Montag, 26. Mai 2008

Saisoneinschätzung Deutschland

Die Bayern haben es also wieder einmal geschafft und überrascht hat das,… keinen. Schon vor der Saison wurde dank der zahlreichen hochkarätigen Neuverpflichtungen eigentlich nur darüber geredet wie viel Punkte Vorsprung die Roten aus München haben werden. Immerhin - am Ende - waren es 10 auf den zweiten Bremen. Einen echten Kampf um die Meisterschaft war spätestens seit Ende des Winters, nicht mehr zu beobachten. Zum einen lag dies schon an den sehr guten Bayern, aber eben auch an der Inkonstanz der Verfolger. Das wohl beste Beispiel gab Leverkusen ab. Bis in das Frühjahr noch mit besten Chancen auf die Champions League Startplätze und am Ende ohne internationalen Startplatz. Man muss leider bemerken, dass diese Inkonstanz leider nicht untypisch für die Bundesliga ist. Gerade international zeigte sich dies erneut auch in der abgelaufenen Saison. Bayern, der Super- Ober- Nummer1- Topfavorit auf den UEFA Pokal schaffte es zwar immerhin bis ins Halbfinale, scheiterte dann aber an St. Petersburg. Kein schlechtes Team zweifellos und durchaus zu Recht Sieger des Wettbewerbs, aber eben nicht gerade absolute Weltklasse. Man stelle sich doch einfach nur einmal vor, die Bayern wären schon in der ersten Ausscheidungsrunde 1:1und 0:4 gegen Zenit rausgeflogen, da wäre es wohl dann doch eine verlorene Saison gewesen. Gespannt darf man ja nächstes Jahr auf den Nachfolger der Bayern als Topfavorit werden, dem AC Mailand.
Der zweite Platz von Werder überraschte ebenso wenig wie der 3. von Schalke und gab damit doch recht gut die Stärken-Verhältnisse in der Bundesliga wieder. Hamburg hätte mit ein bisschen mehr Konstanz und Glück wohl auch 2. werden können, muss aber die Mannschaft noch auf einigen Positionen verstärken, um sich für die Champions League zu bewerben. Eine Überraschung war sicherlich Wolfsburg. Sie hatten mit Grafite nicht nur den Spieler mit dem coolsten Namen der Liga sondern auch eine klug zusammengestellte Truppe, die günstiger weise eine sehr ordentliche Rückrunde spielte und damit den internationalen Wettbewerb schaffte. Man darf neugierig sein, wie es in der Autostadt weiter geht.
Das Mittelfeld der Bundesliga bilden dann die Mannschaften von Stuttgart bis Dortmund. Sie hatten alle mal, die mehr oder weniger große Chance international zu spielen, haben sie aber nicht genutzt. Ebenso waren diese Mannschaften nie in ernsthafter Abstiegsgefahr und spielten eine passable Saison. Das galt vielleicht weniger für Stuttgart (auch wenn man realistischerweise nicht mehr erwarten konnte), Leverkusen und Dortmund. Gerade der BVB enttäuschte mal wieder seine zahlreichen Fans. Sehr positive Überraschungen waren Karlsruhe und Bochum, die eigentlich nie in wirklicher Abstiegsgefahr waren.
Die letzten fünf Mannschaften kristallisierten sich auch schon recht bald heraus. Diese Teams fielen eigentlich hauptsächlich dadurch auf, die Punkte so langsam wie möglich zu sammeln. Bielefeld steigt dann trotz lediglich 34 Punkten nicht ab. Dabei muss man ein sehr großes Lob an Cottbus versenden, die gezeigt haben was ein einzelner Sieg (das 2:0 gegen die Bayern) für Kräfte freisetzen kann. Ich gestehe das ich das nicht für möglichgehalten hätte, gerade nach der Entlassung von Petrick Sander. Trotzdem kann man für die nächste Saison den Abstieg prophezeien, den Energie arbeitet nach Dreijahresplänen seit dem Aufstieg in die 2. Liga. (3 Jahre 2.BuLi; 3. Jahre 1.BuLi; 3 Jahre 2. BuLi…). Rostock hätte es sicher schaffen können, Duisburg fehlte die Heimstärke und Nürnberg lässt auch die Experten ratlos zurück. Eine Mannschaft die es eigentlich problemlos ins Mittelfeld schaffen müsste steigt zum 7. Mal in seiner Geschichte aus der Bundesliga ab. Neuer Rekord.
Ein Blick auf die Torjägerwertung verrät, dass ein Mann wie Toni der Bundesliga wirklich gut tut. Zu Schade das er schon etwas älter ist. Eine überzeugende Saison lieferte auch Mario Gomez, bei dem man auf Einsätze bei der Euro hofft. Auch die drei Mittelfeldspieler der Saison finden sich in der Liste wieder und das wohl auch in der Reihenfolge ihrer Stärke: Diego, van der Vaart und Ribery.
Zur besseren Übersicht hier nochmal die Abschlusstabelle.

