Beachtliche 12.000 Düsseldorfer Fans und etwa 200 unentwegte Schlachtenbummler aus dem Erzgebirge hatten sich eingefunden, um an diesem frühlingshaften Samstag bei Temperaturen von bis zu 16 Grad in der Sonne das Drittligaduell der einheimischen Fortuna gegen die Wismutkicker zu genießen.
Von Genuss war allerdings keine Spur, ja nicht einmal ein Hauch war davon zu spüren. Lediglich das Stadion und der erstklassige Support des Düsseldorfer Fanlagers konnten eine Profifußball-Atmosphäre vermitteln. Das Geschehen auf dem Rasen hatte, wenn überhaupt, lediglich Oberliagniveau.
Die Düsseldorfer Spieler, als derzeitiger Tabellenzweiter immerhin auf einem Aufstiegsplatz in die Zweite Liga, hatten ganz offensichtlich eine interne Wette abgeschlossen, die derjenige Feldspieler gewinnen sollte, der sich am wenigsten von allen bewegt.
Aue kam diese Lethargie der Fortunen sehr entgegen. Um sich das Leben aber nicht gar zu leicht zu machen an diesem Nachmittag, dezimierten sich die Erzgebirgler durch einen nachtretenden Sportkameraden nach 20 Minuten selbst. Der Rotsünder ging duschen und Aue spielte 70 Minuten zu zehnt. Nicht dass man es irgendwie bemerkt hätte, im Gegenteil, bis auf die letzten 10 Minuten hielt Aue ohne großen Aufwand gut mit und überstand dann auch die letzten panischen Angriffsbemühungen der Rheinländer. Ein absoluter Grottenkick, Unfähigkeit wohin das Auge blickte. Zum Wohle der Dritten Profiliga im deutschen Fußball kann über dieses Spiel nur der Mantel des Schweigens gehüllt und es schnell vergessen werden.
Erst die kurzfristige Absage der an diesem Wochenende im elterlichen Garten geplanten Baumfällarbeiten und die Zurverfügungstellung eines VIP-Tickets ermöglichten den Besuch dieses „Spiel des Grauens“. Wenigstens gab´s so zwischendurch leckeres Bier und am Ende noch ein warmes Essen für lau. Besser als nix.
Sonntag, 15. März 2009
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