweise eine der freien Hallen anzubieten. Die Reaktion unsererseits war natürlich begeistert, ja geradezu euphorisch, und Oerdie wurde als Mittelsmann eingeschaltet und unterzeichnete ein Vertragswerk, dass ein Spielen ermöglichte. So konnte es auch losgehen. Diesmal wieder Dunkel gegen Hell.

Ein Satz vorweg: Das mit den Farben funktioniert nicht immer. Gestern standen sich 8 Helle - 7 Dunklen gegenüber, wobei allerdings die schon quantitative Gewichtung auch noch Qualitativ für Hell sprach. So tummelten sich dort allerlei Spielerpersönlichkeiten von Rang, wie Torsten (einziger zweimaliger mvp), Dirk, Stefan Schilk (der beste Spieler des befreundeten Leipziger Vereins Motor Schaden e.V.) oder auch Schlikkes (bekannt auch als der Bomber, diesen Titel muss er sich aber mit Saschi teilen, der aber auch bei Hell spielte). Dunkel konnte dem nur wenig entgegensetzen: Stephan und Sebastian mit bestenfalls Normalform, ein leicht durch Fußverletzung gehandikapter Tommer, der wohl das schlechteste Spiel seit Jahren ablieferte und viele neue Spieler, die natürlich noch keine Bindung zum Spiel aufbauen konnten. Einzig Oerdie, wohl motiviert durch seine Wahl zum mvp der letzten Woche, zeigte beherzte Torschüsse (plus Traumtor) und eine sehr solide Abwehrarbeit, die man aber auch nicht anders von ihm erwarten durfte.

Das Spiel ist dann schnell erzählt; durch drei Schnitzer, insbesondere von Tommer als Torwart, entstanden drei frühe Tore von Hell. Danach verlief das Spiel etwas ausgeglichener, brach aber nach einige Minuten des Gleichgewichts wieder vollkommen ein. Um ein Wortspiel zu verwenden: Hell war für Dunkel einfach nur hell. Am Ende stand es 10:4 für Hell, aber auch ein 20:4 wäre vollkommen in Ordnung gewesen. Das sollte eine Lehre für die nächste Woche sein und damit sind alle potentiellen Inhaber von Leibchen aufgefordert, diese mitzubringen, um eine etwas gleichgewichtigere Aufstellung zu ermöglichen.

Zum Spieler des Tages eignen sich nur eine begrenzte Anzahl von Spielern Dunkels: einzig der schon oben erwähnte Oerdie. Bei der hellen Armada stach insbesondere Dirk heraus, aber auch Torsten und Stefan Schilk müssen erwähnt werden. Letzterer organisierte sehr gut die Abwehr- und Spielaufbauarbeit. Schlikkes konnte sich im Sturm gut in Szene setzen und verpasste einen tollen Hackentreffer nur durch das beherzte Eingreifen des Pfostens.

Der Apres-Kick gestaltete sich zu später Stunde dann noch mal als sportliche Herausforderung. Junge Mitbürger baten um eine Wette; wer könne den Ball am längsten Jonglieren. Von den verbliebenen Freitagskickern konnte Stefan Schilk gewonnen werden, die Herausforderung anzunehmen. Er gewann mit 35:21 und sicherte damit für seinen trinkfreudigen Bruder ein Freibier.

Samstag, 3. November 2007

Hallenfußball regional: Je später der Abend, um so besser war Hell

Freitag ist Fußballtag. Doch das Heimareal der Freitagskicker – die Freiberger Arena (nach der Brauerei benannt, die nach einheitlicher Meinung, eines der wenigen Biere die Kopfschmerzen verursachen herstellt) – war gestern auch Austragungsort eines Eislöwen Eishockey Krachers vor immerhin 3600 Zuschauern. Multipliziert man diesen Betrag der Zuschauer mit 0 kommt man übrigens auf die Anzahl der Gäste bei den Freitagskickern (Edelfan Fried wollte kommen, wurde aber nicht gesehen).