Hallenfußball regional: Nach der Flut

Endlich – nach zweiwöchiger Pause – konnten die Freitagskicker wieder antreten, da die von Rowdies überschwemmte Ballsporthalle diesen Freitag wieder abgetrocknet war. Leider muss sie aber in und nach den Sommerferien für ungefähr 3 Monate geschlossen werden, um generalüberholt zu werden, was uns als Freitagskicker vor eine sehr, sehr lange Sommerpause stellt.
Zahlreich war endlich auch mal wieder die Beteiligung. 13 Mann fanden sich ein, die sich auf zwei Teams verteilten:
Bunt: Stephan (erfolgsverwöhnt) – Stefan – Schlikkes – Oerdie (bis 25.) – Nick – Tommer – Mike
Orange: Torsten – Clemens (bis 25.) – Robert – Sebastian – Sascha – Anton – Oerdie (ab 25.)
Von Beginn an dominierte Bunt, da man einen Mann mehr auf dem Platz hatte. Mit einer guten Defensive, angeführt vom Abwehrstrategen Oerdie, blieb die Mannschaft hinten dicht und schoss vorn ab und zu ein Törchen. Orange kam zwar zu einigen hoffnungsvollen Versuchen jedoch fehlte hier die letzte Gradlinigkeit. Dann brach bei Clemi eine alte Muskelzerrung wieder auf, wodurch dieser ausgewechselt werden musste. Der Wechsel vollzog sich mit Oerdie, der dafür von Bunt zu Orange ging. Daraufhin kam Orange immer besser in Schwung, in der Defensive gesichert durch Oerdie konnte man sich voll auf die Offensive konzentrieren. Schnell wurde aus einem 5:1 für Bunt ein 5:4. Doch Bunt fing sich wieder und erlebte seine stärkste Phase, die maßgeblich von einem Mann bestimmt war. Stephan lieferte wohl die stärksten 25 Minuten, die er je in dieser Halle gespielt hatte. Über ihn lief jetzt alles und er war auch überall. Bunt profitierte enorm von seiner Offensiv- und Defensivarbeit. Das münzte sich schnell in Tore um und Bunt zog wieder auf 8:4 davon. Dafür wurde es bei Orange ein wenig lauter. Gegen Spielende versiegte der bunte Schwung wieder, und Orange brachte noch einmal Spannung ins Spiel, aber um 23:00 Uhr wurde beim Stand von 9:7 für Bunt beendet.
Die Frage wer Spieler des Tages war, wird diese Woche weggelassen, zu eindeutig war die brillante Performance von Stephan. Das Getränk nach dem Spiel wurde im Aquarium eingenommen, was seine Premiere als Aprés-Kick Ort feierte.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Saisoneinschätzung England

Was in Deutschland noch eine Woche benötigt ist in England schon Geschichte; die Saison 2007/2008. An dieser Stelle soll ein kleines Fazit gezogen werden, was wir in England dieses Jahr sehen durften. Sicherlich kein unverdienter Meister ist ManU geworden.

Ihr Kader, der auch von Sir Alex Ferguson aufs höchste gelobt wurde (der Beste den er je trainierte), ist sicherlich wegweisend auch auf europäischer Ebene. Nicht zu unrecht stehen sich der 1. und der 2. Der Premier League im diesjährigen Champions League Finale gegenüber. Zu bemerken ist dabei auch, dass alle 4 englischen Vereine maximal von sich selbst aus der Champions League vertrieben wurde, d.h. es gab nicht einen nicht-europäischen Verein, der einen englischen Verein aus der CL rausgeschmissen hatte. So gesehen kann man nicht umhin, zumindest für dieses Jahr zu behaupten, die englische Liga ist die wohl stärkste der Welt (was aber, wie wir alle wissen, nicht für den englischen Fußball auf Länderebene zutrifft).

