Samstag, 20. Dezember 2008

Hallenfußball regional: Jahresendspiel

Ein letztes Mal traf man sich am Donnerstag, um gemeinsam Fußball zu spielen. Es sollte ein Spiel werden, dessen entscheidende 5 Minuten ihr Reporter leider nicht sah, was mir im nach hinein wirklich Leid tut. Deshalb heute eine sehr persönliche Einschätzung des letzten Partie 2008 (wegen Feiertag keine Spiele am 25.12 und 1.1.), die sich nicht um objektive Kriterien bemüht.
Von einer Weihnachtsfeier kommend und dort ein großes Schnitzel mit Würzfleisch und Käse verdrückend muss ich zugeben, dass ich die ersten Minuten des Spiels mit leichten Verdauungsproblemen zu kämpfen hatte, die auch der vorsorgliche Konsum von zwei Wodka nicht rechtzeitig beheben konnte. Trotzdem kämpfte mein Team bestehend aus: Burkhard – Mike (der erst 20min später kam) – Robert – Anton und mir bestens gegen die vom Papier her favorisierte Mannschaft von Dirk – Saschi – Schlikkes – Sebastian – Torsten (CdM). 4:4 stand es bis zur Ankunft von Mike, worauf dann dieser bei uns erst mit Überzahl, später mit Wechsler mitwirkte. Bei 8:5 für uns verließ ich das Spielfeld als Auswechselspieler, um den Prozess der Nahrungsaufnahme endgültig abzuschließen. 5 Minuten später betrat ich wieder die Halle, voller Tatendrang den Gegner nun endgültig zu vernichten, musste aber feststellen das wir nun mit 8:10 hinten lagen. Was in diesen 5 Minuten passierte entzieht sich meiner Kenntnis und ist trotz meiner sonst blühenden Fantasie nicht mehr vorstellbar. Bis zum Ende des Spiels gelang es uns nicht das Ergebnis zu korrigieren.
Nach Spielschluss übergab dann Saschi sein Amt als Finanzführer, Abteilungsleiter Balllagerung und Vorbild an ununterbrochener Teilnahme. Ich spreche wohl für alle Hallenkicker, wenn ich feststellen muss, dass dieser Verlust kaum kompensiert werden kann. Um keine Schwermut aufkommen zu lassen, handelte Saschi konsequent und nahm gar nicht erst beim Aprés-Kick teil, der wieder im Bärenzwinger stattfand, wo eine nicht unerhebliche Anzahl blutjunger Businessstudenten schon eine Weihnachtsfeier abhielten. Das konnte die Kicker aber nicht abhalten einen (respektive mehrere) Glühwein zu trinken, den frisch von Arbeit ankommenden Stephan zu begrüßen und die Ästhetik von Weihnachtsengeln zu ermitteln.
An dieser Stelle sei noch allen Lesern des Blogs ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht.
Noch ein letzter Hinweis: 2009 wird diese Seite dann schrittweise auf www.tommr.de umziehen.

Samstag, 13. Dezember 2008

Hallenfußball regional: Glück und Alter

Glück ist etwas was nur sehr schwer herauszufordern ist. Zwar befriedigen sich manche Fußballfans gern mal an Oli Kahn Aussagen á la: „wir müssen das Glück erzwingen“, aber wenn man ehrlich ist muss man feststellen, dass das Glück kommt und geht und man nie so genau weiß ob es noch hereinspaziert oder gerade schon gegangen ist. Das Glück mit Sicherheit verpasst hatte gestern das bunte Team rund um Mike, der allein geschätzte 4mal den Pfosten traf. Doch kommen wir erst schnell zu den Aufstellungen:

Bunt: Mike – Sebastian – Sascha – Matze – Schilkinho
Orange-Rot: Anton – Stephan – Oerdie – Robert – Tommr

Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht die Rolle des unvorhandenen Glückes am gestrigen Donnerstagskick überstrapazieren. Es spielten zwei von der Aufstellung wohl gleichwertige Mannschaften. Orange-Rot hatte gestern etwas mehr Fortune in seinen Aktionen, aber nicht nur dass. Sie spielten auch den zügiger vorgetragenen Offensivfußball und leisteten sich weniger entscheidende Fehler in der Abwehr. Herausragend war Anton, der mit schönen Einzelleistungen häufig die komplette Hintermannschaft von Bunt vernaschte und übrigens auch zweimal das Dreiangel traf. So überrascht es auch nicht das Orange-Rot während der gesamten Spielzeit immer in Führung lag (obwohl Bunt rund 15min vor Schluss auf ein Tor ran kam) und am Ende auch als besseres Team mit 9:6 gewann.
Der Aprés Kick sollte eigentlich in der Auszeit stattfinden, doch diese nahm sich eine ebensolche, so das 4 Restkicker in den Bärenzwinger gingen und dort das Ende eines sicherlich bezweifelbar guten Konzerts einer absolut namenlose Musikformation mitanhören mussten. So wurde dann wegen des fortschreitenden Alters der Kicker und der belästigenden Musik auch recht intensiv über die negativen Begleiterscheinungen des Alterns diskutiert und zur Abwechslung ein Erfahrungsbericht Schilkinhos, die kulinarischen Köstlichkeiten Chinas betreffend, fototechnisch begutachtet.
Für die nächste Woche hoffen wir auf einen regen Zuspruch zum letzten Kick vor Weihnachten. Schön wäre es wenn wir einen netten Aprés Kick als Weihnachtsfeier organisieren könnten.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Hallenfußball regional: Mantel des Schweigens

Das letzte Donnerstagsspiel ist wohl besser, in den Mantel des Schweigens zu hüllen. Scheinbar gar nichts funktionierte. Alle Ereignisse hier nochmal aufzurollen, erscheint mir nicht besonders clever. Hoffen wir vielmehr, dass wir ab dieser Woche wieder klasse Fußball spielen werden.

Montag, 24. November 2008

Hallenfußball regional: Demokratischer Aufbruch

Der letzte Donnerstag wurde für die Donnerstagskicker der Tag an dem sie Demokratie neu erleben sollten. Zum ersten Mal seit langer Zeit wurde wieder zwei Mannschaften gewählt. Die Wahl nahmen Stephan und Anton vor und wählten sich ihre Mitspieler. Das Ganze hat vielleicht noch recht wenig mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu tun, brachte aber den Vorteil zwei recht ausgeglichene Teams zu erhalten, die sich nach der Wahl duellierten.
Stephans Team wurde zu Orange (was heißt: sie zogen Leibchen an), Antons Truppe wurde zu Bunt. Das Spiel ist schnell erzählt. Nach gutem Start für Bunt konnte im weiteren Spielverlauf Orange mehr und mehr das Zepter in die eigene Hand nehmen und drehte den Spielstand. Doch eine starke Schlussoffensive durch zwei Oerdie-Tore brachte das Endresultat von 7:7. Kein Team erreichte somit eine Mehrheit an Toren, womit das Spiel letztendlich unentschieden gewertet werden musste. Eins sei noch kurz erwähnt, Conrad gab ein beachtliches Comeback nach 14 Monaten Auslandspause.
Der Aprés Kick wurde diesmal im Bärenzwinger eingenommen wobei Hauptthema des Abends die Schneequalität kanadischer Skigebiete war. Oerdie würzte die Veranstaltung noch mit ein paar chemischen Experimenten.

Montag, 17. November 2008

Sportzeitschriften im Test: Heute das „World Soccer“ Magazin

Nachdem im ersten und bislang einzigen Beitrag dieser Serie am 4. Dezember 2007 das FIFA Magazin vorgestellt wurde, soll heute die englische Fußballzeitschrift „World Soccer“ im Mittelpunkt stehen.

Bei „World Soccer“ handelt es sich um ein renommiertes englischsprachiges Fußballmagazin, das monatlich im A4-Format erscheint und sich an eine internationale Leserschaft richtet. Es gehört, neben Größen wie dem „Kicker“, der „Gazetta“ oder „Marca“, zum als „European Sports Magazines“ bekannten Pool europäischer Sportzeitschriften, die u. a. jährlich den „Golden Shoe“ für den Besten der europäischen Torjägerliste vergeben. Für die journalistische Qualität zeichnen sich bekannte Fußballjournalisten wie Brian Glanville oder Keir Radnedge verantwortlich.

Das im deutschsprachigen Raum nicht verkaufte Magazin umfasst etwa 110 Seiten, die sich in einen etwa 80-Seitigen Hochglanzteil und einen sich anschließenden farbigen, aus „normalem“ Zeitungspapier bestehenden Info-/Ergebnisteil gliedert. Letzterer beinhaltet die Ergebnisse und Tabellen einer Vielzahl weltweiter Ligen. Die Leser, die den aktuellen Stand der equadorianischen Liga wissen möchten, wie es in der afrikanischen Champions League aussieht oder warum Rivaldo zum usbekischen Spitzenklub Bunyodkor gewechselt ist, werden sich von diesem Teil bestens informiert fühlen.

Der Hochglanzteil hingegen startet mit den üblichen zehn Seiten a la „das aktuellste des Monats“ mit vielen Bildchen, Q&A-Spielchen und dergleichen, was nett anzuschauen und schnell überblättert ist.
Es schließt sich ein meist von hoher journalistischer Qualität geprägter fußballpolitischer Teil an. Meist geht es um aktuelle Themen, die in Form von ganzseitigen Kommentaren dargelegt werden. In den letzten Monaten ging es beispielsweise um Sinn und Zweck des olympischen Fußballturniers der Männer und die Rolle der FIFA dabei; die beschlossene Erweiterung der EURO auf 24 Teams oder ein kritisches Hinterfragen der sehr laxen „club ownership rules“ der Premier League. Als besonders interessant für die deutschsprachige Leserschaft erscheint dabei die britische Perspektive auf das Spiel. So kommt das deutsche Fußballspiel meist ziemlich schlecht weg, es wird als ideenlos und rein auf Athletik basierend dargestellt. Gern aufgenommen und wiedergegeben werden von deutschen Trainern wie Jogi Löw geprägte Sätze wie „We have to work hard…“. Dabei ist Fußball noch immer (und Gott sei Dank) ein Spiel, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht.