So wurden wieder zwei Teams gebildet, heute spielte Hell gegen Dunkel. Das war die Aufstellung:

Hell: Dirk – Freund von Dirk – Saschi – Jan – Schlikkes – Robert – (Mike)

Dunkel: Torsten – Oerdie – Sebastian – Tommer – Marco – Andre

Das Spiel begann, von beiden Seiten abtastend, wobei sich Dunkel leichte Feldvorteile in den ersten Minuten erarbeitete. Sebastian, Andre, Tommer und besonders Torsten ließen den Ball manchmal anschaulich zirkulieren und Oerdie sowie der gute Torwart Marco sorgten in der Abwehr für Sicherheit. Doch Hell war keineswegs schlechter. Sie konnten sich auch nach einigen Minuten verstärken, da Mike zum Team stieß. Nun schwankte die Wage der Fortuna leicht auf die Helle Seite. Doch das Spiel blieb ausgeglichen. Hell erzielte zwei Tore unter freundlicher Mithilfe von Tommer und Oerdie. Dunkel nutzten die Abwehrschwächen von Hell aus und so stand es nach der Hälfte der Zeit 3:3. Schön bereitete Andre ein Tor durch starken kämpferischen Einsatz vor, so wie man es von ihm ja auch gewohnt ist. Doch Hell konnte immer wieder gute Akzente setzen. Dirk im Zusammenspiel mit seinem Freund, der immer wieder präzise Flanken schlug, aber auch der wie immer wieselflinke Mike sorgten für Gefahr. Auch Schlikkes, trotz Erkältung und Fieberschüben angereist, konnte eine solide Leistung abrufen. Nach einem von Tommer mehr als dämlich geführten Zweikampf mit Dirk musste das Spiel unterbrochen werden, da Tommer verletzt ausschied. Die Mannschaften wurden nun rekonfiguriert. Dunkel bekam Robert von Hell. Allerdings schien diese Verletzungsunterbrechung Hell mehr zu beflügeln als Dunkel, denn Hell schwang sich auf, dass Spiel nach belieben zu dominieren. Der immer stärke werdende Saschi nutze seine Freiräume und schoss zwei schöne Tore. Auch Jan konnte sich in die Torschützenliste eintragen, seine Scharfschüsse hatten sich im Vergleich zur Vorwoche verbessert. Dunkel, taktisch mit Marco und Robert auf dem Spielfeld, wohl nicht ideal besetzt, konnte dem nur wenig gegenhalten. Insbesondere die Defensive wurde sträflich vernachlässigt, was den sehr fleißigen Torsten zu Recht aufregte. Am Ende hieß es dann 10:5 für Hell.

Die besten Spieler waren auf Dunkler Seite Torsten, der wie immer äußerst fleißig und mit großem Spielwitz agierte, aber auch Oerdie der die Defensive mutig organisierte, wenngleich gegen Ende mit nachlassendem Erfolg. Auch Andre verdient eine Erwähnung, der ein solides Comeback gab. Bei Hell war es Dirk, der stark, wenngleich nicht so stark wie in der Vorwoche, agierte. Ebenfalls gefallen haben Mike und Saschi.

Der Apres-Kick in der, durch das Eislöwen Spiel, erstaunlich vollen Auszeit war wie immer eine grundsolide Angelegenheit. Allerdings kam es zu Verwechslungen bei der Bestellung, wobei fälschlicherweise Radler geliefert wurden, die keine Abnehmer fanden, dann aber in Biere umgetauscht werden konnten.

Montag, 29. Oktober 2007

Fußball Zuschauer: Probleme nach Dynamo2. gegen Lok

Was sich angedeutet hatte, bewahrheitete sich am Sonntag mal leider wieder. Nach dem Landesliga Spiel (die Liga, in der auch Bannewitz spielt!) von Dynamos 2. gegen Lok Leipzig kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. An dieser Stelle soll keine Bewertung dieser Ereignisse stattfinden, lediglich ein Verweis auf einige Medienquellen zum Thema. Wie immer auf der rechten Seite zu finden.

