Beachtliche 12.000 Düsseldorfer Fans und etwa 200 unentwegte Schlachtenbummler aus dem Erzgebirge hatten sich eingefunden, um an diesem frühlingshaften Samstag bei Temperaturen von bis zu 16 Grad in der Sonne das Drittligaduell der einheimischen Fortuna gegen die Wismutkicker zu genießen.
Von Genuss war allerdings keine Spur, ja nicht einmal ein Hauch war davon zu spüren. Lediglich das Stadion und der erstklassige Support des Düsseldorfer Fanlagers konnten eine Profifußball-Atmosphäre vermitteln. Das Geschehen auf dem Rasen hatte, wenn überhaupt, lediglich Oberliagniveau.
Die Düsseldorfer Spieler, als derzeitiger Tabellenzweiter immerhin auf einem Aufstiegsplatz in die Zweite Liga, hatten ganz offensichtlich eine interne Wette abgeschlossen, die derjenige Feldspieler gewinnen sollte, der sich am wenigsten von allen bewegt.
Aue kam diese Lethargie der Fortunen sehr entgegen. Um sich das Leben aber nicht gar zu leicht zu machen an diesem Nachmittag, dezimierten sich die Erzgebirgler durch einen nachtretenden Sportkameraden nach 20 Minuten selbst. Der Rotsünder ging duschen und Aue spielte 70 Minuten zu zehnt. Nicht dass man es irgendwie bemerkt hätte, im Gegenteil, bis auf die letzten 10 Minuten hielt Aue ohne großen Aufwand gut mit und überstand dann auch die letzten panischen Angriffsbemühungen der Rheinländer. Ein absoluter Grottenkick, Unfähigkeit wohin das Auge blickte. Zum Wohle der Dritten Profiliga im deutschen Fußball kann über dieses Spiel nur der Mantel des Schweigens gehüllt und es schnell vergessen werden.
Erst die kurzfristige Absage der an diesem Wochenende im elterlichen Garten geplanten Baumfällarbeiten und die Zurverfügungstellung eines VIP-Tickets ermöglichten den Besuch dieses „Spiel des Grauens“. Wenigstens gab´s so zwischendurch leckeres Bier und am Ende noch ein warmes Essen für lau. Besser als nix.
Sonntag, 15. März 2009
Hallenfußball regional: Auszeit vor dem Aus?
Das allseits beliebte Ritual der Donnerstagskicker – der Aprés Kick – steht vor dramatischen Veränderungen. Doch kommen wir dazu später, zuerst der Spielbericht zum letzten Kick am Donnerstag.
Weiß/Gelb: Dirk – Schlikkes – Behre – RobertV – Saschi – Tommer
Dunkel: Anton – Torsten – Mike – Burkhard – Roberto – Sebastian
In einem durchaus sehenswerten Spiel trafen zwei Systeme aufeinander. Weiß/Gelb mit einer schnellen Kontertaktik, die über wenige Stationen versuchte direkt zum Torerfolg zu kommen, gegen Dunkel, die ein technisch sehr versiertes Kurzpassspiel aufzogen. Beiden Mannschaften gelang es ein spannendes Spiel auf die Platte zu zaubern, das zwar von der ein oder anderen Nicklichkeit begleitet wurde, aber viele sehenswerte Aktionen hatte. Die ersten Minuten gehörten Weiß/Gelb, doch schnell konnte auch Dunkel ins Spiel finden. Immer wieder beeindruckte die Mannschaft durch klug vorgetragene Doppelpässe (ich erinnere mich an einen sehr feinen Pass von Mike, der den Strafraum durchkreuzte und von Burkhard sehenswert abgeschlossen wurde) und feine Einzelleistungen (wie von Anton, der die Weiß/Gelbe Hintermannschaft zu verunsichern wusste). Zur Mitte des Spiels verlagerte sich das Gewicht zunehmends auf die Seite von Dunkel, die dann auch folgerichtig in Führung ging, zu viele klare Torchancen vergab Weiß/Gelb, die aber in den letzten 15 Minuten noch einmal aufdrehten (vielleicht weil sie das in sich geschlossenere Team waren) und 3 Minuten vor Ende der Partie die abermalige Führung erzielten und diese nicht mehr hergaben.