Danach folgen Headlines aus den weltweit wichtigsten Fßballligen. Auf der „deutschen“ Seite wird im Oktober die Entwicklung von 1899 Hoffenheim vorgestellt. Nachteilig für den Leser erweist sich hier allerdings die aufgrund der monatlichen Erscheinungsweise eingeschränkte Aktualität der Beiträge. So wird im Teil über Spanien von einer Krise beim FC Barcelona gesprochen, weil die Mannschaft aus den ersten beiden Ligaspielen nur einen Punkt holte und ein Tor schoss. Ironischerweise hat die Mannschaft seitdem die bis heute folgenden neun Ligaspiele sämtlich gewonnen und die Gegner dabei mehrfach mit einem halben Dutzend Gegentoren nach Hause geschickt.

Weiterhin werden allmonatlich die Taktiken von bekannten Trainern analysiert, fremde Ligen vorgestellt (z.B.: Iran) und eine Fußballstadt porträtiert.
So richtig rund wird die Sache dann mit dem Thema des Monats. Im Oktober wird sich dabei auf mehreren Seiten der Übernahme von Manchester City durch Scheichs aus den VAE gewidmet und dem englischen Rekordtransfer von Robinho zu Man City, „The deal that will change football for ever…“. Würde jemand behaupten, der gute Robinho ist mal ordentlich vera….t worden, könnte man ihn nicht als Lügner bezeichnen.

Festzuhalten bleibt, das Magazin ist, trotz gefühlt leicht abnehmender Qualität, sein Geld von jährlich 60 Euro im Abo wert, weil es sich den kritischen Blick unabhängiger journalistischer Betrachtung auf das beliebte Spiel bewahrt hat.

Dienstag, 4. November 2008

Leider kein Spielbericht

Sorry Leute, diese Woche habe ich es leider nicht geschafft einen Spielbericht zu schreiben. Auch für das nächste Spiel am Donnerstag wird es keinen Bericht geben, da ich am Freitag nach Spanien fliege. An dieser Stelle sei aber noch mal auf Andrés tollen Bericht vom Führenden der Bundesliga verwiesen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Sport im Westen: Bochum - Hoffenheim 1:3

Um die im letzten Post erwähnten „unbekannten Spieler von Hoffenheim“ einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, reiste ich am Mittwochabend ins „schöne“ Bochum. Und es sollte sich lohnen. Auf dem Programm am 10. Spieltag der Bundesliga stand das Spiel eines der kleineren Ruhrgebiets-Traditionsvereine gegen die von Didi Hopp finanzierte Sportgruppe aus dem beschaulichen Hoffenheim.
Für mich nicht unwichtig, gestaltete sich die An- und Abreise von Düsseldorf-Derendorf nach Bochum und Retour nahezu unvergleichlich einfach. Vor der Haustür in die S1 stolpern, am Bochumer Hauptbahnhof in die Straßenbahn umsteigen und nach 1 Haltestelle steht man direkt vorm Stadioneingang. Das Ruhrstadion ist ein unspektakuläres, aber sympathisches Stadion was von innen wie außen ein klein wenig angestaubt wirkt aber dennoch sehr gut zu diesem Verein und seinen Fans zu passen scheint und die Ansprüche von daher wohl völlig erfüllt. Die Anhänger des VfL, aber dass ist ja im Westen nichts Neues, kamen ebenfalls recht entspannt daher.
Das Spielniveau, um dies vorwegzunehmen, überraschte mich sehr positiv. Im Vergleich zu in der Vergangenheit besuchten Bundesligapartien begann das Spiel mit sehr hohem Tempo, und das sollte auch die nächsten 75 Minuten so bleiben. Nach Bochums Paukenschlag mit dem 1:0 bereits in der 2. Spielminute gestaltete sich die Partie in der ersten Halbzeit recht offen. Obwohl auf beiden Seiten nur wenige klare Chancen herausgearbeitet werden konnten, hatte das Duell ob des hohen Tempos und der gelegentlicher spielerischer Schmankerl einen hohen Unterhaltungswert.

In der 2. Hälfte spielte dann nur noch eine Mannschaft, und das war Hoffenheim. Das Team ging noch mehr Risiko und profitierte davon, dass Bochum dem hohen Tempo der 1. Hälfte Tribut zollen musste. Das Geschehen auf dem Platz machte den Eindruck, als spielte ein guter Bundesligaverein in der 1. Pokalrunde gegen einen Fünftligisten. Dabei war Bochum gar nicht mal so schlecht, nur Hoffenheim war dem Gegner von der individuellen Athletik und der Spielauffassung der Akteure derart überlegen, wie ich es glaube ich noch nie in einem Fußballstadion gesehen habe. Die von (erstaunlicherweise!) doch recht vielen Auswärtsfans angetriebenen Spieler von 1899 ließen einen geordneten gegnerischen Spielaufbau gar nicht erst zu. Insbesondere die vorgezogene Spielweise der beiden klasse Außenverteidiger Ibertsberger und Beck verhinderte, dass Bochum über die Außen zur Entfaltung kam. Und was durch die Mitte kam, wurde eine leichte Beute der schnellen Hoffenheimer. Überhaupt hatte man beständig den Eindruck, 1899 spiele die ganze Zeit über Konterfußball. Das Team verzichtet auf den im deutschen Fußball sonst so gern gepflegten behäbigen Spielaufbau und spielt extrem schnell und über wenige Stationen nach vorn. Die vorhandene Klasse der Mittelfeldspieler und die extreme Schnelligkeit von Obasi und Ba im Angriff ermöglichen eine solche Spielweise. Hinzu kommt ein weiteres interessanter Feature: sämtliche Standardsituationen aus „nutzlosen“ Mittelfeldpositionen werden schnellstmöglich ausgeführt, was den Spielfluss des eigenen Teams deutlich erhöht und eine Neuerung in der Bundesliga darstellt, an die sich die meisten Teams (der HSV hat es am 9. Spieltag zu spüren bekommen) erst einmal gewöhnen müssen.
Insgesamt ein sehr lohnenswerter Fußballabend, vor allem da es mit Hoffenheim eine Mannschaft zu sehen gab, die einen für die Bundesliga sehr unüblichen Spielstil pflegt. Zu guter letzt noch ein Wort zum auch den Dresdner Fußballfreunden nicht unbekannten Schiri Gagelmann: Der kann´s einfach nicht!
Die Heimreise gestaltete sich ähnlich erfreulich wie der gesamte Abend und bereits eine gute Stunde nach Spielschluss erreichte ich wieder mein trautes Heim.

Freitag, 24. Oktober 2008

Hallenfußball regional: Brilliant Orange?

Der holländischen Nationalelf eilen mehrere Klischees voraus. Man sagt, sie würde immer wieder brillante Fußballer hervorbringen (denkt man nur an Cruyff, van Basten, Gullit, Bergkamp und diese Liste ließe sich nach belieben weiterführen). Warum dem so ist, das ein solch kleines Land so viele gute Spieler hervorzaubern kann beschäftigt viele Fußballgeister. Ein Meilenstein in der Erklärung holländischen Fußballs ist dabei David Winners Buch „Brilliant Orange“. Er erklärt den holländischen Fußball aus der holländischen Kulturgeschichte heraus, die sich in ihrer Historie immer wieder mit der Gewinnung von Raum auseinandersetzen musste. Das Abtrotzen des Raumes vom Meer prägte die Holländer scheinbar so stark, dass sich dies auch im Fußball niederschlug. Aus dieser Besonderheit entstand der „Total Football“ der 70er Jahre der den Niederlanden hintereinander zwei Finalteilnahmen bei WM-Endspielen einbrachte. Wie jeder weiß verloren sie beide Spiele und hier kommen wir zum dritten Merkmal des holländischen Fußballs – überhöhtes Selbstbewusstsein, manche würden auch von Arroganz sprechen.
Gestern spielten beim Hallenfußball ein 7er Team (Mehr) gegen eine orange Mannschaft mit 6 Mann. Jetzt raten sie mal wer ein sicher geglaubtes Spiel noch verloren hat. Sie haben recht; es war Orange. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass Orange auch nur eine der vorher angesprochenen Tugenden der Holländer mitbrachte, aber sie beherrschten das Spiel. Noch 10 Minuten vor Schluss stand es 7:4 für Orange und es gab nicht einen Grund am Sieg des Teams zu zweifeln. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte holte sich Teamleader Dirk bei Orange eine Zerrung und wurde in einem Akt von Barmherzigkeit an Mehr verkauft, um dort im Tor zu stehen. Dafür bekam Orange Robert der bis dato die Abwehr von Mehr stabilisierte. Diese Arbeit verrichtete er jetzt für Orange und was taktisch noch wichtiger war, er hinterließ eine riesige Abwehrlücke bei Mehr. Diese wurde von niemand ernsthaft gefüllt und so gelang es Orange immer wieder aus einer massierten Abwehr heraus tief in die gegnerische Hälfte vorzustoßen und einen komfortablen Vorsprung auszubauen. Mehr sah nicht wirklich gut aus, Anton normalerweise Torgarant schaffte es leider nicht aus 20cm liegend ein leeres Tor zu treffen, sondern spitzelte den Ball tatsächlich über (!) das Gehäuse. Doch die letzten 10 Minuten veränderten das Spiel total. Orange im arroganten Siegesrausch ließ einen wahrlich harmlosen Kopfball von Torsten ins eigene Tor kullern (riesen Torwartfehler), nur 30 Sekunden später erzielte Mehr den Anschlusstreffer. Orange brach auseinander, konnte aber bis 23:00 Uhr wenigstens das Unentschieden halten. In der Nachspielzeit setzte dann Saschi mit einem Kopfball den Todesstoß und brachte Mehr einen eigentlich nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.
Der Aprés-Kick wurde im riesa efau durchgeführt. Ein buntes Spektrum an Themen wurde erörtert. Saschi bemängelte die Gitarrenlastigkeit bei Iron Maiden und erklärte seine Vorstellungen über den perfekten Song. Weitere Themenschwerpunkte waren die unbekannten Spieler von Hoffenheim, die Frage ob man den Bärenzwinger besser mietet oder eine Trinkpauschale einrichten sollte und das Geheimnis des wohlriechenden Leibchens. Die Geheimformel heißt übrigens: Lenor.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Hallenfußball regional: Kurzer Bericht