Samstag, 27. Oktober 2007

Fußball Regionalliga: Dynamo-Union 0:1

Dynamo Dresden verlor heute vor der beachtlichen Kulisse von rund 16200 Fans zu Hause mit 0:1. Jetzt kommt die eigentlich schlechte Nachricht: ich war leider auch da. Recht hoffnungsvoll begleitete ich heute Jan mit ins Stadion, denn ein Sieg gegen die Eisernen schien nicht nur mir durchaus möglich. Wie immer wenn man ins Harbig Stadion geht; das alte Leiden: endlose Schlangen vorm Einlass. Wenn man Dynamo mal beschreiben möchte (so wie wir das ja in unserer Rubrik Liebesbriefe versuchen) dann gehört für mich immer irgendwie ein Fakt dazu: lange Schlangen. Wo auch immer man hin will; Ticket kaufen (okay das ging heute, aber ich erinnere mich an Zeiten, wo Roland nur mit Glück nicht am Zaun zermalmt wurde), Einlasskontrolle, Bratwurststand oder Biertheke, überall das selbe Bild. Hier lebt der Osten.
Nachdem so die ersten 5 Minuten verpasst wurden, die Dynamo zumindest was den Lärmpegel der Fans betraf ganz gut meisterte, kamen dann wir. Irgendwie verflachte dann auch gleich das Spiel. Zwar hatte Dynamo noch mehr oder weniger gute Chancen (die größte durch Penksa) aber ein wirklich gutes Spiel war es eigentlich nicht. Dafür war mehr und mehr Leerlauf zu beobachten. Auch Union tat nicht wirklich viel, hatte aber auch eine gute Kopfballchance. Zur Halbzeit konnte das Fazit daher nur lauten: die 2. wird besser. Diese Hoffnung zerbrach allerdings schon nach ca. 5 Minuten. Nichts; wirklich nichts. Bröker war ein Totalausfall, genauso wie Wagefeld, Ulich und Penksa zwar bemüht, aber nicht wirklich besser und der junge Sascha Pfeffer auf rechts hatte auch nicht wirklich Glück bei seinen Aktionen. Nach 60 Minuten war eigentlich klar, dass bleibt hier ein 0:0. Die Stimmung auf den Rängen war für das Spiel auch noch erstaunlich gut, aber es ging ja auch hauptsächlich darum die Gegner nach Möglichkeit zu beleidigen. Eine interessante Idee hatten da die Union Fans die (scheinbar gebrauchte) Klobürsten in Richtung Dynamo-Fans warfen. Der kluge Sachse reagierte natürlich sofort und warf zurück, was die in der Mitte stehenden Polizisten nicht wirklich gefreut hat. Sonst bleib es aber sehr ruhig. Eine Viertelstunde vor Schluss schoss dann Union das 0:1. Eine Ecke auf rechts konnte von einem Eisernen eingeköpft werden. Ich kann noch nicht mal sagen, dass es ein Scheißtor war, er war halt drin. Und was jetzt kam, das traf mich wirklich. Keine Reaktion von Dynamo. Spätestens jetzt hätte man ja erwarten können, dass man irgendwie reagiert, aber: nichts. Nur Ede Geyer hüpfte auf der Bank. Und es wurde von Minute zu Minute schlimmer. Die letzten 5 schnürte uns Union schon fast am eigenen Strafraum ein. Es war ein Trauerspiel.
Fazit: Mit dieser Form, wird es verdammt schwer die neue 3.Liga zu erreichen. Wir können nur hoffen, das es schnell besser wird.