In puncto Spannung hatte das Meisterduell ManU gegen Chelsea einiges zu bieten, ebenso Arsenal mischte lange mit und sah zum Jahreswechsel auch wie der mögliche neue Champion aus, verlor aber dann an Konstanz. Liverpool als 4. ist sicherlich nicht 100% zufrieden, konnte aber mit einer weiteren Halbfinalteilnahme in der Champions League trotzdem eine versöhnliche Saisonbilanz ziehen. In der umsatzstärksten Liga der Welt ist allerdings auch der Graben zwischen Champions League Teilnehmern und dem Rest, so groß wie in keiner anderen Liga der Welt. Wie in den letzten Jahren auch schon, teilten sich die großen Vier wieder die ersten vier Plätze. Am Ende betrug der Abstand zwischen dem 4.Liverpool und dem 5. Everton 11 Punkte, genauso viel wie zwischen ManU als 1. und Liverpool als 4. Auch in der nächsten Saison ist da nichts anderes zu erwarten. Da auch lediglich nur der 5. Platz direkt für den UEFA Cup reicht, da in England ja Pokalsieger und Ligacup Gewinner für den UEFA Cup qualifiziert hat sich damit eine Hackordnung zementiert, die wohl auch in den nächsten Spielzeiten weiter aufrecht erhalten wird. So kann man sich im nächsten Jahr international zumindest auf die eher enttäuschenden Hotspurs freuen und auf den Gewinner des FA Cup Finales zwischen Cardiff und Portsmouth. Sollte Cardiff gewinnen und für England (!) in den UEFA Cup einziehen, würde vor dem Spiel übrigens die walisische Hymne gespielt werden.

Überragender Akteur dieser Saison war wohl Christiano Ronaldo. Der Portugiese hatte eine fast schon müllersche Trefferquote und war ein Garant für ManU`s Performance. Ronaldo wurde wohl auch verdient zum Spieler der Saison gewählt, wenngleich er wohl noch ein wenig Zeit braucht auch als Sympath zu gelten. Ebenso eine großartige Saison spielte Fernando Torres, dem nur wenige eine solche Leistung in seiner ersten Premier League Saison zugetraut hätten. Auch ein alter Bundesliga Bekannter machte auf sich aufmerksam, Roque Santa Cruz erzielte stolze 19 Tore und damit mehr, als in irgendeiner seiner zahlreichen Spielzeiten für die Bayern.

Zum Nachlesen gibt es hier nochmal die Abschlusstabelle. Über weitere Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen.

Dienstag, 13. Mai 2008

Hallenfußball regional: Heißer Kleinfeldfußball mit müdem Niveau

Letzten Freitag konnten sich leider wieder nur 6 Spieler erwärmen, das freitägliche Angebot des Hallenfußballs zu nutzen. Diese stießen dann allerdings auf eine sommerlich heiße Halle, die einen Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit geworfen hatte. Wegen der geringen Beteiligung wurde wieder ein Kleinfeld installiert und folgende Teams duellierten sich:

Team1:



Team2:


Durch die saunaartigen Temperaturen entwickelte sich leider nur ein sommerlich müder Kick, bei dem das von Sascha angeführten Team die bessere Schusskraft und die überlegeneren Torhüter hatte. Insbesondere Sascha und Stefan konnten immer wieder mit gezielten Reflexen die Angriffe von Team1 vernichten. Sascha fiel weiterhin auf da er, trotz tropischer Hitze, seine Mannschaft mit reichlichen Kommentaren versorgte, um ein optimales Ergebnis zu präsentieren. Das funktionierte letztendlich auch glänzend. Team2 gewann das erste Spiel mit 10: 7(?), das zweite Spiel endete 6:6 unentschieden.

Ein Aprés Kick fiel leider wegen Teilnehmerschwund aus und es bleibt zu hoffen, nächste Woche wieder mehr Spieler begrüßen zu können.