Bei der Sportschau soll es mal eine Regel gegeben haben, nach der bei guten Spielen ein länger und nach schlechten Spielen einen kürzerer Bericht im Fernsehen zu sehen war. Ich glaube nicht das diese Regel in dieser Form noch besteht und wenn dann nur noch in Ansätzen, aber das sei an dieser Stelle auch nicht ausdiskutiert. Wenn dieser Blog auch eine solche Regel hätte, dann sollte der nun folgende Bericht kein allzu langer werden. Denn – der aufmerksame Leser wird es schon gemerkt haben – der letzte Donnerstag bekam kein wirklich schönes Spiel zu sehen.
Team Bunt hatte sich während der gesamten Spielzeit von 90 Minuten nicht wirklich gefunden. Zu unterschiedlich waren die Ideen von gutem Fußball. Auf der anderen Seite machte Orange nur soviel wie wirklich notwendig war, versemmelte ein paar 100% Chancen und spielte maximal soliden Fußball, mit der ein oder anderen schönen Aktion, mehr aber auch nicht, vor allem deshalb nicht, weil man mehr auch nicht zu tun hatte. Einer der drei Fans, die für einen neuen Besucherrekord bei den Hallenkickern sorgten meinte nachdem Spiel, ihm fehlten vollkommen die Emotionen auf dem Platz. So spielte Orange ein Spiel, wie immer vom energischen Stephan angeführt, bei dem man nie das Gefühl hatte sie könnten es verlieren, obwohl Bunt über lange Zeit den Spielstand offen hielt. Am Ende allerdings gewann Orange mit 9:6.
Da man die Fans auch gleich noch beim Aprés Kick begrüßen durfte, wurde es diesmal eine große Runde mit einem ebenso großem Themenbereich an Gesprächen. Es wäre an dieser Stelle zu viel auf einzelne Aspekte einzugehen. Die Gruppe sollte sich wieder sehen, zwei Tage später auf Jans und Stephans hervorragender Party und bei frischem Döner und gezapftem Bier zu feiern.

Montag, 13. Oktober 2008

Hallenfußball regional: Spitzenspiel

Objektiver Journalismus - geschätzter Leser - ist in unserer Zeit ein fast vergessenes Gut. Man findet ihn wohl nur noch in einigen Ecken zusammengekauert und man ist sich nicht so recht sicher, ob er immer schon dort zu finden war und man ihn nur nie suchte oder ob er mal ein wirkliches Mitglied der Zunft war. Wir können an dieser Stelle, diese Frage nicht vertiefen. Was wir allerdings können, ist einen Standpunkt beziehen. Ihr Autor gehört nicht zu den „Verlierern in der Schmollecke“, nein hier wird eine Meinung vertreten und wer dagegen ist, der schreibt eben einen Kommentar.
Genau deshalb war das Spiel letzte Woche ein echtes Spitzenspiel! Nun könnte man argumentieren das spielerisch bessere Team hat verloren, weil sie an einer starren Abwehrmauer abprallten und der Platz bei einer wiederholten Rekordbeteiligung recht eng wurde, aber – wenn sie mich fragen – ist das reine Verliererrhetorik. Die Aufstellungen der Teams waren fast eine Kopie der Vorwoche. Eine überragende spielerische Mannschaft kämpfte gegen hartgesottene Abwehrrecken. Da das Abwehrteam „Bunt“ wirklich mit jedem Mann vorm eigenen Strafraum stand und das spielerische Team „Orange“ versuchte irgendwie daran vorbei zu kommen, entwickelte sich ein wahrer Klassiker. Während „Orange“ mit voller Kraft stürmte (was nichts anderes heißt, als das keiner sich für die Abwehrarbeit wirklich begeistern konnte) setzte Bunt geschickte nadelstichartige Konter. Um ein kleines Beispiel zu geben. Abwehrorganisator Oerdie steht in der eigenen Hälfte auf der Hälfte zwischen Mittellinie und eigenem Strafraum. Der Torwart von Orange (ich denke es war Torsten, CdM) erinnerte mehrmals seine Hintermannschaft auf Schlikkes aufzupassen, welcher auf seiner rechten Angriffsseite alle Freiheiten genoss. Auf Oerdies langen Ball auf rechts rammte Schlikkes in den freien Raum (noch immer von Torsten angemahnt) und wuchte die präzise getimte Flanke von Oerdie in die Maschen. Traumtor! Ein weiterer Treffer dieses Kalibers war Oerdies Knaller ins linke Dreiangel. Dieses Tor löste allerdings Diskussionen bei Mannschaftskapitän Stephan aus, der zu Recht Oerdies Offensivdrang bemängelte, Traumtor hin oder her – Disziplin muss schon sein. Nicht vergessen soll Saschis Topleistung sein. Der einen wunderbaren Hackentreffer im Stile eines Roland Müllers feierte (wenngleich Roland zwar diesen Treffer theoretisch drauf hatte, ihn aber nie in dieser Form wirklich praktisch umsetzen konnte). Am Ende gewann jedenfalls Bunt hoch verdient mit 10:7 (oder so).
Der Apres-Kick im riesa efau beschäftigte sich nicht nur mit Oerdies falschem Stellungsspiel, sondern erörterte auch die Frage, wieso bitte schon um 23:00 Uhr Küchenschluss sei und wer das erste Bier trinken durfte.

Freitag, 3. Oktober 2008

Hallenfußball regional: Donnerstagsfestspiele

Letzten Donnerstag erlebte die Halle 2 der Freiberger Arena einen Demonstration wirklich sehenswerten Fußballs. Zwei klasse Teams trafen aufeinander und zeigten eine über weite Strecken spannende und in vielen Phasen wirklich erstklassige Partie. Orange mit Fußballergrößen wie Dirk, Torsten (CdM) oder Mike ausgerüstet versuchten ihr gefährliches Kurzpassspiel gegen die hart kämpfenden Jungs von Bunt um Stephan und Andre anzuwenden. Orange hatte auch den etwas besseren Start und führte mit 1:0. Auf der anderen Seite produzierte Bunt aller 2 Minuten eine neue Großchance nur um sie, mit zunehmender Spielzeit immer kläglicher zu vergeben. Gefühlt stand es 5:2 für Bunt, jedoch schoss Orange zum 0:2 ein. Wer dachte Bunt würde nun zerfallen sah sich getäuscht. Wenn auch die 100% Chancen immer noch nicht genutzt werden, so half Orange nun nach. Zwei unglückliche Tore verhalfen zum Ausgleich der Partie, bevor Leo nach schönem Konter sogar zum 3:2 für Bunt erhöhte. Nun entwickelte sich ein sehr passabler Kick bei dem es Bunt schaffte, die individuelle Klasse von Orange zu stören, diese jedoch nie vollkommen in den Griff bekam. Orange steigerte sich und schoss wirklich sehr schöne Tore. Auch wenn es am Ende nur zu einem knappen 6:4 für Orange reichte, waren sie es doch, die mehr zu zusetzen hatten und ihre individuelle Klasse immer mehr einbringen konnten.
Der Apres-Kick – diesmal wieder in der Auszeit – beschäftigte sich mit den unglaublichen Möglichkeiten des Schalls in Verbindung mit unseren Fußballspielen und der Frage, wie man größere Geldsummen steuerlich gut absetzen kann.

Freitag, 26. September 2008

Hallenfußball regional: Viele Spieler - wenig Qualität

Das gestrige Donnerstagsmatch versprach einen neuen Spielerrekord, wobei allerdings leider einige An- bzw. Abmeldungen nicht nach den Regularien der Donnerstagskicker-Einschreibe-Homepage befolgt wurden, was am Ende leider eine ungerade Spielanzahl ergab. An dieser Stelle sei nocheinmal auf die Wichtigkeit unseres bundesweit führenden Einschreibeangebotes hingewiesen. Letztendlich spielten dann 8 Mann (mit einem Wechseler) in Orange gegen 7 Bunte.
Bringen wir es gleich mal auf den Punkt; das Spiel war nicht schön. Was aber zu erwarten war bei einem 7 gegen 7. Recht viel zufällige Aktionen wurden nur allzu selten von klugen Spielzügen abgelöst. Ebenso muss ein recht wildes Maß an Härte für das Spiel festgestellt werden, dass allerdings von gelegentlich anreisenden westdeutschen Gastspielern immer noch als zu verweichlichtes Spiel bezeichnet wurde. Die Geschmäcker scheinen da verschieden. Das Spiel dominierte zuerst Bunt (zumindest nach Toren) und es schien nicht so als ob Orange da was gegen zu setzen hätte. Doch dann erwiesen sich einige Chancen für Bunt als unverwertbar und andere Chancen für Orange als machbar und schon stand es 7:7. Es waren noch 5 Minuten zu spielen als das Pressing von Orange in den gegenerischen Strafraum verlegt wurde (war es taktische Unfähigkeit, Faulheit beim Zurückrennen?) und Stephan konnte doch tatsächlich zum umjubelten 8:7 für Orange einnetzen. Ein Spiel das keinen Sieger verdiente (weil einfach mal keine Mannschaft einen schönen Fußball bot) hatte dann doch noch einen Sieger gefunden, aber so ist halt Fußball, um an dieser Stelle mal eine alte Weisheit einzustreuen.
Der Apres-Kick im riesa efau kann als sehr gediegen betrachtet werden. Bei Bier und Speis (auch schon mal mit Knobi) wurden mal wieder alle Themen der lokalen, regionalen und weltpolitischen Situation berührt.