Kommen wir nun aber zum Aprés-Kick. Dieser fand wieder in der Auszeit statt, fraglich ist aber wie lange dieses sozial höchst wichtige Ereignis noch dort stattfinden wird, da die Auszeit ab dem 16.3. den Lokalschluss auf 23:00 Uhr vorverlegt, zeitgleich mit dem Abpfiff der Donnerstagskicker. In einem langen 16 Augen Gespräch mit der stellvertretenden Restaurantleiterin , welche an dieser Stelle noch einmal für ihre kundenfreundliche Einsatzbereitschaft explizit gelobt wird, mussten die Donnerstagskicker weiterhin erfahren, dass ab dem Jahresende ein neuer Caterer die Auszeit übernehmen wird und sich Freiberger aus dem Geschäft zurückzieht. Zwar wird keiner der Donnerstagskicker dem Freiberger Bier eine Träne nachweinen, eine gänzliche Schließung der Restauration wäre aber wohl als ein Verlust zu bezeichnen, gerade auch wegen der neuen Tradition des Pre-Kicks, einer zwar noch kleinen aber wachsenden Runde, die vor dem Spiel sich auch gern die ein oder andere Live-Sport Übertragung ansieht.
Weiß/Gelb: Dirk – Schlikkes – Behre – RobertV – Saschi – Tommer
Dunkel: Anton – Torsten – Mike – Burkhard – Roberto – Sebastian
In einem durchaus sehenswerten Spiel trafen zwei Systeme aufeinander. Weiß/Gelb mit einer schnellen Kontertaktik, die über wenige Stationen versuchte direkt zum Torerfolg zu kommen, gegen Dunkel, die ein technisch sehr versiertes Kurzpassspiel aufzogen. Beiden Mannschaften gelang es ein spannendes Spiel auf die Platte zu zaubern, das zwar von der ein oder anderen Nicklichkeit begleitet wurde, aber viele sehenswerte Aktionen hatte. Die ersten Minuten gehörten Weiß/Gelb, doch schnell konnte auch Dunkel ins Spiel finden. Immer wieder beeindruckte die Mannschaft durch klug vorgetragene Doppelpässe (ich erinnere mich an einen sehr feinen Pass von Mike, der den Strafraum durchkreuzte und von Burkhard sehenswert abgeschlossen wurde) und feine Einzelleistungen (wie von Anton, der die Weiß/Gelbe Hintermannschaft zu verunsichern wusste). Zur Mitte des Spiels verlagerte sich das Gewicht zunehmends auf die Seite von Dunkel, die dann auch folgerichtig in Führung ging, zu viele klare Torchancen vergab Weiß/Gelb, die aber in den letzten 15 Minuten noch einmal aufdrehten (vielleicht weil sie das in sich geschlossenere Team waren) und 3 Minuten vor Ende der Partie die abermalige Führung erzielten und diese nicht mehr hergaben.
Kommen wir nun aber zum Aprés-Kick. Dieser fand wieder in der Auszeit statt, fraglich ist aber wie lange dieses sozial höchst wichtige Ereignis noch dort stattfinden wird, da die Auszeit ab dem 16.3. den Lokalschluss auf 23:00 Uhr vorverlegt, zeitgleich mit dem Abpfiff der Donnerstagskicker. In einem langen 16 Augen Gespräch mit der stellvertretenden Restaurantleiterin , welche an dieser Stelle noch einmal für ihre kundenfreundliche Einsatzbereitschaft explizit gelobt wird, mussten die Donnerstagskicker weiterhin erfahren, dass ab dem Jahresende ein neuer Caterer die Auszeit übernehmen wird und sich Freiberger aus dem Geschäft zurückzieht. Zwar wird keiner der Donnerstagskicker dem Freiberger Bier eine Träne nachweinen, eine gänzliche Schließung der Restauration wäre aber wohl als ein Verlust zu bezeichnen, gerade auch wegen der neuen Tradition des Pre-Kicks, einer zwar noch kleinen aber wachsenden Runde, die vor dem Spiel sich auch gern die ein oder andere Live-Sport Übertragung ansieht.
Freitag, 6. März 2009
Hallenfußball regional: Rot/Orange gewinnt gegen Blau
Nach einigen Wochen des Nichterscheinens, die bestens durch Andres Berichte zum Sport im Westen überbrückt wurden, (und hoffentlich noch viele interessante Stories hervorbringt) kommt hier wieder ein Spielbericht der Hallenkicker.