Hallenfußball regional: Wer A sagt, muss auch B sagen

Zum nun mittlerweile schon vierten Mal spielten die Freitagskicker in der neuen Arena. Nach einigen Verzögerungen bei der Vergabe der Umkleideschlüssel konnte es mit 10 Minuten Verspätung losgehen. Bei der Zusammenstellung der Mannschaften wurde durch die angespannte Zeitsituation schnell entschieden was zu folgenden Teams führte:

A: Dirk-Jan-Schlikkes-Sebastian-Badboy-Dirk (Freund des Mike).

B: Stephan-Saschi-Robert-Matthias-Tommer.

Mit dieser Aufstellung begann das Spiel. Team A konnte durch absolute spielerische Überlegenheit und einen zahlenmäßigen Überschuss schnell Torszenen produzieren, welche sich auch ebenso schnell in zählbaren Erfolg verwandelten. A mischte dabei das eigene Können mit den Schwächen von B und erzielte sogar ein wunderschönes Traumtor. Nach gutem Pass von Sebastian auf Dirk (FdM), konnte dieser den Ball zurück durch den ganzen Strafraum zu Sebastian flanken, der gezielt ins von Stephan nur halbherzig (aber mit großer Mühe) gehütete Tor einköpfte. B mangelte es in dieser Phase des Spiels nicht nur an einer konkreten Zuordnung in der Abwehr, die zwar phasenweise vorhanden war, aber durch spielerischen Druck und schnelle Konter immer wieder aufgebrochen wurde, sondern hauptsächlich an konstruktiven Offensivbemühungen. Stephan war zwar sehr bemüht Akzente zu setzen, fand aber keine geeigneten Mitspieler. So konnte B außer ein paar Schüsschen nichts wirklich Bemerkenswertes aufzeigen. Nachdem es dann schnell 5:0 für A stand wurde über eine Neuwahl verhandelt, denn B – zumal mit einem Mann weniger – hatte perspektivisch nur wenig Chancen auf ein offenes Spiel. So wurde nach einige Diskussion, über die richtige Zusammenstellung, entschieden Dirk mit Robert zu tauschen.

Schnell fand sich ein neues Traumpaar mit Dirk und Stephan, welche immer wieder angetrieben, von den fantastischen Aktionen unseres Marathonmanns Dirk, zu wirklicher Dominanz führten. A hatte, in dieser Phase, nur wenig entgegen zu setzen, und musste bald einige Tore kassieren, die immer wieder entweder glänzend von Dirk vorbereitet oder aber von ihm auch gleich abgeschlossen wurden. Eine wirklich tadellose Leistung! Schnell stand es nur noch 4:5, später dann drehte B sogar das Ergebnis auf 9:6 und schien wie der sichere Sieger auszusehen, doch Sascha (heute erstaunlich ruhig) und auch Tommer schwanden zunehmend die Kräfte und obwohl Matthias im Mittelfeld gut die Zweikämpfe gewann konnte kein weiteres Tor erzielt werden. Nun drehte A noch mal auf. Schlikkes, der seinen besonderen Torriecher auspackte (mit der sensationellen Quote von 4 Treffern) schoss ein weiteres Traumtor. Aus dem Stand verwandelte er mit der Außenseite eine Ecke von Sebastian. Auch Jan hatte zahlreiche Chancen, kann aber für die nächsten Spiele noch an Intensität und Präzision seiner Scharfschüsse arbeiten. Kurz vor Schluss gelang A dann noch der 9:9 Ausgleich. Ein am Ende gerechtes Unentschieden.

Herausragender Spieler war sicherlich Dirk, der beiden Mannschaften seine Akzente aufdrückte. Bei B sollten aber noch Stephan (der MVP der Vorwoche) und Matthias genannt werden, die gute Leistungen abrufen konnten. Bei A verdiente sich Schlikkes Bestnoten, Sebastian konnte als Vorbereiter und Antreiber des Konterspiels ebenso auf sich aufmerksam machen. Damit sind die Kandidaten für die Wahl zum besten Spieler genannt, welche auf der rechten Seite wie immer zur Wahl stehen.