Freitag, 12. September 2008

Hallenfußball regional: Freitagskicker werden zu Donnerstagskickern

Die neue Saison hat begonnen und damit beginnt auch tommerssportwelt wieder mit Ihrer Berichterstattung. Zuerst die schlechte Nachricht, aus den Freitagskickern wurden die Donnerstagkicker, da leider die Freitagszeit auf Donnerstag verschoben wurde. Doch ab Ende September, so die Hoffnung der Verantwortlichen kann es eine Rückkehr auf den geliebten Freitagstermin geben.
Diesen Donnerstag nun schon zum dritten mal spielten die neuen Donnerstagskicker in Halle 2 der Freiberger Arena. Diesmal mit einer 10 Mann Besetzung, die folgende Teams ergab:
Bunt: Stephan – Stefan – Saschi – Tommer – Schlikkes
Orange: Dirk – Leo – Sebastian – Gabler – Rudi Rüssel
Was die nicht vorhandenen Zuschauer diesmal zu sehen bekamen war ein lockeres, wenngleich nicht immer hochklassiges Spiel. Spannung bot es ebenso, denn beide Mannschaften waren am Beginn nicht weit voneinander entfernt. Bunt eröffnete zwar den Torreigen, doch Orange schien immer wieder zurückzukommen. Dennoch konnte Orange nie in Führung gehen. Beide Mannschaften ließen gelegentlich die ein oder andere Ballstafette aufblitzen, welche jedoch zumeist Resultat ungenügender Abwehrleistungen war. Hier muss besonders Orange genannt werden, diese hatten nach rund einer Stunde Spielzeit entscheidende Defizite im Defensivspiel welche Bunt zu einer ganzen Reihe von recht einfachen Toren einlud. So stand es 12 Minuten vor Schluss 10:4 für Bunt. Orange konnte zwar noch einmal drei schnelle Tore erzielen und 3 Minuten vor Abpfiff auf 10:7 verkürzen, jedoch blieb es bei diesem Resultat. Letztendlich setzte sich die Mannschaft mit der etwas besseren Defensive durch. Zu erwähnen bleibt aber noch die explosionsartige Leistungssteigerung von Rudi Rüssel im Vergleich zum letzten Spiel. Insbesondere als Torwart bewahrte er einige Male seine Elf vor Gegentoren.
Der AprésKick konnte diesmal an einem lauen Spätsommerabend im Biergarten vor der Arena beendet werden. Besprochen wurden diesmal die arbeitsrechtlichen Vor- und Nachteile des Nacktputzens, sowie deren moralische Konsequenzen.

Montag, 7. Juli 2008

Hallenfußball regional: Saisonabschlussbericht

Letzten Freitag spielten die Freitagskicker zum vorletzten Mal (hoffentlich nur in dieser Saison). Es gilt zu befürchten, dass für die nächste Saison der Freitagstermin nicht mehr gehalten werden kann, näheres kann man von Mike erfahren. Trotzdem sind alle zuversichtlich, auch ab Herbst wieder die große Kunst des Futsals zelebrieren zu können. Da ihr geneigter Fußballberichterstatter aber schon nächste Woche im Urlaub ist, kommt heute der letzte Bericht für diese Spielzeit.
Quantitativ war auch diesen Freitag eher Magerkost anzutreffen. Nur 7 Spieler fanden sich ein. Doch diesmal wurde auf große Tore gespielt mit aller 10 Minuten wechselnder Mannschaft. So spielten alle mal mit allen, auf einem phasenweise beachtlichen Niveau (andere Phasen waren weniger verheißungsvoll).
Der Apres-Kick fand nach einiger Zeit mal wieder in der Auszeit statt, die wegen des vorgezogenen Termins (Start war diesmal um 20:00 Uhr, wie übrigens auch das nächste Mal) noch offen hatte. Zu beratschlagen gab es zukunftsweisende Möglichkeiten der Spielaufrechterhaltung durch Umgestaltung der Rahmenbedingungen unseres Freitagsspiels. Ein Ergebnis kam dabei aber nicht zustande, es waren aber alle der Meinung, dass man unseren traditionsreichen Termin aufrechterhalten kann. Ein weiterer Schwerpunkt bestand im Erfahrungsaustausch über geeignete Austragungsorte.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Exklusive Bilder vom Europameister

Es ist durch unseren Außenkorrespondenten 9911 gelungen exklusive Bilder vom Europameister beim Abflug aus Österreich zu bekommen. Vielen Dank dafür. Diese werden in loser Folge auf der rechten Seite präsentiert.

Dienstag, 1. Juli 2008

Fiesta in Vienna!

Finale! Eine kleine Abordnung aus dem Kreis der Freitagskicker hatte es – wie von mehrfach preisgekrönten Tippchampions nicht anders zu erwarten – wohl schon vorausgeahnt und den Trip nach Wien schon Monate im Voraus geplant. Schlikkes, Andy, Dirk und der erfolgsverwöhnte Stephan hatten sich bereits am Mittwoch auf den Weg nach Wien gemacht und so in den Tagen vor dem Finale genügend Zeit, Fanmeilen im Regen, diverse Wiener Clubs und Fanshops zu erkunden, dabei 1-2 Bier zu trinken und kuhfladengroße Wiener Schnitzel zu verspeißen.
Ich traf die Truppe exklusive des bereits abgereisten Andy dann gutgelaunt am frühen Nachmittag des Finaltags auf´m Campingplatz Kleehäufl. Zuvor hatte ich mich Sonntagmorgen zu noch nächtlicher Stunde an allen möglichen betrunkenen Nachtschwärmern vorbei in Leipzig in den Zug geschwungen, der mich über Prag in Österreichs Kapitale bringen sollte. Etwas unorganisiert in das Abenteuer gestattet, wurde ich nach der glücklichen Vereinigung auf dem Campingplatz dann erstmal mit Motor Schaden-Trikot, Kamera sowie Schlafgelegenheit ausgestattet und mit Speiß und Trank versorgt.
Irgendwann nahm unsere Abordnung das Abenteuer Finale dann auf sich und wurde bereits im Bus in die Innenstadt von einem humorigen Vertreter der deutschen Schlachtenbummler mit Sprüchen wie „Ein Pole ohne P ist einfach nur Olé“ eingestimmt. Überhaupt waren die Deutschen erwartungsgemäß klar in der Überzahl, insbesondere sämtliche Wiener Brunnen schienen sich der Beflaggung nach zu urteilen fest in deutscher Hand zu befinden. Die Atmosphäre rund um den Stephansdom war auch recht ausgelassen, deutsche und spanische Fans feierten gemeinsam sich selbst. Und das durchaus zu recht, denn erfreulicherweise war die Atmosphäre friedlich-entspannt und viele Fans hatten sich zum Finale witzige und kreative Designideen überlegt, um durch Kleidung+Körperbemalung ihre Verbundenheit mit der Mannschaft zu zeigen. Wobei auffällig war, dass sich die Österreicher auf die Seite der Spanier geschlagen hatten und nahezu geschlossen mit diesen sympathisierten. Nach ein paar gemeinsamen Bierchen und einer Stippvisite auf der Fanmeile, wo die Jungs das Spiel verfolgen wollten hieß es dann für mich „Auf zum Stadion“. Das Ernst-Happel-Stadion hat mir durchaus sehr gut gefallen, trotz Laufbahn ums Spielfeld ist man Dank steiler Ränge recht nah am Geschehen dran, ich hatte einen ordentlich Platz etwas oberhalb hinter einem der Tore. Bereits eine halbe Stunde vor dem Spiel war die Hütte voll, etwa 10000 Spanier sahen sich ca. 2,5 Mal so vielen deutschen Schlachtenbummlern gegenüber. In Punkto Support konnten die Spanier aber durchaus mithalten, ich fand die Stimmung insgesamt sehr gut, wenn auch nur ganz selten mal richtig frenetisch. Aber laut war´s auf alle Fälle. Zum Spiel muss man nicht viel sagen, hat ja jeder gesehen. Die beste Mannschaft des Turniers hat verdient gewonnen. Den Ball von Torres´ aus nächster Nähe ins Tor trudeln zu sehen war leider schon ein unvergesslicher Augenblick. Auffällig im Spielverlauf war bei den Deutschen ein Vakuum genau da, wo die Spanier am besten waren: im zentralen Mittelfeld. Auch wenn das Spiel insgesamt kein Weltklasseniveau hatte, war es schon beeindruckend, eine derartige Auswahl an Klassespielern kombinieren zu sehen: Xavi, Iniesta, Torres, Senna, Ramos und Silva waren in diesem Spiel mit das Beste, was ich jemals so auf Fußballplätzen habe rumlaufen sehen. Erschreckend und beeindruckend war die Leichtigkeit, mit der sie eine biedere, aber zumindest halbwegs kompakte deutsche Mannschaft zerlegt haben. Teilweise zum Zungeschnalzen, wären wir nicht der Gegner gewesen.
Die Pokalübergabe, Konfettiregen und Feuerwerk nach dem Spiel konnte ich dann doch genießen, die Spanier hatten es einfach verdient und das sah erfreulicherweise auch die Mehrheit der deutschen Fans im Stadion so.
Zurück in der Stadt haben wir dann noch gemütlich den ein oder anderen Absacker zu uns genommen und während wir vergeblich auf die große spanische Party gewartet haben hat Stephan nebenbei noch eine Schlägerei verhindert und Schlikkes wie immer lustige Sprüche an den Mann respektive die Frau gebracht.
Montagmorgen hieß es dann für uns als frische Vizeeuropameister Abschied von Wien zu nehmen und in Dirks „Wohnmobil“ ging es nach einer zünftigen kulinarischen Stärkung in Tschechien zurück ins heimatliche Dresden. War auf jeden Fall ein Erlebnis, die Fiesta in Vienna!

