Dynamo Dresden verlor heute vor der beachtlichen Kulisse von rund 16200 Fans zu Hause mit 0:1. Jetzt kommt die eigentlich schlechte Nachricht: ich war leider auch da. Recht hoffnungsvoll begleitete ich heute Jan mit ins Stadion, denn ein Sieg gegen die Eisernen schien nicht nur mir durchaus möglich. Wie immer wenn man ins Harbig Stadion geht; das alte Leiden: endlose Schlangen vorm Einlass. Wenn man Dynamo mal beschreiben möchte (so wie wir das ja in unserer Rubrik Liebesbriefe versuchen) dann gehört für mich immer irgendwie ein Fakt dazu: lange Schlangen. Wo auch immer man hin will; Ticket kaufen (okay das ging heute, aber ich erinnere mich an Zeiten, wo Roland nur mit Glück nicht am Zaun zermalmt wurde), Einlasskontrolle, Bratwurststand oder Biertheke, überall das selbe Bild. Hier lebt der Osten.
Nachdem so die ersten 5 Minuten verpasst wurden, die Dynamo zumindest was den Lärmpegel der Fans betraf ganz gut meisterte, kamen dann wir. Irgendwie verflachte dann auch gleich das Spiel. Zwar hatte Dynamo noch mehr oder weniger gute Chancen (die größte durch Penksa) aber ein wirklich gutes Spiel war es eigentlich nicht. Dafür war mehr und mehr Leerlauf zu beobachten. Auch Union tat nicht wirklich viel, hatte aber auch eine gute Kopfballchance. Zur Halbzeit konnte das Fazit daher nur lauten: die 2. wird besser. Diese Hoffnung zerbrach allerdings schon nach ca. 5 Minuten. Nichts; wirklich nichts. Bröker war ein Totalausfall, genauso wie Wagefeld, Ulich und Penksa zwar bemüht, aber nicht wirklich besser und der junge Sascha Pfeffer auf rechts hatte auch nicht wirklich Glück bei seinen Aktionen. Nach 60 Minuten war eigentlich klar, dass bleibt hier ein 0:0. Die Stimmung auf den Rängen war für das Spiel auch noch erstaunlich gut, aber es ging ja auch hauptsächlich darum die Gegner nach Möglichkeit zu beleidigen. Eine interessante Idee hatten da die Union Fans die (scheinbar gebrauchte) Klobürsten in Richtung Dynamo-Fans warfen. Der kluge Sachse reagierte natürlich sofort und warf zurück, was die in der Mitte stehenden Polizisten nicht wirklich gefreut hat. Sonst bleib es aber sehr ruhig. Eine Viertelstunde vor Schluss schoss dann Union das 0:1. Eine Ecke auf rechts konnte von einem Eisernen eingeköpft werden. Ich kann noch nicht mal sagen, dass es ein Scheißtor war, er war halt drin. Und was jetzt kam, das traf mich wirklich. Keine Reaktion von Dynamo. Spätestens jetzt hätte man ja erwarten können, dass man irgendwie reagiert, aber: nichts. Nur Ede Geyer hüpfte auf der Bank. Und es wurde von Minute zu Minute schlimmer. Die letzten 5 schnürte uns Union schon fast am eigenen Strafraum ein. Es war ein Trauerspiel.
Fazit: Mit dieser Form, wird es verdammt schwer die neue 3.Liga zu erreichen. Wir können nur hoffen, das es schnell besser wird.
Fazit: Mit dieser Form, wird es verdammt schwer die neue 3.Liga zu erreichen. Wir können nur hoffen, das es schnell besser wird.
1 Kommentar:
Sehr schön beschrieben! Besonders der Abschnitt mit den Klobürsten und den klugen Sachsen gefällt mir.
Kommentar veröffentlichen