Der Apres Kick fand wie nun schon üblich in geselliger Runde in der Auszeit statt, wobei neben spieltechnischen Analysen (wie immer mit höchstem Fußballsachverstand) auch andere Themen behandelt wurden.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Neue Serie: Liebesbriefe an Klubs

Der Sportzuschauer ist ein kompliziertes Wesen. Immer mal wieder wird sich Tommers Sportwelt mit diesem Wesen beschäftigen, seinen Eigenarten und Seh(n)süchten, seinen Leidensfähigkeiten und seiner Teamfähigkeit kurz: mit seiner schier unendlich großen Vielfalt an Charaktereigenschaften.

Im ersten Post zu diesem Thema soll hier versucht werden eine Serie zu starten, die sich mit einem ganz spezifischen Thema innerhalb dieser großen Welt beschäftigt. Der Vereinsliebe. Dazu noch eine kurze Einführung:

Die Liebe ist – und keiner in unserer geschätzten Leserschaft wird dies wohl bestreiten wollen – eine zweifellos lebenswerte, man kann sogar sagen lebensnotwenige Angelegenheit. Der Mensch fühlt sich von Zeit zu Zeit von Dingen angezogen, sei dies nun: eine fesche Blondine; ein potenter Macker; eine neue Errungenschaft auf dem Heimelektronikmarktsegment; ein schnelles, aber auch kraftstoffsparendes Auto; ein Döner oder aber das Beobachten von Sportlern.

Diese Liebe, wenn man sie den so nennen möchte, äußert sich, recht grob gesprochen, in zwei unterschiedlichen Formen. Zum einen eine mehr allgemeine Begeisterung der "Sport-Schau". Man schaut Sport, beispielsweise Fußball, beispielsweise den VfB Stuttgart in der Champions League und freut sich daran (oder, was wahrscheinlicher ist, eben auch nicht). Diese allgemeine Sportbegeisterung ist abzugrenzen von konkreter Liebe zu einem Liebesobjekt. Dieses Objekt stellt sich zumeist in der unpersönlichen Form eines Vereins bzw. einer Mannschaft dar. Man liebt die Bayern, die Chicago Bulls oder die Deutsche Fußballfrauennationalmannschaft. Natürlich kann solch eine Liebe auch auf Personen abzielen. Hier sei nur an den Steffi Graf Fan erinnert, der Monica Seles niederstach, weil die einfach mal zuviel gewann. Aber Mannschaften zu lieben ist einfacher, weil man da nie die große Sorge haben muss, dass auch mal Schluss ist mit der Karriere. Vereine existieren – zumindest kommt es einem so vor – ewig.

Manchmal schreiben solche Liebhaber – in der Fachliteratur auch mal gern Fans genannt – wahre Liebesbriefe, bei dem sie den schönen Charakter ihres Liebeszieles näher erläutern. Solche Liebesbriefe wollen wir hier auf Tommers Sportwelt sammeln. Natürlich ist dies eine lose Sammlung, die ihr Ziel nicht in der Erreichung maximaler Bestände sieht. Und die Sammlung ist eingefärbt von unserer eigenen Liebe, dem ruhmreichen, skandalträchtigen, kurz: fantastischen Schwarz-Gelben Dynamos.

Hier soll nun auf einen ersten Liebesbrief verwiesen werden. Er stammt aus dem Sommer 2007 und beschreibt, wie sollte es anders sein Dynamo Dresden. Der Link ist wie immer rechts, gleich unter der MVP-Wahl.