Montag, 30. Juni 2008

Hallenfußball regional: Gemischte Teams und kleine Tore

Die Freitagskicker konnten zum letzten Spieltag im Juni leider nur 7 Spieler begrüßen, da sich eine Abordnung in Wien befindet, um dort die Euro2008 Stimmung zu begutachten. So wurde auf Vorschlag Burkhards auf kleine, besser sehr kleine Tore gespielt (Einschussoberfläche kleiner einem Quadratmeter). Ungünstigerweise war auch noch eine ungerade Anzahl von Spielern anwesend. Dadurch musste erst einmal über die verschiedenen Möglichkeiten der Spielformen beratschlagt werden. Man entschied für 4 gegen 3, mit einer Spielzeit von 10min zu spielen, und dann die Teams zu tauschen. Das 3er Team erhielt zwei Punkte pro Tor, wodurch es den quantitativen Nachteil ausgleichen konnte. Am Ende spielte jeder mal mit jedem, jedoch habe ich mir wirklich nicht die Ergebnisse und genauen Konstellationen gemerkt. Einige schöne Spielzüge waren auch zu sehen. Erstaunlicherweise gewann zumeist das 3er Team oder hielt zumindest ein 0:0. Zu bemerken war, dass die Freitagskicker auch ein neues Mitglied zu vermelden haben, Leo aka Grossi bot eine sehr passable Leistung an und darf wiederkommen.

Sonntag, 22. Juni 2008

Hallenfußball regional: Doppelte Spannung

Am Freitag trafen sich die Freitagskicker, um wie an jedem letzten Arbeitstag der Woche, ihrem liebsten Hobby zu frönen, der Fußlümmelei. Doch bevor es richtig losging bot sich die Möglichkeit, einigen Anschauungsunterricht bei der Weltfreiluftelite zu nehmen. Die erste Halbzeit von Kroatien vs. Türkei stand an und bei einem gemütlichen Bier konnte festgestellt werden, dass man wahrlich kein Spitzenspiel sah. So konnte es dann ab 21:30 Uhr nur besser werden. Pünktlich zum Anstoß standen sich Bunt und Orange gegenüber:

Orange: Dirk – Anton – Sascha – Sebastian – Schlikkes – Robert

Bunt: Stephan (erfolgsverwöhnt) – Stefan – Nick – Tommer – Rainer – Oerdie

Bunt startete erstaunlich überlegen in die Partie und lag schnell mit 4:1 in Front. Stephan spielte so wie es sein Benutzername verspricht, erfolgsorientiert nach vorn und kompromisslos aber fair im Zweikampf nach hinten. Orange kam schwer in die Gänge auch weil die gewohnten Erfolgsgaranten Dirk und Anton immer wieder an der passablen Abwehr von Bunt scheiterten. Doch mit zunehmender Spielzeit gleichten sich beide Teams mehr und mehr an. Stephan dehnte sich zu allem Überfluss auch noch seinen rechten Knöchel und musste über eine längere Spielzeit das Tor hüten, was Orange stärker machte und das Team auf zwei Tore heranbrachte (5:7).

Nach einer kleinen Pause, die zum Bandagieren von verletzten Knöcheln benutzt wurde, entfaltete das Spiel seine ganze Spannung. Bis zum Schluss kam es zu einem Kopf an Kopf rennen beider Teams. Nachdem nicht um 23:00 Uhr der Schlusspfiff ertönte, sondern das nächste Tor über den Sieg entscheiden sollte, vergaben beide Teams zahlreiche Einschusschance. Die schönste von ihnen hatte Anton, der einen strammen Rechtsschuss nur an die Latte setzte. Schade!

So unterbrach der Hausmeister, wie eigentlich immer, das Spiel der Freitagskicker. Es endete schiedlich, friedlich mit 9:9. Danach drang das Gerücht in die Umkleidekabinen das Spiel Kroatien – Türkei sei noch nicht beendet und eine gewisse Hast machte sich breit. Nach einiger Verwirrung bezüglich des Spielstandes (0:0, 1:0, 1:1) schafften es schließlich alle Freitagskicker zum Elfmeterschießen in die Auszeit. Am Ende gewann die Türkei und alle Freitagskicker hofften auf dem Nachhauseweg nicht mit ihren KfZs durchgeschüttelt zu werden, was dann aber auch nicht passierte.

Spieler des Tages wird Nick, der seinen Ausstand von den Freitagskickern gab und zwecks Wechsel des Arbeitsplatzes wohl nicht mehr in unseren glorreichen Hallen gesehen werden wird. Es wird ihm sicherlich schwer fallen einen ähnlich begabten und zeitgleich so sympathischen Fußballerkreis zu finden, aber dafür jedenfalls sei ihm viel Glück gewünscht.

Freitag, 20. Juni 2008

Euro 2008: Zwischenfazit: 3. Spieltag und 1. Viertelfinale

Buff, das hätte man so nicht erwarten können. Deutschland hat sich in einer Form gesteigert, die ich diesem Team nicht mehr zugetraut habe und steht nach einem 3:2 Sieg über die hohen Favoriten Portugal verdient im Halbfinale. Ich hätte es nicht gedacht und verneige mich respektvoll. Damit ist mein erster Finaltipp falsch, aber Andre liegt richtig und ich bekomme langsam Angst, ihm einen Kasten zahlen zu müssen.
Aber kommen wir erst nochmal zum 3. Spieltag der Vorrunde. Der hatte sein Highlight im Spiel Türkei vs. Tschechien. Wenn ein Spiel noch gedreht wird, ist das immer eine spannende Sache, aber wenn man so schlecht wie die Türken spielt und dann einfach mal die Leistung explosionsartig steigert (durch einen fantastischen Hamit Altintop) dann muss man einfach seinen Respekt zollen, auch wenn Petr Cech sicherlich einen ebenso großen Anteil an der Niederlage seiner Mannschaft trägt. Als Highlight vorausgesehen, aber dann spielerisch enttäuschend, war die Partie Italien vs. Frankreich. Russland konnte gegen Schweden überzeugen und man kann sich wohl auf ein spannendes Duell mit den Holländern freuen. So endete die Vorrunde mit mauen Gruppensiegern, die alle schon feststanden und zwischen 8 und 10 neue Spieler brachten.
Im Viertelfinale hat uns ja schon die erste (positive) Überraschung ereilt und man darf gespannt sein, wer sich im Halbfinale so alles wiedersieht. Ein paar Worte muss ich noch zur hiesigen Euphorie verlieren. Toll, das Deutschland weiter gekommen ist, aber was für einen Preis müssen wir dafür zahlen. Wir müssen Moderatoren vollkommen fachfremder Sachgebiete über Fußball sprechen hören und wissen genau, dass der nächste Beitrag keinerlei neue Informationen bringen wird. Die Nachrichten beginnen mit der 100. Wiederholung von Toren, die eigentlich jeder schon am Abend vorher gesehen haben muss und ich kann Mandy (16) aus Kleinkleckmanssdorf sehen, die Christiano Ronaldo für viel hübscher hält und deshalb für Portugal ist und gleich danach den deutschen Sieg bejubelt. Klar, ich war auch mal jung und jeder hat mal Stimmungsschwankungen, aber ich behellige damit nicht unschuldige Zuseher. Prinzipiell finde ich eine weitreichende Berichterstattung über Fußball toll. Aber was nützt mir das, wenn 95% der Sachen die man sieht nur kompletter Schwachsinn sind.
Dieser Trend wuchert leider schon in die Kernzone des Fußballs hinein, in die Liveübertragung. Statt das Spiel zu zeigen, blendet man in der ARD fröhlich zwischen Aufnahmen des nervösen Bundestrainers in der VIP Lounge (was wohl einen Big Brother Effekt befriedigen soll, denn den Jogi unscharf und nervös hinter Glas zu sehen hatte schon auch was vom Container TV), schlecht kostümierten Fans und der Freundin von Schweini hin und her. Steffen Simon plaudert in der 85. Minute über einen unnötig verlorenen Zweikampf und man kann nur feststellen, das man den auch gern gesehen hätte, aber warum soll ich mir nicht die Zeit damit vertreiben zu sehen, dass jeder im Stadion genauso aufgeregt ist wie ich. Wenn sich dieser Trend fortsetzt dann werden wir bald minutenweise mit hübschen Fans, kuriosen Gestalten und wichtigen Promis konfrontiert sein, vom eigentlichen Spiel aber immer weniger mitbekommen. Auch wenn das Spiel ein Grottenkick ist, sehe ich das immer noch lieber als die 4. Wiederholung der Trulla vom Rechtsaußen. Man möge mir meine etwas emotionale Kritik verzeihen, aber ich beobachte hier eine Richtung die mir immer weniger gefällt und es stimmt mich bedenklich, das ich einem Ausscheiden Deutschlands auch etwas positives abgewinnen hätte können, nämlich endlich weniger Mist in den Medien über Fußball und wieder weniger aber vielleicht konkretere Berichte.

Sonntag, 15. Juni 2008

Euro 2008: Zwischenfazit 2. Spieltag

Der 2. Spieltag der Euro ist vorüber und die ersten Entscheidungen sind gefallen. Was überrascht: es stehen alle Gruppensieger bereits fest, nur der 4. der letzten WM ist bereits qualifiziert und der Titelverteidiger sowie ein Co-Host sind bereits ausgeschieden.

In Gruppe A hat Portugal seine herausragende Stellung durch einen Sieg gegen gute Tschechen bestätigt. Die Mannschaft zeigt sich optimal vorbereitet und als einer der Turnierfavoriten. Tschechen und Türken kämpfen in einem vielleicht denkwürdigen Spiel heute um den zweiten Platz. Das Spiel ist deshalb denkwürdig, da es durch Elfmeterschießen entschieden werden könnte (siehe Link). Die Schweizer sind leider schon ausgeschieden, sehr unglücklich, wie man sagen muss, in der letzten Minute gegen die Türken.

