Der Sportzuschauer ist ein kompliziertes Wesen. Immer mal wieder wird sich Tommers Sportwelt mit diesem Wesen beschäftigen, seinen Eigenarten und Seh(n)süchten, seinen Leidensfähigkeiten und seiner Teamfähigkeit kurz: mit seiner schier unendlich großen Vielfalt an Charaktereigenschaften.
Im ersten Post zu diesem Thema soll hier versucht werden eine Serie zu starten, die sich mit einem ganz spezifischen Thema innerhalb dieser großen Welt beschäftigt. Der Vereinsliebe. Dazu noch eine kurze Einführung:
Die Liebe ist – und keiner in unserer geschätzten Leserschaft wird dies wohl bestreiten wollen – eine zweifellos lebenswerte, man kann sogar sagen lebensnotwenige Angelegenheit. Der Mensch fühlt sich von Zeit zu Zeit von Dingen angezogen, sei dies nun: eine fesche Blondine; ein potenter Macker; eine neue Errungenschaft auf dem Heimelektronikmarktsegment; ein schnelles, aber auch kraftstoffsparendes Auto; ein Döner oder aber das Beobachten von Sportlern.
Diese Liebe, wenn man sie den so nennen möchte, äußert sich, recht grob gesprochen, in zwei unterschiedlichen Formen. Zum einen eine mehr allgemeine Begeisterung der "Sport-Schau". Man schaut Sport, beispielsweise Fußball, beispielsweise den VfB Stuttgart in der Champions League und freut sich daran (oder, was wahrscheinlicher ist, eben auch nicht). Diese allgemeine Sportbegeisterung ist abzugrenzen von konkreter Liebe zu einem Liebesobjekt. Dieses Objekt stellt sich zumeist in der unpersönlichen Form eines Vereins bzw. einer Mannschaft dar. Man liebt die Bayern, die Chicago Bulls oder die Deutsche Fußballfrauennationalmannschaft. Natürlich kann solch eine Liebe auch auf Personen abzielen. Hier sei nur an den Steffi Graf Fan erinnert, der Monica Seles niederstach, weil die einfach mal zuviel gewann. Aber Mannschaften zu lieben ist einfacher, weil man da nie die große Sorge haben muss, dass auch mal Schluss ist mit der Karriere. Vereine existieren – zumindest kommt es einem so vor – ewig.
Manchmal schreiben solche Liebhaber – in der Fachliteratur auch mal gern Fans genannt – wahre Liebesbriefe, bei dem sie den schönen Charakter ihres Liebeszieles näher erläutern. Solche Liebesbriefe wollen wir hier auf Tommers Sportwelt sammeln. Natürlich ist dies eine lose Sammlung, die ihr Ziel nicht in der Erreichung maximaler Bestände sieht. Und die Sammlung ist eingefärbt von unserer eigenen Liebe, dem ruhmreichen, skandalträchtigen, kurz: fantastischen Schwarz-Gelben Dynamos.
Hier soll nun auf einen ersten Liebesbrief verwiesen werden. Er stammt aus dem Sommer 2007 und beschreibt, wie sollte es anders sein Dynamo Dresden. Der Link ist wie immer rechts, gleich unter der MVP-Wahl.
Solltet auch ihr solche Liebesbriefe finden, oder gar schrieben wollen, ihr wisst ja wo eine Sammlung besteht…
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