Solltet auch ihr solche Liebesbriefe finden, oder gar schrieben wollen, ihr wisst ja wo eine Sammlung besteht…

Samstag, 20. Oktober 2007

Hallenfußball regional: Elend gewinnt gegen Not

Beim gestrigen 3. Spiel in der neuen Halle der Freiberger Arena trennten sich ein Team der dunklen Spielkleidung gegen ein Team mit etwas hellerer Spielkleidung 6:7. Die recht zahlreichen Tore lassen aber ein besseres Spiel vermuten, als es dann wirklich zu sehen gab. Die helle Mannschaft – welche die ganze Spielzeit mit einem Mann mehr antrat (6 gegen 5) – konnte in den ersten Minuten ihre zahlenmäßige Überlegenheit ausspielen. Nicht zuletzt Clemens nutze diese Gelegenheit, um einige deutliche Zeichen zu setzen. Insbesondere das kluge Ballverteilen von Torsten führte dann auch zu den ersten Toren für die helle Mannschaft, die sich aber nicht so recht absetzen konnte und mit zunehmender Spielzeit immer größere Konzentrationsmängel offenbarte. Das etwas dunklere Team nutze dies aus, besonders der stark aufspielende Stephan, der immer wieder mit Sebastian klug kombinierte Konter ausspielte, welche durch eklatante Fehler von hell auch zu zahlenmäßigen Ergebnissen. Gegen Mitte der Spielzeit drehte sich dann auch der Spielstand und das dunkle Team agierte aus einer sicheren Abwehr und ließ dem hellen Team vermehrt nur die Möglichkeit zu Einzelaktionen. So wurde dann ein 6:3 Vorsprung von Dunkel herausgespielt. Erst jetzt reagierte Hell. Immer wieder angetrieben von ihrem besten Mann Torsten, versuchte man das Ergebnis noch zu korrigieren. Dabei spielte der Zeitfaktor in ihre Karten, den beide Teams hatten durch die vielen Räume recht viel Kraft verloren, was natürlich für das 5er Team von Dunkel nur schwer zu kompensieren war. Die Hektik, die von Sascha zunehmend entflammt wurde trug dann zu einer schnellen und finalen Aufholjagd bei. Dunkel musste innerhalb von wenigen Minuten Konter über Konter hinnehmen und verlor dann noch mit 6:7.

Fazit: in einem nicht gerade von hochklassigem Niveau getragenen Spiel konnte sich am Ende die Mannschaft durchsetzen, die Dank eines Spielers mehr, am Ende mehr zusetzen konnte. Spielerische Bestnoten verdienten sich auf Dunkler Seite: Stephan und Sebastian die das Offensivspiel gestalteten, sowie Torsten E. der in der Abwehr wie immer grundsolide spielte. Bei Dunkel ist ganz besonders Torsten (Cousin des Mike) herauszuheben, ebenso der vielleicht am Anfang etwas übermotivierte Clemens, der aber durch gute Aktionen viele Tore vorbereiten konnte. Dies sind dann auch die Spieler, die zur Wahl des Spielers des Tages stehen.

Sieger der letzten Woche wurden Saschi und Marco, wobei aber unterstellt werden kann das Saschis Fanclub massiv versucht hatte, die Wahl aus reinen Sympathiegründen zu verfälschen. Trotzdem Glückwunsch an beide Spieler.

Der Apres-Kick fand dann in der „Freiberger Auszeit“ statt, die wie immer süffige Biere lieferte. Ebenso wurden erste Verhandlungen der Freitagskicker bezüglich einer möglichen Weihnachtsfeier begonnen, welche aber ergebnislos verliefen und nur den Schluss zulassen, dass noch eine geeignete Location – für das große Jahresendspiel - gefunden werden muss.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Rugby WM: Finale am Sonnabend

Am Sonnabend steigt das große Finale der Rugby Weltmeisterschaft. Die Titelverteidiger aus England treffen dann auf die "springbocks" aus Südafrika. Südafrika hatte schon England mit einem 36:0 Erfolg in der Vorrunde gedemütigt. Die Frage ist, ob eine Revanche gelingt und die Briten als erste Mannschaft ihren Titel verteidigen können oder Südafrika neben Australien zum zweiten mal Weltmeister werden kann. Wer noch ein paar Regelprobleme hat oder den Verlauf der WM verfolgen möchte, dem seien zwei Links empfohlen, die wie immer in der Leiste rechts zu finden sind.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Wer wird Weltfußballer?