In Gruppe B musste der hierzulande hochgelobte Favorit Deutschland eine herbe Schlappe gegen die Kroaten einstecken. Gegen Österreich kann man nur eine verbesserte Mannschaft erwarten. Die anderen Co-Gastgeber können sich noch Hoffnungen machen, mit einem Sieg an den Deutschen vorbeizuziehen. Polen wird es nicht einfach haben, sind sie doch nicht nur auf einen Sieg der Austria angewiesen, sondern ebenso auf einen gleichzeitig höheren Sieg gegen die Kroaten. Diese wissen zwar nicht unbedingt mit ihrer Spielweise zu gefallen, könnten aber mit ihrer Cleverness noch weit kommen.

Gruppe C sieht mit Holland eine bärenstarke Mannschaft, an der sich nun mit Frankreich auch der zweite WM Finalteilnehmer die Zähne ausgebissen hat. Wer vor der Euro vorhergesagt hätte, dass Italien gegen Frankreich ein wertloses Spiel sein könnte, wenn Holland einfach Rumänien gewinnen lässt, wer sicherlich belächelt worden, aber das ist ein durchaus mögliches Szenario geworden. Beide Fußball-Großmächte zeigten sich zwar am 2. Spieltag verbessert, konnten aber keine erfolgreichen Ergebnisse erzielen.

In Gruppe D setzte sich Spanien vielleicht einen bisschen glücklich gegen die Schweden durch und steht ebenso als Turniersieger fest. Die Iberer mussten aber gegen die Schweden feststellen, dass mit reinem Kurzpass die Euro nur sehr schwer zu gewinnen ist. Schweden und Russen streiten sich nun um Platz 2 während Griechenland wohl neben einem neuen Torwart auch bald einen neuen Trainer suchen wird.

Habe ich bei meiner letzten Analyse das Finale Holland- Portugal getippt, so kann dieser Tipp bestehen bleiben wird aber durch die beiden Halbfinals erweitert. Dort sehe ich momentan die jeweiligen Gruppensieger gegeneinander spielen: Kroatien gegen Portugal und Holland gegen Spanien.

Freitagskicker aktuell

Nach Aussage von Mike hat uns TU am (Freitag) 25.7. zu einem Freundschaftsspiel auf deren Platz an der Nöthnitzer Str. eingeladen. Es wäre schön wenn Ihr Euch dazu mal äußern könntet. Da wir im Sommer keine Halle zur Verfügung haben (Bauarbeiten) ist das Spiel sicherlich eine nette Abwechslung. Zwei weitere Terminverschiebungen sind ebenso noch zu vermelden. Die beiden ersten Freitage im Juli soll schon um 20:00 Uhr gespielt werden, wie Sascha mitteilte. Sollte es dagegen Einwände geben, steht Euch ebenso die Kommentarzeile offen.
Es wäre auch gut wenn jemand einen Spielbericht für den letzten Freitag schreiben könnte, da ich ihn diesmal nicht liefern werde.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Neuer Dynamo Trainer

Ruud Kaiser ist neuer Dynamo Trainer. Noch nie gehört - geht mir genauso. Daher wollen wir den Herrn Kaiser mal selbst zu Wort kommen lassen. Hier kann man ein sehr interessantes Interview mit dem neuen Coach hören, um sich selbst mal einen ersten Eindruck zu machen.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Euro 2008 Zwischenfazit 1.Spieltag

Und es ist soweit, die Euro hat begonnen und auch wenn bei mir persönlich noch nicht das medial wütende Fieber ausgebrochen ist, was ja Christina Stürmer (könnte man einen besseren Fußballnamen haben) mehr oder weniger klangvoll besingt. Der 1. Spieltag aller Gruppen ist nun auch schon vorbei und es gilt ein Zwischenfazit zu ziehen, was in einer halben Woche schon wieder kein Gewicht mehr hat.
In Gruppe A überzeugte Portugal. Dieser jungen Truppe hätte ich ehrlich gesagt nicht so einen großen Auftritt zugetraut. Die Mischung stimmte gegen die Türken, die ich gar nicht mal so schlecht gesehen habe. Gerade das Mittelfeld mit dem „Super-Hyper Star C.Ronaldo“ (Du wirst niemals mein Herz erobern) und dem abgeklärten Deco sowie Jungstar Moutinho sind wirklich überzeugend. Pech hatten die Schweizer, in einer mittelmäßigen Begegnung konnten sie gegen nicht gerade starke Tschechen kein Tor erzielen und werden es in ihrer Gruppe wohl genauso wenig schaffen wie die Ösis in Ihrer Gruppe B.
Dort stimmte die Leistung der Deutschen nicht negativ. Eine gute Performance gegen die Polen, die mir aber in den meisten Kommentaren doch zu hoch bewertet wurde. Erst gegen die Kroaten werden wir sehen, wie gut wir wirklich momentan stehen, trotzdem ist ein Weiterkommen aus dieser Gruppe B, wohl kaum mehr zu vermeiden.
In Gruppe C konnten weder die Franzosen und schon mal gar nicht die Italiener überzeugen. Beide Teams wirken so, als würden sie kein Feuer mehr besitzen. Allerdings kann sich das von Spiel zu Spiel ändern und ich sehe beide Teams noch mit extremem Steigerungspotential, was allerdings so langsam mal abgerufen werden müsste. Noch ein Wort zu Holland, ja ich weiß, man darf die Oranjes als Deutscher nicht mögen, trotzdem an dieser Stelle ein Kompliment. Sehr gutes Spiel gegen Italien, alle Mannschaftteile funktionierten prima und hier kommt auch gleich das aber, nach solch triumphalen Erfolgen steigt bei den Niederländern mal schnell das Selbstbewusstsein unter die Decke (um hier mal das beliebteste aller Holland Vorurteile zu bemühen). Sollten sie dies unter Kontrolle halten können und ihr Niveau des Italienspiels weiterhin abrufen, lautet mein Endspieltipp: Portugal – Holland.
Gruppe D scheint vom Niveau her etwas schwächer, wenngleich Spanien einen riesig guten Auftritt hatte. Allerdings hatte Russland auch versucht mitzuspielen, was den Spaniern nicht so häufig wieder passieren wird. Auch Russland könnte man ein Weiterkommen prognostizieren, aber nur wenn sie solider in ihrer Defensivarbeit werden. Für Schweden als auch für Griechenland wird es wohl sehr schwer werden.
Freuen wir uns nun auf den 2. Spieltag, der hoffentlich das recht gute Niveau der ersten Runde erreichen wird. Wir werden sehen ob Hollands Leistung nur eine Phase war, ob Portugal weiterhin brillieren kann und wie Spanien oder Deutschland mit anderen Gegnern umgehen können.

Montag, 26. Mai 2008

Saisoneinschätzung Deutschland

Die Bayern haben es also wieder einmal geschafft und überrascht hat das,… keinen. Schon vor der Saison wurde dank der zahlreichen hochkarätigen Neuverpflichtungen eigentlich nur darüber geredet wie viel Punkte Vorsprung die Roten aus München haben werden. Immerhin - am Ende - waren es 10 auf den zweiten Bremen. Einen echten Kampf um die Meisterschaft war spätestens seit Ende des Winters, nicht mehr zu beobachten. Zum einen lag dies schon an den sehr guten Bayern, aber eben auch an der Inkonstanz der Verfolger. Das wohl beste Beispiel gab Leverkusen ab. Bis in das Frühjahr noch mit besten Chancen auf die Champions League Startplätze und am Ende ohne internationalen Startplatz. Man muss leider bemerken, dass diese Inkonstanz leider nicht untypisch für die Bundesliga ist. Gerade international zeigte sich dies erneut auch in der abgelaufenen Saison. Bayern, der Super- Ober- Nummer1- Topfavorit auf den UEFA Pokal schaffte es zwar immerhin bis ins Halbfinale, scheiterte dann aber an St. Petersburg. Kein schlechtes Team zweifellos und durchaus zu Recht Sieger des Wettbewerbs, aber eben nicht gerade absolute Weltklasse. Man stelle sich doch einfach nur einmal vor, die Bayern wären schon in der ersten Ausscheidungsrunde 1:1und 0:4 gegen Zenit rausgeflogen, da wäre es wohl dann doch eine verlorene Saison gewesen. Gespannt darf man ja nächstes Jahr auf den Nachfolger der Bayern als Topfavorit werden, dem AC Mailand.
Der zweite Platz von Werder überraschte ebenso wenig wie der 3. von Schalke und gab damit doch recht gut die Stärken-Verhältnisse in der Bundesliga wieder. Hamburg hätte mit ein bisschen mehr Konstanz und Glück wohl auch 2. werden können, muss aber die Mannschaft noch auf einigen Positionen verstärken, um sich für die Champions League zu bewerben. Eine Überraschung war sicherlich Wolfsburg. Sie hatten mit Grafite nicht nur den Spieler mit dem coolsten Namen der Liga sondern auch eine klug zusammengestellte Truppe, die günstiger weise eine sehr ordentliche Rückrunde spielte und damit den internationalen Wettbewerb schaffte. Man darf neugierig sein, wie es in der Autostadt weiter geht.
Das Mittelfeld der Bundesliga bilden dann die Mannschaften von Stuttgart bis Dortmund. Sie hatten alle mal, die mehr oder weniger große Chance international zu spielen, haben sie aber nicht genutzt. Ebenso waren diese Mannschaften nie in ernsthafter Abstiegsgefahr und spielten eine passable Saison. Das galt vielleicht weniger für Stuttgart (auch wenn man realistischerweise nicht mehr erwarten konnte), Leverkusen und Dortmund. Gerade der BVB enttäuschte mal wieder seine zahlreichen Fans. Sehr positive Überraschungen waren Karlsruhe und Bochum, die eigentlich nie in wirklicher Abstiegsgefahr waren.
Die letzten fünf Mannschaften kristallisierten sich auch schon recht bald heraus. Diese Teams fielen eigentlich hauptsächlich dadurch auf, die Punkte so langsam wie möglich zu sammeln. Bielefeld steigt dann trotz lediglich 34 Punkten nicht ab. Dabei muss man ein sehr großes Lob an Cottbus versenden, die gezeigt haben was ein einzelner Sieg (das 2:0 gegen die Bayern) für Kräfte freisetzen kann. Ich gestehe das ich das nicht für möglichgehalten hätte, gerade nach der Entlassung von Petrick Sander. Trotzdem kann man für die nächste Saison den Abstieg prophezeien, den Energie arbeitet nach Dreijahresplänen seit dem Aufstieg in die 2. Liga. (3 Jahre 2.BuLi; 3. Jahre 1.BuLi; 3 Jahre 2. BuLi…). Rostock hätte es sicher schaffen können, Duisburg fehlte die Heimstärke und Nürnberg lässt auch die Experten ratlos zurück. Eine Mannschaft die es eigentlich problemlos ins Mittelfeld schaffen müsste steigt zum 7. Mal in seiner Geschichte aus der Bundesliga ab. Neuer Rekord.
Ein Blick auf die Torjägerwertung verrät, dass ein Mann wie Toni der Bundesliga wirklich gut tut. Zu Schade das er schon etwas älter ist. Eine überzeugende Saison lieferte auch Mario Gomez, bei dem man auf Einsätze bei der Euro hofft. Auch die drei Mittelfeldspieler der Saison finden sich in der Liste wieder und das wohl auch in der Reihenfolge ihrer Stärke: Diego, van der Vaart und Ribery.
Zur besseren Übersicht hier nochmal die Abschlusstabelle.

