Das neue Jahr ist da. Und damit auch schon das zweite Spiel 2008! Ja, richtig gehört, schon Spiel Nummer 2. Letzte Woche muss es wohl so schlecht gewesen sein, dass sich niemand dazu bereit erklärte, auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Nun gut akzeptieren wir das und schauen, was sich gestern zutrug.
Zu Beginn die gute Nachricht: viele Teilnehmer, 16 an der Zahl, was dann auch gleich zu Diskussionen über einen ordentlichen Ablauf des Spieles führte. Stichwort: 2 oder 3 Mannschaften. Das erinnerte an das Interview mit Atli Edvaldsson, den isländischen Bundesligaspieler der 80er Jahre, der in seiner Jugend auch immer große Probleme hatte in der Halle zu spielen. Das lag daran, dass es in Island nicht viele Hallen gab und über das Wetter im Winter dort oben muss man kein Wort verlieren. Also spielten 60 Mann in der Halle, in jeweils 4:1 Mannschaften. Da war es schon ein Hochgenuss überhaupt gegen den Ball zu treten, so Etvaldsson (das ganze Interview findet sich recht unter den Links). Aber solche Verhältnisse herrschen bei den Freitagskickern noch lange nicht. Man einigte sich auf die wohl angenehmste Lösung: zwei Teams zu acht Mann, die jeweils einen Auswechsler stellen, bei fliegenden Wechsel. Folgende Aufstellungen wurden getroffen:
Bunt: Torsten – Oerdie – Sebastian – Sascha – Stephan – Tommer – Nick – Anton
Damit kommen wir zum Spiel: Gäbe es ein Fußballlehrbuch, das eine Beispiel - DVD beinhalten würde und gäbe es dabei das Kapitel Einbahnstrassenfußball, so könnten viele Szenen des gestrigen Spiels aufgenommen werden. Der geneigte Leser bemerkt: hier muss ein einseitiges Spiel vorgelegen haben, und so war es auch. Bunt dominierte nach belieben. Nicht während des gesamten Spiels, aber doch zu sehr großen Teilen. Das Endergebnis lautete 14:4, was den Spielverlauf auch fast widerspiegelt. Bei Bunt klappte sehr viel und Orange hatte auch ein bisschen Pech. Den besseren Start hatte Bunt und konnte durch einen überragenden Anton, der die ersten drei Tore markierte schnell führen, so stand es nach ca. einer halben Stunde schon 5:0. Das Spiel beruhigte sich dann ein bisschen. Durch die vielen Mitspieler kam es auch nicht zu zahlenmäßig vielen Chancen, wenn aber welche vorhanden waren, dann zumeist bei Bunt. Die wenigen Möglichkeiten von Orange blieben zumindest in der ersten Spielhälfte ungenutzt. Erst ein schwerer Fehler im Mittelfeld führte zum ersten Treffer für die Oranje, bei dem Torhüter Tommer nichts machen konnte, als Burkhart nur noch einschieben musste. Doch das drehte das Spiel nicht.
Entscheidend für den Verlauf des Spiels, war die sehr gute mannschaftliche Geschlossenheit bei Bunt. Keine Schwachstellen waren da zu bemerken. Die Abwehr funktionierte über weite Strecken vorbildhaft, zumeist glänzend dirigiert von Oerdie, der trotz Verletzung noch mit gutem Stellungsspiel zu überzeugen wusste. So war es auch möglich, Oranjes gefährlichste Waffe, Dirk unwirksam werden zu lassen. Im Spielaufbau bei Bunt konnten Sebastian und Torsten Akzente setzen und im Sturm krönte Anton seine herausragende Leistung mit 5 oder 6 Toren, wobei auch Nick durch seine schnellen Vorstöße zu gefallen wusste. Bei Orange kamen sicherlich einige Komponenten zusammen, die eine solche Niederlage begründen, wichtig war wohl, das in der Halle, durch die hohe Anzahl von Spielern nur wenig Raum vorhanden war und so ein ungenaues Zuspiel zumeist schon den Angriff zunichte machte.
Als Spieler des Tages sollen hier Anton, Oerdie, Nick, Torsten und Sebastian vorgeschlagen werden, bei Orange konnte noch am meisten Robert (FdS) überzeugen.
Der Apres Kick fand diesmal im Bärenzwinger statt, der eine gute Alternative zur Auszeit bot, da an jener Stelle die Eislöwen Fans ihren Heimsieg gegen Leipzig feierten. Bei Feldi und Weißbier wurden wieder allerlei Themen besprochen und Jürgen Klinsmann für untauglich als Bayern Trainer gehalten.
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