Was in Deutschland noch eine Woche benötigt ist in England schon Geschichte; die Saison 2007/2008. An dieser Stelle soll ein kleines Fazit gezogen werden, was wir in England dieses Jahr sehen durften. Sicherlich kein unverdienter Meister ist ManU geworden.
Ihr Kader, der auch von Sir Alex Ferguson aufs höchste gelobt wurde (der Beste den er je trainierte), ist sicherlich wegweisend auch auf europäischer Ebene. Nicht zu unrecht stehen sich der 1. und der 2. Der Premier League im diesjährigen Champions League Finale gegenüber. Zu bemerken ist dabei auch, dass alle 4 englischen Vereine maximal von sich selbst aus der Champions League vertrieben wurde, d.h. es gab nicht einen nicht-europäischen Verein, der einen englischen Verein aus der CL rausgeschmissen hatte. So gesehen kann man nicht umhin, zumindest für dieses Jahr zu behaupten, die englische Liga ist die wohl stärkste der Welt (was aber, wie wir alle wissen, nicht für den englischen Fußball auf Länderebene zutrifft).
In puncto Spannung hatte das Meisterduell ManU gegen Chelsea einiges zu bieten, ebenso Arsenal mischte lange mit und sah zum Jahreswechsel auch wie der mögliche neue Champion aus, verlor aber dann an Konstanz. Liverpool als 4. ist sicherlich nicht 100% zufrieden, konnte aber mit einer weiteren Halbfinalteilnahme in der Champions League trotzdem eine versöhnliche Saisonbilanz ziehen. In der umsatzstärksten Liga der Welt ist allerdings auch der Graben zwischen Champions League Teilnehmern und dem Rest, so groß wie in keiner anderen Liga der Welt. Wie in den letzten Jahren auch schon, teilten sich die großen Vier wieder die ersten vier Plätze. Am Ende betrug der Abstand zwischen dem 4.Liverpool und dem 5. Everton 11 Punkte, genauso viel wie zwischen ManU als 1. und Liverpool als 4. Auch in der nächsten Saison ist da nichts anderes zu erwarten. Da auch lediglich nur der 5. Platz direkt für den UEFA Cup reicht, da in England ja Pokalsieger und Ligacup Gewinner für den UEFA Cup qualifiziert hat sich damit eine Hackordnung zementiert, die wohl auch in den nächsten Spielzeiten weiter aufrecht erhalten wird. So kann man sich im nächsten Jahr international zumindest auf die eher enttäuschenden Hotspurs freuen und auf den Gewinner des FA Cup Finales zwischen Cardiff und Portsmouth. Sollte Cardiff gewinnen und für England (!) in den UEFA Cup einziehen, würde vor dem Spiel übrigens die walisische Hymne gespielt werden.
Überragender Akteur dieser Saison war wohl Christiano Ronaldo. Der Portugiese hatte eine fast schon müllersche Trefferquote und war ein Garant für ManU`s Performance. Ronaldo wurde wohl auch verdient zum Spieler der Saison gewählt, wenngleich er wohl noch ein wenig Zeit braucht auch als Sympath zu gelten. Ebenso eine großartige Saison spielte Fernando Torres, dem nur wenige eine solche Leistung in seiner ersten Premier League Saison zugetraut hätten. Auch ein alter Bundesliga Bekannter machte auf sich aufmerksam, Roque Santa Cruz erzielte stolze 19 Tore und damit mehr, als in irgendeiner seiner zahlreichen Spielzeiten für die Bayern.
Zum Nachlesen gibt es hier nochmal die Abschlusstabelle. Über weitere Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen.
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