Hallenfußball regional: Nach der Flut

Endlich – nach zweiwöchiger Pause – konnten die Freitagskicker wieder antreten, da die von Rowdies überschwemmte Ballsporthalle diesen Freitag wieder abgetrocknet war. Leider muss sie aber in und nach den Sommerferien für ungefähr 3 Monate geschlossen werden, um generalüberholt zu werden, was uns als Freitagskicker vor eine sehr, sehr lange Sommerpause stellt.
Zahlreich war endlich auch mal wieder die Beteiligung. 13 Mann fanden sich ein, die sich auf zwei Teams verteilten:
Bunt: Stephan (erfolgsverwöhnt) – Stefan – Schlikkes – Oerdie (bis 25.) – Nick – Tommer – Mike
Orange: Torsten – Clemens (bis 25.) – Robert – Sebastian – Sascha – Anton – Oerdie (ab 25.)
Von Beginn an dominierte Bunt, da man einen Mann mehr auf dem Platz hatte. Mit einer guten Defensive, angeführt vom Abwehrstrategen Oerdie, blieb die Mannschaft hinten dicht und schoss vorn ab und zu ein Törchen. Orange kam zwar zu einigen hoffnungsvollen Versuchen jedoch fehlte hier die letzte Gradlinigkeit. Dann brach bei Clemi eine alte Muskelzerrung wieder auf, wodurch dieser ausgewechselt werden musste. Der Wechsel vollzog sich mit Oerdie, der dafür von Bunt zu Orange ging. Daraufhin kam Orange immer besser in Schwung, in der Defensive gesichert durch Oerdie konnte man sich voll auf die Offensive konzentrieren. Schnell wurde aus einem 5:1 für Bunt ein 5:4. Doch Bunt fing sich wieder und erlebte seine stärkste Phase, die maßgeblich von einem Mann bestimmt war. Stephan lieferte wohl die stärksten 25 Minuten, die er je in dieser Halle gespielt hatte. Über ihn lief jetzt alles und er war auch überall. Bunt profitierte enorm von seiner Offensiv- und Defensivarbeit. Das münzte sich schnell in Tore um und Bunt zog wieder auf 8:4 davon. Dafür wurde es bei Orange ein wenig lauter. Gegen Spielende versiegte der bunte Schwung wieder, und Orange brachte noch einmal Spannung ins Spiel, aber um 23:00 Uhr wurde beim Stand von 9:7 für Bunt beendet.
Die Frage wer Spieler des Tages war, wird diese Woche weggelassen, zu eindeutig war die brillante Performance von Stephan. Das Getränk nach dem Spiel wurde im Aquarium eingenommen, was seine Premiere als Aprés-Kick Ort feierte.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Saisoneinschätzung England

Was in Deutschland noch eine Woche benötigt ist in England schon Geschichte; die Saison 2007/2008. An dieser Stelle soll ein kleines Fazit gezogen werden, was wir in England dieses Jahr sehen durften. Sicherlich kein unverdienter Meister ist ManU geworden.

Ihr Kader, der auch von Sir Alex Ferguson aufs höchste gelobt wurde (der Beste den er je trainierte), ist sicherlich wegweisend auch auf europäischer Ebene. Nicht zu unrecht stehen sich der 1. und der 2. Der Premier League im diesjährigen Champions League Finale gegenüber. Zu bemerken ist dabei auch, dass alle 4 englischen Vereine maximal von sich selbst aus der Champions League vertrieben wurde, d.h. es gab nicht einen nicht-europäischen Verein, der einen englischen Verein aus der CL rausgeschmissen hatte. So gesehen kann man nicht umhin, zumindest für dieses Jahr zu behaupten, die englische Liga ist die wohl stärkste der Welt (was aber, wie wir alle wissen, nicht für den englischen Fußball auf Länderebene zutrifft).

In puncto Spannung hatte das Meisterduell ManU gegen Chelsea einiges zu bieten, ebenso Arsenal mischte lange mit und sah zum Jahreswechsel auch wie der mögliche neue Champion aus, verlor aber dann an Konstanz. Liverpool als 4. ist sicherlich nicht 100% zufrieden, konnte aber mit einer weiteren Halbfinalteilnahme in der Champions League trotzdem eine versöhnliche Saisonbilanz ziehen. In der umsatzstärksten Liga der Welt ist allerdings auch der Graben zwischen Champions League Teilnehmern und dem Rest, so groß wie in keiner anderen Liga der Welt. Wie in den letzten Jahren auch schon, teilten sich die großen Vier wieder die ersten vier Plätze. Am Ende betrug der Abstand zwischen dem 4.Liverpool und dem 5. Everton 11 Punkte, genauso viel wie zwischen ManU als 1. und Liverpool als 4. Auch in der nächsten Saison ist da nichts anderes zu erwarten. Da auch lediglich nur der 5. Platz direkt für den UEFA Cup reicht, da in England ja Pokalsieger und Ligacup Gewinner für den UEFA Cup qualifiziert hat sich damit eine Hackordnung zementiert, die wohl auch in den nächsten Spielzeiten weiter aufrecht erhalten wird. So kann man sich im nächsten Jahr international zumindest auf die eher enttäuschenden Hotspurs freuen und auf den Gewinner des FA Cup Finales zwischen Cardiff und Portsmouth. Sollte Cardiff gewinnen und für England (!) in den UEFA Cup einziehen, würde vor dem Spiel übrigens die walisische Hymne gespielt werden.

Überragender Akteur dieser Saison war wohl Christiano Ronaldo. Der Portugiese hatte eine fast schon müllersche Trefferquote und war ein Garant für ManU`s Performance. Ronaldo wurde wohl auch verdient zum Spieler der Saison gewählt, wenngleich er wohl noch ein wenig Zeit braucht auch als Sympath zu gelten. Ebenso eine großartige Saison spielte Fernando Torres, dem nur wenige eine solche Leistung in seiner ersten Premier League Saison zugetraut hätten. Auch ein alter Bundesliga Bekannter machte auf sich aufmerksam, Roque Santa Cruz erzielte stolze 19 Tore und damit mehr, als in irgendeiner seiner zahlreichen Spielzeiten für die Bayern.

Zum Nachlesen gibt es hier nochmal die Abschlusstabelle. Über weitere Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen.

Dienstag, 13. Mai 2008

Hallenfußball regional: Heißer Kleinfeldfußball mit müdem Niveau

Letzten Freitag konnten sich leider wieder nur 6 Spieler erwärmen, das freitägliche Angebot des Hallenfußballs zu nutzen. Diese stießen dann allerdings auf eine sommerlich heiße Halle, die einen Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit geworfen hatte. Wegen der geringen Beteiligung wurde wieder ein Kleinfeld installiert und folgende Teams duellierten sich:

Team1:



Team2:


Durch die saunaartigen Temperaturen entwickelte sich leider nur ein sommerlich müder Kick, bei dem das von Sascha angeführten Team die bessere Schusskraft und die überlegeneren Torhüter hatte. Insbesondere Sascha und Stefan konnten immer wieder mit gezielten Reflexen die Angriffe von Team1 vernichten. Sascha fiel weiterhin auf da er, trotz tropischer Hitze, seine Mannschaft mit reichlichen Kommentaren versorgte, um ein optimales Ergebnis zu präsentieren. Das funktionierte letztendlich auch glänzend. Team2 gewann das erste Spiel mit 10: 7(?), das zweite Spiel endete 6:6 unentschieden.

Ein Aprés Kick fiel leider wegen Teilnehmerschwund aus und es bleibt zu hoffen, nächste Woche wieder mehr Spieler begrüßen zu können.

Montag, 28. April 2008

Hallenfußball regional: Kleinfeldfußball

Letzten Freitag konnten sich leider nur 6 Teilnehmer zum Kicken treffen, weshalb nach einer kurzen Aufwärmpartie Fußball-Tennis, die Tore verschoben wurden und eine Partie 3:3 gestartet wurde, auf das halbe Feld.

Das erste Spiel endete 15:9 für
- -
gegen
- - .

Danach wurde neu zusammengestellt. Im 2. Spiel trennten sich
- -
9:8 von
- - .

Beide Spiele lebten von vielen Toren, guten Aktionen und sehenswerten Toren. Leider mußte das Ereigniss schon nach einer guten Stunde abgebrochen werden, das schlikkes todesmutig einen strammen Schuß von Saschi blockte, dabei aber bedauerlicherweiße böse umknickte und das Spiel damit zum Abbruch brachte.

Trotzdem ließ man sich das Bier danach in der Auszeit noch gut schmecken und hoffte gemeinsam auf einen teilnehmerreicheren nächsten Freitag.