Am gestrigen Donnerstag konnten Dank des beherzten Einsatzes von Burkhard schnell zwei Mannschaften zusammengestellt werden. Diese waren:
Rot/Orange: Dirk – Stephan – Torsten – Matze – Anton (ab 15.) – Tommer
Blau: Mike – Kurt – Burkhard – Schlikkes – Behre – Sebastian
Der Beginn dieser recht gutklassigen Partie gehörte Blau, die anfangs gute Chancen besaßen und schnell durch einen strammen aber mittigen Schuss von Behre in Führung gingen, der Matze durch die Beine rutschte. Doch Rot/Orange fing sich sehr schnell und kontrollierte fortan das Spiel. Antons Präsenz erhöhte sogar noch den Druck, leider konnte er aber nicht zu einer verbesserten Torausbeute beitragen. Zahlreiche beste Einschussmöglichkeiten vergab er in der ersten halben Stunde. Trotzdem führte ab dem 2:1 für Rot/Orange nur noch diese Mannschaft. In der Abwehr stand man recht kompakt und im Angriff wirbelten Torsten, Dirk und Anton, wobei letztere wie schon erwähnt auch gern mal vorbeiwirbelte. In dieser Phase fiel Schlikkes als Torwartgott auf. Ohne großen Aktionsraum entschärfte er zahlreiche Bälle, dank seiner großartigen Reflexe und dem Unvermögen von Rot/Orange den Ball auch nur einen Meter weiter nach rechts oder links zu schießen. Doch diese mangelnde Chancenverwertung rächte sich nicht. Gegen Ende des Spiels konnte Rot/Orange den Vorsprung konstant auf 3 bis 4 Tore festsetzen. Pünktlich um 23 Uhr beendete das Servicepersonal der Halle die Partie und damit ein teilweise sehr ansehnliches Spiel.
Der neuen Tradition des Pre-Kicks folgend trafen sich einige Kicker schon vor Spielbeginn im Rackwitz und beratschlagte die neuesten Nachrichten der Woche, insbesondere aus dem Bereich Fußball.
Am gestrigen Donnerstag konnten Dank des beherzten Einsatzes von Burkhard schnell zwei Mannschaften zusammengestellt werden. Diese waren:
Rot/Orange: Dirk – Stephan – Torsten – Matze – Anton (ab 15.) – Tommer
Blau: Mike – Kurt – Burkhard – Schlikkes – Behre – Sebastian
Der Beginn dieser recht gutklassigen Partie gehörte Blau, die anfangs gute Chancen besaßen und schnell durch einen strammen aber mittigen Schuss von Behre in Führung gingen, der Matze durch die Beine rutschte. Doch Rot/Orange fing sich sehr schnell und kontrollierte fortan das Spiel. Antons Präsenz erhöhte sogar noch den Druck, leider konnte er aber nicht zu einer verbesserten Torausbeute beitragen. Zahlreiche beste Einschussmöglichkeiten vergab er in der ersten halben Stunde. Trotzdem führte ab dem 2:1 für Rot/Orange nur noch diese Mannschaft. In der Abwehr stand man recht kompakt und im Angriff wirbelten Torsten, Dirk und Anton, wobei letztere wie schon erwähnt auch gern mal vorbeiwirbelte. In dieser Phase fiel Schlikkes als Torwartgott auf. Ohne großen Aktionsraum entschärfte er zahlreiche Bälle, dank seiner großartigen Reflexe und dem Unvermögen von Rot/Orange den Ball auch nur einen Meter weiter nach rechts oder links zu schießen. Doch diese mangelnde Chancenverwertung rächte sich nicht. Gegen Ende des Spiels konnte Rot/Orange den Vorsprung konstant auf 3 bis 4 Tore festsetzen. Pünktlich um 23 Uhr beendete das Servicepersonal der Halle die Partie und damit ein teilweise sehr ansehnliches Spiel.
Der neuen Tradition des Pre-Kicks folgend trafen sich einige Kicker schon vor Spielbeginn im Rackwitz und beratschlagte die neuesten Nachrichten der Woche, insbesondere aus dem Bereich Fußball.
Dienstag, 3. März 2009
Sport im Westen (VI): Aachen - Duisburg 1:2
Die Winter-Fußball-Offensive bei Sport im Westen fand am Montagabend seine Fortsetzung beim „Spitzenspiel“ der 2. Liga, den Alemannen aus Aachen gegen den Meidericher SV aus Duisburg. Hauptgrund für meinen Besuch im tiefen Westen war neben dem Fußballerlebnis im Allgemeinen besonders das Stadion der Alemannia, der Aachener Tivoli. In einer Saison, nach deren Ende die europäische Fußballgemeinde wieder Abschied von einigen Fußballstadien nehmen wird, die die Fußballkultur des letzten Jahrhunderts zum Teil maßgeblich mit geprägt haben (beispielhaft seien hier Anfield Road, Liverpool und San Mames, Bilbao, aufgeführt), wird auch der Aachener Tivoli seine Pforten für immer schließen. Ab der nächsten Spielzeit rollt das Leder in Aachen im neuen Tivoli, einer Sitzplatzarena in Steinwurfentfernung des alten Stadions.