Die Leser von tommerssportwelt gelten ja nicht zu Unrecht als Experten des Sports, insbesondere des Fußballs. Dieses Expertenwissen muss jetzt auch einmal bewiesen werden. Es gilt den Weltfußballer 2007 zu wählen. Zur Wahl stehen 30 - von der FIFA ausgewählte - Kandidaten. Da aber die Wahl des MVP der Woche zweifellos wichtiger ist, befindet sich die Weltfußballerwahl rechts unten, nach den aktuellen News.

Hallenfußball regional: Schwere Verletzung bei Steffen

Es gibt leider schlechte Nachrichten zu vermelden. Nach ersten Untersuchungen stellt sich die Verletzung von Steffen - die er sich am Freitag in den ersten Spielminuten zugezogen hat - als Kreuzbandriß dar. Das ist wohl so ca. das Schlimmste was einem Sportler passieren kann. Im Namen aller Freitagskicker wünschen wir ihm gute Besserung.

Samstag, 13. Oktober 2007

Hallenfußball regional: Gelb-Weiß gewinnt 5:4

Im gestrigen Freitagsspiel trennten sich Gelb-Weiß gegen Bunt 5:4. Ob dieses Ergebnis den wahren Spielverlauf wiedergibt wird insbesondere von der bunten Mannschaft angezweifelt. Das Spiel begann insbesondere von diesem Team mit einer einigermaßen großen Überlegenheit wobei es nicht gelang das Runde ins Eckige zu bringen. Zahlreiche Chancen wurden durch Unvermögen, Leichtsinn oder auch fehlendes Zusammenspiel nicht genutzt. Nach einer hoffentlich nicht schlimmeren Verletzung (genaue medizinische Ergebnisse stehen leider noch aus), musste Bunt auf Steffen verzichten, was eine Pari-Situation auf beiden Seiten herstellte. Gelb-Weiß nutzte diese Schocksituation geschickt aus und konnte durch Rols, der ein erwähnenswertes Comeback in Dresden gab, mit 1:0 in Führung gehen, allerdings begünstigt durch einen gravierenden Torwartfehler, auf den der Autor hier aus egozentrischen Gründen nicht näher eingehen kann. Danach konnte Gelb-Weiß durch teilweise glückliches, teilweise gekonntes schnelles Konterspiel die Führung erhöhen, wobei es immer wieder recht schmerzhafte Abwehrfehler waren, die diese Tore begünstigten. Später gelang es dann auch der bunten Mannschaft, immer wieder angetrieben vom fleißigen, aber nicht immer glücklichen Stephan L., Tore zu erzielen. So stand es lange Zeit 5:3, wobei dann Gelb-Weiß ein taktischer Coup per Excellanze gelang, als man Dynamo-Fan Marco ins Tor stellte, der mit zahlreichen grandiosen Reflexen unter anderem Saschi und Sebastian zur Verzweiflung brachte. In der von Torsten E. am Ende stark organisierten Abwehr von Bunt konnte man nun zur Aufholjagd blasen, ließ aber kreative Momente über weite Strecken vermissen, was lediglich zum 4:5 Anschlusstreffer führte und dies auch erst 5 Minuten vor Abpfiff der Begegnung. Bei diesem kam noch einmal ein wenig Hektik auf, als vollkommen unbegründet die Partie eine Minute zu zeitig beendet wurde.

Das Fazit: in einer nicht immer hochklassigen Begegnung hatte Gelb-Weiß das taktisch bessere Händchen. Ein Remis wäre das vielleicht gerechtere Ergebnis gewesen.

Der Apres-Kick musste dieses mal Open-Air stattfinden, da es Missverständnisse bezüglich der Schließzeit der Hallenkneipe gab. Alle hoffen beim nächsten Mal auf eine Lösung dieses Problems. Trotzdem konnten die zahlreichen Gäste vor Saschis hübsch geparkten Astra noch das ein oder andere Fachgespräch führen, wobei auch 9 Grad Celsius niemanden ernsthaft die Laune verdarben.