Samstag, 19. April 2008

Hallenfußball regional: Mehr taktisch suboptimal

Es ist Samstag und damit Zeit für den allwöchentlichen Spielbericht des gestrigen Matches der Freitagskicker, der einzig wahren Alternative zum Nachtskaten. Leider war auch gestern nur eine ungerade Anzahl von Spielern anwesend, was eine Mehr – Weniger Konstellation nach sich zog. Allerdings verletzte sich Falk in der 60. Minute, wodurch zahlenmäßige Gleichheit wieder hergestellt wurde. Und so waren es folgende Teams:

Mehr:
– bis 60.

Weniger:
ab 60. - Oleg

Das Spiel begann wenig verheißungsvoll für Mehr, denn die kassierten eines der wohl schnellsten Gegentore der jüngeren Hallengeschichte. Nach guter Vorarbeit von Dirk konnte Nick freistehend schon nach einer Minute einnetzen. Das versetzte Mehr in eine taktische Starre, die man so recht während der gesamten Spielzeit nicht loswurde. Statt ihre Überzahl auszuspielen, wurde zumeist immer der komplizierte Weg gesucht. Dazu gesellten sich größere Konzentrationsfehler die gern, von der wie (fast) immer brillanten, Achse Dirk – Torsten, ausgenutzt wurden. Weniger verstand es unter Einbeziehung aller Spieler, schnelle und anspruchsvolle Fußballkost zu bieten, wobei speziell der technisch gewandete Nick noch erwähnt werden muss, der ebenso zum Gelingen der Performance seines Teams beitrug. Erst mit der Zeit fing sich Mehr. Sebastian hämmerte einen super Fernschuss in die Maschen und Anton entwickelte sich mehr und mehr zum Goalgetter, der die gegnerischen Abwehrreihen von Weniger durchbohrte wie ein Buttermesser. Erstaunlicherweise befreite sich Mehr von den taktischen Einschränkungen nachdem man zahlenmäßige Gleichheit erreichte. Anton erzielte zwar ein Tor nach dem anderen, leider kam aber auch Mehrs Abwehr nicht zu Ruhe. Das passgenaue Spiel von Weniger und der hohe Einsatz des Teams ließen Mehr immer wieder Gegentore fangen und den Rückstand nie wieder aufholen. Zwar konnte Mehr bis auf 8:9 rankommen, aber Dirk setzte den Schlusspunkt mit seinem Treffer zum 10:8 für Weniger. Danach beendete der heute hektisch agierende Platzwart das Spiel.

Die Auszeit gab sich diese Woche extra die Ehre, für den Aprés Kick ihre Hallen offen zu lassen, was dann auch noch von vier Spielern genutzt wurde. Thematisch wurde insbesondere der Bereich Gesundheit beleuchtet, mit den Fragestellungen; wie ernährt man sich gesund; ist online Computerspielen gesund oder wie ungesund ist Autofahren ohne Gurt.

Samstag, 12. April 2008

Hallenfußball regional: Solide Fußball-Hausmannskost

Es war schon wieder Freitag, die zweite Woche des vierten Monats dieses Jahres ist schon wieder verflogen und wie jeden letzten Werktag trafen sich die Freitagskicker, um sich mit dem runden Leder auszutoben. Dabei konnte das Comeback von Sebastian eine ungerade Spieleranzahl verhindern, was zu folgender Aufstellung führte:

Bunt:
– Freund des Falk (FdF)

Orange:

Da nur 12 Mann auf dem Platz standen, sich aber keine Mannschaft hinten reinstellte, begann ein recht munteres Spiel, was allerdings nicht allerhöchsten Ansprüchen genügte, aber solide Fußball-Hausmannskost anbot. Orange hatte den etwas besseren Start und führte unter anderem durch eine sehr schöne Kombination von Sascha über Tommer auf Anton mit 3:2. Aber auch Bunt setzte Zeichen, wenngleich einige Tore entweder durch massive Mithilfe der Abwehr von Orange oder durch etwas Dusel verursacht wurden. Was nicht heißen soll, das Bunt schlecht spielte. Orange versuchte ihre beiden stärksten Männer Dirk und Torsten möglichst früh zu stören, was auch größtenteils gelang. Doch dafür sprangen andere Spieler in die Presche. Während Bunt die erspielten Torchancen nutzte und recht kontinuierlich das Torekonto verbesserte, schlich sich Pech und Unvermögen bei Orange ein. Zahlreiche durchaus hundertprozentige Möglichkeiten wurden entweder an den Pfosten gehämmert oder fanden ihren Weg aufs Tor nicht. Obwohl Schlikkes und Sascha mit neuer Hardware ausgerüstet waren, klebte nicht nur an ihren Schuhen das Pech. Sebastian krönte zwar sein Comeback mit zwei sehenswerten Toren (ein Kopfball von ihm konnte Anton so geschickt verdecken, das Dirk als Torwart nicht glücklich aussah), jedoch reichte dies nicht um die Treffer von Bunt zu kontern. Dort machte vor allen Falk als Torjäger von sich reden. Mit, von ihm mehrmals bestätigten, 4 Toren avancierte er zum Matchwinner für Bunt, die nach ca. einer halben Stunde in Führung lagen und diesen Vorsprung nie wieder hergaben. Am Ende gewann Bunt mit 10:8 (oder so, kann auch 11:7 ausgegangen sein).

Der Aprés Kick kam diesmal durch die Schließung der Auszeit nicht zustande. Stattdessen kam ein kleiner Teil der Freitagsgemeinde zusammen, um unseren geschätzten Leser Martin zu seiner hervorragenden akademischen Leistung zu gratulieren, der sich aufmacht es unserem ebenfalls hoch geachteten Mitspieler Dr. Müller gleichzutun. Damit zeigt sich einmal mehr, dass der Leserkreis dieser Seite ein ausgewähltes intellektuelles Publikum anspricht.

Freitag, 11. April 2008

Dein Fußballclub - Hort der Demokratie

Fußball hat nur wenig mit Demokratie zu tun. Sollte man meinen, wenn man sich die mittelständigen Vereine unserer heutigen Profi-Mannschaften-Zeit so ansieht, der Manager gibt den Weg vor, in der VIP Lounge wird sich nett zugeprostet und der Fan fühlt sich mehr und mehr ins Abseits gedrängt. Fortuna Köln und unserer aller Lieblingsfußballdoku-Regisseur Sönke Wortmann haben da eine nicht ganz neue Idee für Deutschland ins Rollen gebracht. Fans kaufen sich ein und entscheiden selbst und das auf Mehrheitsbasis. Wir hatten unter den Links auf dieser Seite ja schon über ein ähnliches Beispiel aus Israel berichtet. Wie genau es funktionieren soll könnte Ihr unter DeinFussballklub.de erfahren. Wir werden auf dieser Seite auf jeden Fall an dieser Idee dran bleiben und Euch über diese Entwicklungen informieren.

Samstag, 5. April 2008

Hallenfußball regional: Schönes schnelles Spiel

Diesen Freitag konnte man wieder einmal eine spielerisch gute Partie bei den Freitagskickern erleben. Wenngleich insbesondere eine Mannschaft dazu beitrug, die allerdings schon zu Beginn der Veranstaltung den besseren Kader vorzuweisen hatte.

Orange:

Bunt:

Die Aufstellung wurde übrigens von Orange angeregt. Diese Mannschaft sah sich auch gleich in der Defensive, da Bunt sich aufmachte die ersten Minuten zu dominieren. Die drei überragenden Akteure Dirk, Otto und Torsten kurbelten den Offensiv-Dynamo immer wieder so schnell an, das nicht nur die Defensive von Orange ihre liebe Mühe hatte, sondern auch die Hintermannschaft von Bunt so entlastet wurde, dass diese keine großen Probleme auf sich zukommen sah. Gerade Stefan zeigte hier eine hervorragende Partie als Abräumer. So vielen dann auch die ersten Tore für Bunt, da man konzentriert die Bälle von Orange schon im Mittelfeld abfingt. Dem bedauernswerten Mike, letzte Woche noch Spieler des Tages, viel die nicht gerade einfache Aufgabe zu, als Spielmacher und Libero den Ball aus der Hintermannschaft herauszuspielen, was leider eher selten gelang. Nachdem 4:0 für Bunt stellte sich leichte Überheblichkeit ein. Jeder versuchte nun ein noch schönes Tor zu erzielen und so konnte Orange ein wenig aufatmen und setzte die ersten Nadelstiche an. Zwar konnte man den Rückstand verkürzen, niemals aber wirklich gefährlich an Orange herankommen. Dafür war Bunt einfach zu stark. Ebenso musste gegen Mitte der Spielzeit, angeregt von Jan (der sein Comeback nach fast zwei Monaten gab), eine kleine Trinkpause eingelegt werden, da die hohe Geschwindigkeit ihren Tribut forderte. So verlief ein Spiel mit einigen wirklich sehr schönen Kombinationen, strammen Fernschüssen (man muss hier Ottos feinen Schuss ins Eck erwähnen, den der sonst ausgezeichnete Torwart Sascha nicht halten konnte) und sehenswerten Toren (auf beiden Seiten). Einen Abbruch des Spieles gab es dann mit dem eher rüden Versuch von Torsten, ein weiteres Tor zu erzielen, bei dem er Ball und Stephan mit großer Geschwindigkeit über die Linie beförderte. Dieser erholte sich nicht wirklich davon, was zu einem Spielabbruch acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit führte. Bunt gewann hoch verdient mit 10:5 (oder ähnlich).

Zum Aprés Kick in der Auszeit konnte man sich dann wieder an sehr ausgelassenen Eislöwen Fans erfreuen. Diskutiert wurde diesmal eine breite Palette an Themen; wie Otto in seiner Kindheit heutigen Bundesligaspielern Narben zufügte, welche kulinarischen Vorteile gleichgeschlechtliche Lokale haben und wie man Eigner eines Fußballteams wird. Dazu wird in nächster Zeit noch genauer berichtet.