Da ich schon länger diese traditionsreiche Arena besuchen wollte, es jedoch bisher nie klappen wollte war ich froh, Montagnachmittag gut gelaunt und erwartungsfroh den Zug Richtung Aachen zu betreten. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: der Tivoli ist von außen wie innen ein einzigartiges Plätzchen, nach meinem Empfinden eines der schönsten deutschen Fußballplätze mit urtümlichen Kuriositäten und dem Flair, die eine Spielstätte unverwechselbar machen.
Dazu gehören natürlich auch die Zuschauer, die nach einer reichlichen halben Stunde den herrlich heraus gespielten Führungstreffer der Heimmannschaft bejubeln konnten. Duisburg lies sich nicht schocken und glich kurz darauf aus dem Gewühle heraus aus. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild wie in der ersten: Duisburg mit spielerischen Übergewicht, die Aachener hingegen mit den Zuschauern im Rücken leidenschaftlicher. Das Spiel war schnell und von anständigem Niveau. Gegen Ende schlug das Pendel nicht zu Unrecht zu Gunsten der Duisburger aus, die das Glück des Tüchtigen hatten und eine der raren Gelegenheiten in der 84. Minute zum Siegtreffer nutzen konnten. Aachen verliert damit den Kontakt zu Rang 3, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den Bundesliga-16. berechtigt. Duisburg hingegen wahrt den Anschluss zur Tabellenspitze.
Die Rückreise gelang dann mit etwas Glück gut, nachdem ich mich beim notwendigen Busumsteigen in Aachen fast verfranzt hatte und glücklicherweise gerade an einem kleinen Bahnhof strandete, von wo mich der RE1, das „Rückgrat des SPNV in NRW“, sicher und pünktlich aufsammelte und nach Düsseldorf transportierte.
Übrigens: Die Schokoladenstadt Aachen ist mit seinem Weltkulturerbe-Dom, in dem sich die Gebeine Karls des Großen im Karlsschrein befinden und wo eine große Anzahl an Königen des HRRDN gekrönt wurden, sowie seiner interessanten Altstadt natürlich auch ohne Fußball immer eine Reise wert. Der gute Sportfreund Tommer und seine noch bessere spanische Hälfte werden das sicherlich gern bestätigen.
Da ich schon länger diese traditionsreiche Arena besuchen wollte, es jedoch bisher nie klappen wollte war ich froh, Montagnachmittag gut gelaunt und erwartungsfroh den Zug Richtung Aachen zu betreten. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: der Tivoli ist von außen wie innen ein einzigartiges Plätzchen, nach meinem Empfinden eines der schönsten deutschen Fußballplätze mit urtümlichen Kuriositäten und dem Flair, die eine Spielstätte unverwechselbar machen.
Dazu gehören natürlich auch die Zuschauer, die nach einer reichlichen halben Stunde den herrlich heraus gespielten Führungstreffer der Heimmannschaft bejubeln konnten. Duisburg lies sich nicht schocken und glich kurz darauf aus dem Gewühle heraus aus. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild wie in der ersten: Duisburg mit spielerischen Übergewicht, die Aachener hingegen mit den Zuschauern im Rücken leidenschaftlicher. Das Spiel war schnell und von anständigem Niveau. Gegen Ende schlug das Pendel nicht zu Unrecht zu Gunsten der Duisburger aus, die das Glück des Tüchtigen hatten und eine der raren Gelegenheiten in der 84. Minute zum Siegtreffer nutzen konnten. Aachen verliert damit den Kontakt zu Rang 3, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den Bundesliga-16. berechtigt. Duisburg hingegen wahrt den Anschluss zur Tabellenspitze.
Die Rückreise gelang dann mit etwas Glück gut, nachdem ich mich beim notwendigen Busumsteigen in Aachen fast verfranzt hatte und glücklicherweise gerade an einem kleinen Bahnhof strandete, von wo mich der RE1, das „Rückgrat des SPNV in NRW“, sicher und pünktlich aufsammelte und nach Düsseldorf transportierte.
Übrigens: Die Schokoladenstadt Aachen ist mit seinem Weltkulturerbe-Dom, in dem sich die Gebeine Karls des Großen im Karlsschrein befinden und wo eine große Anzahl an Königen des HRRDN gekrönt wurden, sowie seiner interessanten Altstadt natürlich auch ohne Fußball immer eine Reise wert. Der gute Sportfreund Tommer und seine noch bessere spanische Hälfte werden das sicherlich gern bestätigen.
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