Rechts jetzt die Umfrage zum MVP des Spieltages.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Fußball Europa: UEFA erhört Tommer`s Sportwelt

Die UEFA hat Tommer´s Sportwelt erhört! Das überwältigende Urteil von 100% Leserstimmen, bei einer in diesem Blog durchgeführten Umfrage, führte heute zur Verurteilung des brasilianischen Keepers Dida vom AC Milan. Ob die UEFA dabei auch auf Fernsehbilder zurückgegriffen hat, oder lediglich unser klares Votum zur Strafbemessung herangezogen hat kann hier nicht endgültig beantwortet werden. Damit soll gleichzeitig auch darauf verwiesen werden, dass diese Umfrage gestoppt werden kann, denn wir können uns sowieso nur unsere Quote versauen.
Ab Samstag steht dann die Wahl des MVP der Woche an.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Hallenfußball regional: Freitagskicker mit neuer Heimat

Und es geht wieder los. Letzten Freitag (5.10.) starteten die außerhalb ihrer eigenen Reihen wenig bekannten, dafür aber von sich selbst überzeugten Freitagkicker wieder mit dem Spielbetrieb. Grund für die lange Sommerpause war ein Hallenwechsel. Das traditionelle Heimareal in Zschertnitz wird leider abgerissen und durch eine neue Halle ersetzt. Nach über einem Jahrzehnt also nun ein Ortswechsel.

Durch den hervorragenden und sehr geduldigen Einsatz unseres Oberadministrators Mike konnte ein neues Quartier in der Freiberger Arena gefunden werden. Dieser nigelnagel neue Prachtbau ermöglicht es nicht nur dem in Dresden heimischen Eishockeyclub Eislöwen Heimspiele auszutragen, sondern beinhaltet auch im 3.Obergeschoß drei Ballsporthallen (welche Dank moderner Trennwandtechnik auch zu einer großen, oder besser riesigen, Halle vereint werden können). Ballsporthalle 1 ist nun das neue Heimquartier der Freitagskicker. In ihren Dimensionen weitaus geräumiger als die alte Halle hoffen die Freitagskicker nun auf regen Besuch, denn die räumlichen Gegebenheiten lassen erst ein Spiel ab 12 Mann Mindestbeteiligung zu. Durch kluge Werbeaktionen und eines neuen administrativen Internetportals (Dank an Bomber Schlikkes) konnten am Freitag 15 Mann zur Comebackveranstaltung gezählt werden, was ein Spiel 7 gegen 8 ermöglichte. Zweifellos waren die Platzverhältnisse damit ausgefüllt.

Das Spiel selbst verlief dann auf engstem Raum, wobei insbesondere kurze, präzise Pässe das erfolgreichste Mittel zu seien schienen. Taktisch konnte dies am besten das Team um Stephan, Sascha und Sebastian besser umsetzen, die zwar mit zahlreichen Gastspielern bestückt waren, diesen Nachteil aber durch schnelle Konter - in die manchmal nicht vorhandene Abwehr des Gegners - ausbügelten.

Nach dem Spiel konnte noch das Restaurant Auszeit (im 2. Stock der Arena) als After-Match-Location klargemacht werden. Nach der diplomatisch geschickten Verhandlungsführung von Schlikkes ist es jetzt wohl jeden Freitag möglich, diesen Ort zur physischen Regeneration und sozialen Ermunterung zu benutzen.

Montag, 8. Oktober 2007

Die Welt des Sports

Hallo geneigter Leser,

in diesem Blog, wollen wir die für vielen von uns so schöne Welt des Sports mit all ihren kontroversen Seiten näher beleuchten. Anregungen, Themen, Kritik oder Kommentare anderer Natur werden natürlich gern entgegengenommen.