Samstag, 10. November 2007

Hallenfußball regional: Helle Dominanz zertrümmert Dunkel

Was soll man zum gestrigen Spiel sagen, vielleicht erst einmal; schön das gespielt wurde. Denn der Abend begann mit Verzögerungen. Unfreundliche Mitarbeiter der Freiberger Arena wiesen unseren Schlüssel-Abgesandten Robert nach längerer Wartezeit darauf hin, dass heute kein Spiel stattfinden könne, da eine Sonderveranstaltung im Haus sei. Wie sich später herausstellte war dies eine VW Präsentation. Sogleich wurde uns aber auch mitgeteilt, dass weitere Diskussionen vollkommen unnötig sein, wir könnten nicht spielen und das sei ja sowieso unserem Verein mitgeteilt wurden. Davon wusste nur leider keiner und der Einzige der es hätte eventuell wissen können kam nicht. Unmut machte sich breit, wie es in solchen Situationen nicht anders zu erwarten war, aber anders als Dynamo Fans haben wir die Halle nicht in Schutt und Asche zerlegt, sondern zivilisiert beraten, wie wir unseren Abzug organisatorisch hochwertig planen können. Doch da besann sich ein (vielleicht auch mehrere) Mitarbeiter uns doch gnädigerweise eine der freien Hallen anzubieten. Die Reaktion unsererseits war natürlich begeistert, ja geradezu euphorisch, und Oerdie wurde als Mittelsmann eingeschaltet und unterzeichnete ein Vertragswerk, dass ein Spielen ermöglichte. So konnte es auch losgehen. Diesmal wieder Dunkel gegen Hell.

Ein Satz vorweg: Das mit den Farben funktioniert nicht immer. Gestern standen sich 8 Helle - 7 Dunklen gegenüber, wobei allerdings die schon quantitative Gewichtung auch noch Qualitativ für Hell sprach. So tummelten sich dort allerlei Spielerpersönlichkeiten von Rang, wie Torsten (einziger zweimaliger mvp), Dirk, Stefan Schilk (der beste Spieler des befreundeten Leipziger Vereins Motor Schaden e.V.) oder auch Schlikkes (bekannt auch als der Bomber, diesen Titel muss er sich aber mit Saschi teilen, der aber auch bei Hell spielte). Dunkel konnte dem nur wenig entgegensetzen: Stephan und Sebastian mit bestenfalls Normalform, ein leicht durch Fußverletzung gehandikapter Tommer, der wohl das schlechteste Spiel seit Jahren ablieferte und viele neue Spieler, die natürlich noch keine Bindung zum Spiel aufbauen konnten. Einzig Oerdie, wohl motiviert durch seine Wahl zum mvp der letzten Woche, zeigte beherzte Torschüsse (plus Traumtor) und eine sehr solide Abwehrarbeit, die man aber auch nicht anders von ihm erwarten durfte.

Das Spiel ist dann schnell erzählt; durch drei Schnitzer, insbesondere von Tommer als Torwart, entstanden drei frühe Tore von Hell. Danach verlief das Spiel etwas ausgeglichener, brach aber nach einige Minuten des Gleichgewichts wieder vollkommen ein. Um ein Wortspiel zu verwenden: Hell war für Dunkel einfach nur hell. Am Ende stand es 10:4 für Hell, aber auch ein 20:4 wäre vollkommen in Ordnung gewesen. Das sollte eine Lehre für die nächste Woche sein und damit sind alle potentiellen Inhaber von Leibchen aufgefordert, diese mitzubringen, um eine etwas gleichgewichtigere Aufstellung zu ermöglichen.

Zum Spieler des Tages eignen sich nur eine begrenzte Anzahl von Spielern Dunkels: einzig der schon oben erwähnte Oerdie. Bei der hellen Armada stach insbesondere Dirk heraus, aber auch Torsten und Stefan Schilk müssen erwähnt werden. Letzterer organisierte sehr gut die Abwehr- und Spielaufbauarbeit. Schlikkes konnte sich im Sturm gut in Szene setzen und verpasste einen tollen Hackentreffer nur durch das beherzte Eingreifen des Pfostens.

Der Apres-Kick gestaltete sich zu später Stunde dann noch mal als sportliche Herausforderung. Junge Mitbürger baten um eine Wette; wer könne den Ball am längsten Jonglieren. Von den verbliebenen Freitagskickern konnte Stefan Schilk gewonnen werden, die Herausforderung anzunehmen. Er gewann mit 35:21 und sicherte damit für seinen trinkfreudigen Bruder ein Freibier.

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